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Neuer Vorsitz im Pfarrerverband kommt aus Sachsen
26 Sept. 2023
Berufsverband für den Pfarrdienst für etwa 20.000 Pfarrerinnen und Pfarrer
HOFGEISMAR I DRESDEN - Die Mitgliederversammlung des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. hat am 25. September 2023 in Hofgeismar für die nächsten sechs Jahre einen neuen Vorstand gewählt. Die 90 Delegierten der 20 Mitgliedsvereine wählten dabei den Dresdner Pfarrer Eckehart Möller (60) zum Vorsitzenden ihres Verbandes. Pfarrer Möller folgt damit auf Pastor Andreas Kahnt, Pfarrer der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, der das Amt 2014 übernahm.
Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte gratulierte Eckehard Möller zu seiner Wahl und wünschte ihm für das neue Amt Gottes Segen. „Ich freue mich, dass mit Eckehard Möller ein engagierter sächsischer Pfarrer in den nächsten Jahren die Vertretung der Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland übernehmen wird.“, sagt sie. Als Vorsitzendes der sächsischen Pfarrervertretung habe er die Anliegen der Pfarrerinnen und Pfarrer zum Wohle der ganzen Kirche ins Gespräch gebracht und vertreten.
Nach seiner Wahl kündigte Möller an, er wolle den Zusammenhalt unter den Vereinen in den einzelnen Landeskirchen stärken und den inhaltlichen Ausgleich zwischen unterschiedlichen Standpunkten bei gleichzeitig klarer Positionierung suchen. „Eines meiner zentralen Ziele ist die Stärkung des Verbandes in der öffentlichen Wahrnehmung, gerade auch als berufsständische Vertretung gegenüber der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“, betonte Möller in Hofgeismar. Ihn faszinierten die unterschiedlichen Traditionen und Gottesdienstformen innerhalb der deutschsprachigen evangelischen Kirchen. Eine wichtige Aufgabe des Verbandes sei zudem „Orientierungshilfe in Zeiten eines sowohl gefühlten als auch tatsächlichen Bedeutungsrückgangs der Kirchen, und damit auch unseres Berufsbildes als Pfarrer*innen“ zu geben, so Möller, der als Vorsitzender des Verbandes Verlässlichkeit und Verbindlichkeit als wichtige Elemente einer erfolgreichen Amtsführung bezeichnete.
Möller übernimmt das neue Amt als Verbandsvorsitzender ab November 2023. Auch wenn er zum selben Zeitpunkt seine Pfarrstelle im Kirchspiel Dresden-Neustadt verlässt, bleibt Eckehart Möller weiter Pfarrer der sächsischen Landeskirche und wird neben seinem Amt als Verbandsvorsitzender Aufgaben im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz übernehmen.
Zur Person:
Pfarrer Eckehard Möller, geb. 1963 in Dresden, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist er seit 2010 Pfarrer an der Martin-Luther-Kirche in Dresden. Zuvor war er nach dem Abitur in Dresden Bauhilfsarbeiter mit Qualifizierung zum Zimmermann. 1986 begann er ein Theologie-Studium an der (damals noch Karl-Marx-) Universität Leipzig, das er 1991 mit dem Diplom abschloss. Nach dem Vikariat wurde Möller 1993 in seine erste Pfarrstelle in Höckendorf im Osterzgebirge ordiniert.
Seit 1995 ist Möller Mitglied in der Sächsischen Pfarrervertretung, seit 2020 Vorstandsmitglied im Sächsischen Pfarrverein (SPV) und seit 2021 zudem SPV-Vorstandsvorsitzender und damit zugleich Vorsitzender der Pfarrervertretung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Möller arbeitet bereits in der Vorsitzenden- Konferenz des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland sowie in der Konferenz der Pfarrervertretungen sowie der Fuldaer Runde mit und war bei der Vorbereitung und Durchführung des Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertages in Leipzig 2022 maßgeblich beteiligt.
Hintergrund: Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e. V.
Der Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e. V. ist der Berufsverband für den Pfarrdienst innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ihm gehören etwa 20.000 Pfarrerinnen und Pfarrer in 20 Mitgliedsvereinen an. Ziel des Verbandes ist, die Gemeinschaft unter den Pfarrerinnen und Pfarrern über die Grenzen der Landeskirchen hinaus zu stärken, den theologischen Austausch zu fördern und die Interessen der Pfarrerinnen und Pfarrer gegenüber den Kirchenleitungen zu vertreten.