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„Wege zu Cranach“ im Reformationsjahr 2017
01 Dez. 2017
Städtekooperation „Wege zu Cranach“ sieht Reformationsjubiläum positiv
NEUSTADT a.d.Orla | SCHNEEBERG – Der Reformationsaltar in der Schneeberger St. Wolfgangskirche ist eines der umfangreichsten Werke der Cranacher Werkstatt. Er wurde 1532 in Auftrag gegeben und bis 1539 durch Lukas Cranach, seinen Sohn sowie einer Werkstatt angefertigt.
Schneeberg mit St. Wolfgang ist Mitglied der städte- und bundesländerübergreifenden Kooperation „Wege zu Cranach“. Der Schneeberger Pfarrer Frank Meinel ist im wissenschaftlichen Beirat der Städtekooperation und er kehrte von einem Partnertreffen im thüringischen Neustadt an der Orla zurück.
In der jetzt erschienenen Publikation „Cranach und Luther“ von namhaften Cranach-Autoren zum Abschluss des diesjährigen Reformationsjubiläums ist auch ein Beitrag von Pfarrer Meinel über das Bild (Taufe Christi) des gebürtigen Schneeberger Cranach-Schülers Wolfgang Krodel erschienen. Das Buch ist für 4,95 Euro im Schneeberger Pfarramt und im Handel erhältlich.
Nach dem Cranach-Jubiläum im Themenjahr 2015 „Bild und Bibel“ der Lutherdekade, als dem 500. Geburtstag von Lucas Cranach dem Jüngeren gedacht wurde, folgte das jetzige Reformationsjahr, und damit ein weiterer Höhepunkt für die städte- und bundesländerübergreifende Kooperation „Wege zu Cranach“.
Cranach und seine Werkstatt haben mit ihren Porträts von Martin Luther maßgeblich das Bild des Reformators und der Reformation geprägt. Vor diesem Hintergrund lag es nahe, Luthers Bildnisse und das Thema der Reformation in Cranachs Werk genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Idee war, entsprechende Werke aufzusuchen, die in den Partnerorten Gotha, Erfurt, Neustadt an der Orla, Torgau, Eisenach, Lutherstadt Wittenberg, Dessau, Schneeberg, Meißen, Kronach, Coburg und Nürnberg zu sehen sind.
Die nachhaltige Pflege des Cranach-Erbes am authentischen Ort ist das erklärte Ziel der Cranach-Kooperation, die seit 2011 sowohl touristisch als auch kunstwissenschaftlich wirkt. Auf ihrem herbstlichen Partnertreffen im thüringischen Neustadt an der Orla zog die Städtekooperation ein durchweg positives Fazit zum Reformationsjahr. Deren Vertreter besichtigten das neu eröffnete Lutherhaus mit der Interimspräsentation des Figurenwerks vom Neustädter Cranach-Altars.
Für alle Cranach-Interessierten sei dies eine einmalige Gelegenheit, die Schnitzereien des großartigen Flügelalters aus nächster Nähe zu betrachten, so die Teilnehmer des Treffens. Am Ende stand unter dem Titel „Cranach und Luther“ eine Publikation namhafter Cranach-Autoren, die jeweils ein Werk aus dem Partnerort vorstellen. Dabei handelt es sich nicht nur um Tafelbilder, sondern auch um Arbeiten auf Papier oder als Wandmalerei.