Mitteilung
Bereich
Lutherisches Bekenntnis
23 Juni 2023
Gedenktag der Augsburgischen Konfession von 1530
EHRENFRIEDERSDORF – Bundesweit wird von evangelischer Seite jedes Jahr am 25. Juni der Augsburgischen Konfession von 1530 gedacht. Da das diesjährige Datum auf einen Sonntag fällt, nimmt es beispielsweise die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Niklas im vogtländischen Ehrenfriedersdorf zum Anlass, am 25. Juni 2023 das Gedenken mit einer Evangelischen Messe um 10:00 Uhr in der Stadtpfarrkirche Sankt Niklas zu feiern. Die Predigt hält der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Ralf Meister (Hannover).
Den Gottesdienst leitet liturgisch Pfarrer Falk Klemm und musikalisch Kirchenmusikdirektor Enrico Langer. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Mittagessen mit Vertretern des Kirchenbezirks und interessierten Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Mitarbeitenden im Huthaus der Binge zu Geyer geplant. Die Kirchgemeinde bittet dafür um Anmeldung.
Das Gedenken der Augsburgischen Konfession steht im Proprium des 25. Juni als ein besonderer liturgischer Tag. Das Augsburger Bekenntnis (Confessio Augustana, CA) von 1530 in Augsburg vor Kaiser Karl V. und dem versammelten Reichstag lateinisch und deutsch verlesen und von einer Gruppe evangelischer Fürsten und Reichsstädte unterzeichnet. Für viele Landeskirchen und protestantische Kirchen (AB) anderer Länder ist es zur Bekenntnisgrundlage geworden.
Kurfürst Johann von Sachsen beauftragte die Reformatoren zum Verfassen entsprechender Artikel von christlichen Glaubensgrundsätzen, die als Kompromiss gegenüber der katholischen Seite gedacht war und die maßgeblich von Philipp Melanchthon in die Endfassung gebracht wurde. Später wurde die CA mit anderen Bekenntnistexten in der Konkordienformel zusammengefasst. Das Konkordienbuch in Deutsch erschien 1580 in Dresden und dient seitdem in der sächsischen Landeskirche als verbindliche Bekenntnisgrundlage.
„Geeint in dem gleichen Bekenntnis und gerufen zum gemeinsamen Bekennen und einheitlichen Handeln“, heißt es in der Präambel der Verfassung der VELKD, zu der sich vor 75 Jahren evangelisch-lutherische Kirchen zur Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands zusammengeschlossen haben. Die Gründung erfolgte am 8. Juli 1948 in Eisenach. Die sächsische Landeskirche ist von Anfang an als Gliedkirche unter dem gemeinsamen Dach der VELKD mit dabei. Die zeitgemäße Interpretation und Vermittlung von christlichen Bekenntnissen, die ansprechende Gestaltung von Gottesdiensten und das ökumenische Gespräch sind die zentralen Anliegen der VELKD der sieben lutherischen Landeskirchen.