Mitteilung
Bereich
GAW-Projektkatalog 2023 erfüllt
26 Dez. 2023
Bereits 2,7 Millionen Euro Hilfen für Partnerkirchen
LEIPZIG - Das Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der EKD (GAW) kann seine Spendenzusagen an die Partnerkirchen für das Jahr 2023 erfüllen und die insgesamt 119 Projekte im Projektkatalog 2023 mit 1,9 Millionen Euro unterstützen. Mit zusätzlichen Not- und Katastrophenhilfen erhielten die Partnerkirchen in diesem Jahr bereits 2,7 Millionen Euro Spenden. Projektkatalog für 2024 vorgestellt.
„Wir danken allen, die geholfen haben, die vielfältigen Projekte in unseren Partnerkirchen zu realisieren. Unsere besondere Aufmerksamkeit galt in diesem Jahr den Opfern des Erdbebens in Syrien und den aus ihrer historischen Heimat Arzach (Bergkarabach) vertriebenen Armeniern, die jetzt in Armenien in Notunterkünften leben“, sagt Enno Haaks, Generalsekretär des GAW. „Zugleich versuchen wir weiterhin, die Not in der Ukraine zu lindern. Ein besonderer Lichtblick in diesem Jahr war der Traktor mit verschiedenen Anbaugeräten, den wir der Reformierten Kirche in Transkarpatien zur Verfügung stellen konnten. Dort sorgt er bereits für die Ernährungssicherheit der Landbevölkerung und Flüchtlinge.“
Sándor Zán Fábián, Bischof der Reformierten Kirche in Transkarpatien (Ukraine): „Dank dem neuen Traktor konnten mehr Landwirte ihre Herbstsaaten vor der Regenzeit ausbringen. Die leistungsstarken Maschinen sind wichtig, weil es aufgrund des Krieges an männlichen Arbeitskräften mangelt. Trotz des Krieges versuchen wir, Arbeitsplätze zu erhalten, Nahrungsmittel zu produzieren und Familien zu helfen. Wir sind dem GAW dankbar für die Unterstützung der Zivilbevölkerung.“
Gustav-Adolf-Werk e.V. ist das Diasporawerk der EKD und nimmt im Zusammenwirken mit der EKD, ihren Gliedkirchen und Gemeinden die besondere Verantwortung für den Dienst in der Diaspora wahr. Die Arbeit wird von bundesweit 21 Hauptgruppen und 19 Frauengruppen getragen. Das GAW hilft seinen Partnerkirchen beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben, bei der Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern u.a. Jährlich werden verschiedene Projekte mit mehr als zwei Millionen Euro unterstützt.
Weihnachtsgruß des GAW
Liebe Schwestern und Brüder, die Sie der Arbeit des GAW verbunden sind,
wer vom estnischen Elva aus in Richtung Osten fährt, erreicht bald die Grenze zu Russland. Nach dem russischen Überfall auf den ukrainischen Nachbarn am 24. Februar 2022 schauen die Menschen in Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen und anderen Ländern besorgt nach Osten: Wird es bei dem Angriff auf die Ukraine bleiben oder ist eine weitere Aggression zu befürchten?
Wenn sich die evangelisch-lutherische Gemeinde von Elva in ihrer kleinen Kirche zum Gottesdienst versammelt und den Blick nach Osten richtet, sieht sie über dem Altar ihr Weihnachtsfenster: In der Krippe liegt der vom Himmel herabgekommene Friedefürst, vor dem die Mächtigen und Klugen dieser Welt ihre Knie beugen. In diesen bedrohlichen Zeiten weckt und stärkt dieses Bild in besonderer Weise die christliche Hoffnung nicht nur der Geschwister in Elva: Krieg und Gewalt – in der Ukraine, in Israel und Palästina, in Syrien und an so vielen anderen Kriegsschauplätzen dieser Welt – werden ein Ende nehmen.
Möge das Christfest unsere Hoffnung auf Frieden für die ganze Erde stärken und möge diese Hoffnung uns durch das neue Jahr tragen.
Haben Sie vielen Dank für alle Unterstützung im zu Ende gehenden Jahr!
Martin Dutzmann, Präsident des GAW,
Enno Haaks, Generalsekretär des GAW, und
Inge Rühl, Vorsitzende der GAW-Frauenarbeit