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Leipzig fördert erstmals Schule in freier Trägerschaft


05 Feb. 2022

 „EVA Schulze“ erhält Unterstützung bei investiven Baumaßnahmen

LEIPZIG – Die Messestadt fördert zum ersten Mal Baumaßnahmen an einer Schule in freier Trägerschaft. Der Leipziger Leiter des Amtes für Schule, Peter Hirschmann, hat heute einen Fördermittelbescheid in Höhe von 606.420 Euro für die Bauabschnitte eins bis drei an das Evangelische Schulzentrum übergeben. Aktuell liegen der Stadt Leipzig zwei weitere Anträge für die Bauabschnitte vier und fünf vor, die sich derzeit im Prüfverfahren befinden.

Mit dem Beschluss des Stadtrats im Mai 2020 gewährt die Stadt Leipzig nach Maßgabe einer Fachförderrichtlinie Zuwendungen zur Schaffung neuer Schulplätze. Eine Förderung ist ausschließlich für investive Baumaßnahmen möglich. Aktuell liegen im Fördertopf weitere rund 2,4 Millionen Euro bereit. Für das Jahr 2022 kommt noch eine Million hinzu. Insgesamt wurden bisher vier Anträge gestellt – die Stadt Leipzig freut sich über weitere Anträge durch freie Träger, um dem steigenden Bedarf an Schulplätzen auf Grund des demografischen Wachstums gemeinsam mit den Partnern gerecht werden zu können.

„Schulen in freier Trägerschaft unterstützen durch ihr Angebot und ihre Investitionstätigkeit die Stadt Leipzig dabei, die Herausforderungen zu meistern. Mit der ‚Fachförderrichtlinie Schulplätze‘ wurde ein Instrument geschaffen, um gemeinsam die Bildungsinfrastruktur und -vielfalt und damit zugleich das Bildungsangebot bedarfsgerecht auszubauen und die kommunale Qualitätsoffensive bei Bildungsbauten zu unterstützen. Ich freue mich sehr darüber, dass ich heute dem Evangelischen Schulzentrum den ersten Fördermittelbescheid der Stadt Leipzig übergeben kann“, erklärt Peter Hirschmann.

Da der Schulplatzsicherung durch freie Träger eine große Bedeutung zukommt, prüft die Stadt Leipzig derzeit die Erweiterung der Fördermittelrichtlinie in Bezug auf den Verwendungszweck, die Zuwendungsempfänger und die zuwendungsfähigen Ausgaben. Stimmt der Stadtrat zu, wird es voraussichtlich im ersten Halbjahr 2022 hierzu eine Änderung geben.

Das Evangelische Schulzentrum wird die Fördermittel für die brandschutztechnische Sanierung und die Modernisierung des Schulaltbaus einsetzen. Dabei werden unter anderem zur Schaffung von neuen Rettungswegen Bypass-Türen in Räumen des Nordflügels eingebaut, zusätzliche Rauchschutztüren auf allen Ebenen eingesetzt, die elektrotechnischen Anlagen brandschutztechnisch ertüchtigt, Räume in den unteren Geschossen neu organisiert und die Mensa mit Spülküche und Rettungswegen umgebaut. Mit diesen und den weiteren geplanten Maßnahmen können insgesamt 100 zunächst temporär geschaffene Schulplätze gesichert werden, die ansonsten wegfallen müssten.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Leipzig unsere brandschutztechnischen Umbaumaßnahmen unterstützt. So ist es uns möglich, Schulplätze im Herzen der Stadt zu erhalten und zukünftig entsprechend den aktuellen brandschutztechnischen Anforderungen zu unterrichten. Ganz besonders freut es uns, der erste freie Schulträger zu sein, der diese extra initiierte Förderrichtlinie nutzen kann, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt die Wirtschaftlich-Organisatorische Schulleiterin Beate Eike vom Evangelischen Schulzentrum. (Stadt Leipzig)

Evangelisches Schulzentrum Leipzig (Foto: EVLKS)
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