Mitteilung
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Evangelische Kita mit BETA Gütesiegel
19 Juni 2023
Von Dr. Peggy Renger-Berka
MARKKLEEBERG - Die Kindertagesstätte der Martin-Luther-Kirchgemeinde Markkleeberg-West ist Trägerin des Gütesiegels der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. (BETA). Mit der Übergabe des Gütesiegels am 8. Juni 2023 wird der Einrichtung die hohe Qualität ihrer Bildungsarbeit bescheinigt. Die Martin-Luther-Kita ist die erste evangelische Kindertagesstätte in Sachsen, die sich erfolgreich diesem Prozess einer Zertifizierung unterzogen hatte. Bundeweit tragen inzwischen 1.880 Kindertageseinrichtungen das BETA-Gütesiegel.
Vorangegangen war dem ein mehrjähriger Auditprozess, in dem sämtliche pädagogischen Prozesse im Tagesablauf der Kita reflektiert, überprüft und beschrieben wurden. Das Team um die Kita-Leiterin Maria Zeitzmann hat diesen Prozess unter sehr erschwerten Bedingungen zu einem erfolgreichen Ende geführt – dem Wechsel in der Leitung sowie den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Beratung und Unterstützungen kamen sowohl von der BETA als auch von der Diakonie Sachsen.
In der Martin-Luther-Kita werden 80 Kinder mit und ohne Behinderung in fünf Familiengruppen (altersgemischten Gruppen) und einer Krippengruppe (ab 2 Jahren) betreut. Das Gelände liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gemeindehaus und zur Kirche. Insofern bildet sich der enge Zusammenhang zwischen evangelischem Profil und einer auf das Kind fokussierten pädagogischen Arbeit auch räumlich ab.
Jedes Kind wird mit all seinen Stärken und Schwächen als Bereicherung für die Gruppe wahrgenommen und wertgeschätzt. In einer vertrauens- und liebevollen Atmosphäre sollen das Selbstwertgefühl gestärkt sowie die Selbständigkeit und Verantwortungsbereitschaft der Kinder gefördert werden. Die Mitarbeitenden verstehen sich als Entwicklungsbegleiter*innen, die eine anregende Lernumgebung schaffen, in der die Kinder entsprechend ihrem individuellen Entwicklungsstand selbst tätig werden können.
In evangelischen Kitas gehört die religiöse Bildung in besonderer Weise dazu. Das Recht auf eine qualitätvolle Begleitung der individuellen Entfaltungsprozesse schließt das Recht auf Entwicklung eines individuellen Zugangs zum Religiösen ein. In evangelischen Kitas kommen Kinder (und Eltern) nicht selten zum ersten Mal in Kontakt mit dem Christentum und seiner gelebten Praxis. Kindertagesstätten sind vor diesem Hintergrund als wesentliche Bildungsorte und als „Gemeinden“ zu verstehen. Die Landeskirche hat deshalb 2020 religionspädagogische Fachberaterinnen berufen, die in (fast) allen Kirchenbezirken die religiöse Bildung im Elementarbereich unterstützen und stärken.
Es ist ein wünschenswertes Ziel, dass sich noch weitere Kitas auf den Weg einer solchen Zertifizierung begeben und mit dem Pfund, qualitätvolle elementarpädagogische Arbeit mit evangelischem Profil zu leisten, wuchern. Evangelische Kindertagesstätten sind ein Schatz.