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Verabschiedung von Baureferentin Katrin Tauber


08 Aug. 2024

"Sie hat das Kirchliche Bauwesen in Sachsen im Bereich Architektur maßgeblich geprägt"

DRESDEN - Am 7. August 2024 wurde Katrin Tauber im Rahmen einer Andacht im Landeskirchenamt feierlich verabschiedet. Sie war 14 Jahre lang im Dezernat für Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen als Baureferentin für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens tätig gewesen und übernimmt nun die Stelle als Leiterin des Amtes für Hochbau und Immobilienverwaltung der Stadt Dresden.

Katrin Tauber habe in den 14 Jahren als Baureferentin das Kirchliche Bauwesen in Sachsen im Bereich Architektur maßgeblich geprägt, sagte die Dezernentin für das Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen, Oberlandeskirchenrätin Carmen Kuhn, in der Andacht: "Du hast diese Aufgabe in ihrer Vielfältigkeit ausgefüllt - indem Du das kirchliche Bauwesen fortgeführt hast unter Achtung des Vorgefundenen und indem Du neue, wichtige Entwicklungen initiiert, befördert und etabliert hast." Mit ihrer ausgewiesenen Expertise und ihrer "aufschließenden" Persönlichkeit habe Katrin Tauber das kirchliche Bauen geprägt, wie auch die Menschen dazu. Projekte wie der Neubau des Landeskirchlichen Archivs, das sogar im Jahrbuch der Architektur 2023 gewürdigt wurde, oder der Umbau der Trinitatiskirchruine in Dresden zur Jugendkirche, der mit einer “Anerkennung zum Staatspreis für Baukultur“ 2022 geehrt wurde, seien unter ihrer Leitung realisiert worden. Katrin Tauber habe es dabei verstanden, auch die kirchlichen Interessen immer wieder in den Blick zu nehmen. So habe vor dem Umbau zur Jugendkirche ein vorbildlicher Beteiligungsprozess in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendpfarramt stattgefunden, in dem die Jugendlichen – die Nutzer –befragt und einbezogen wurden. "Entstanden ist ein außergewöhnlicher Ort mit Ausstrahlung", so Carmen Kuhn. Auch die Neugestaltung des Andachtsraumes im Landeskirchenamt und der Räume des Dreikönigsforums im Haus der Kirche seien Katrin Tauber zu verdanken. Als ihren Verdienst zu nennen sei auch "die Press-Ausstellung, die endlich aus ihrem freudlosen Dachgeschossrefugium im Haus der Kirche überführt wurde in einen verglasten Ausstellungsraum im Foyer und dort der Öffentlichkeit angemessen präsentiert werden kann".

Die Um- und Einbauten in und an Kirchgebäuden, um auf neue Nutzungsanforderungen zeitgemäß, nachhaltig und mit der nötigen Sensibilität für den Sakralraum zu antworten, sei Katrin Tauber ein Herzensanliegen gewesen. Neben großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die es in den Regionalkirchenämtern und im Landeskirchenamt gebe, sowie geeigneten Partnern auf Auftragnehmerseite brauche es aber mehr, um dieses Potential zu heben und in konkrete Vorhaben erfolgreich umzusetzen, so Kuhn: "Dich treibt die Leidenschaft für Architektur, Ästhetik und Kunst, ein Gestaltungswille, Deine Neugier und die Bereitschaft für Veränderung. Das ist die Bereitschaft, Neues kennenzulernen und sich anzueignen. Ich möchte es eine neugierige Lernbereitschaft nennen. Das ist etwas Besonderes angesichts von Erfahrungswissen aus vielen Jahren beruflicher Tätigkeit, über das Du zweifellos außerdem verfügst."

Den persönlichen Höhepunkt als Baureferentin markiere jedoch kein Bauwerk – sondern ein Werk sakraler Kunst: das Altarbild in der Annenkirche in Dresden von Marlene Dumas. "Marlene Dumas ist eine Künstlerin von internationalem Rang in Amsterdam, die in renommierten großen Museen und u.a. auch im Albertinum mit Werken vertreten ist. Es brauchte Jahre, viel Verhandlungsgeschick in verschiedene Richtungen, viel Einsatz und glückliche Fügungen, bis 2017 das große Altarbild in der umfassend sanierten Annenkirche fertiggestellt war", erinnert sich Carmen Kuhn. Die Annenkirche im Herzen von Dresden beherberge mit dem Altarbild von Marlene Dumas nunmehr einen einzigartigen Anziehungspunkt, was maßgeblich Katrin Tauber zu verdanken sei. 

Katrin Tauber
Verabschiedung von Katrin Tauber durch Präsident Vollbach

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