Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche
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Lettland-Partnerschaftstreffen in Rüsseina
19 Aug. 2025
Gegenseitiger Erfahrungsaustausch stand im Vordergrund
DRESDEN – Auch in diesem Jahr hat die sächsische Landeskirche zu einem Treffen zwischen Partnergemeinden der Ev.-Luth. Kirche Lettlands und Sachsens eingeladen. Über 30 Vertreterinnen und Vertreter kamen am 16. August im Gemeindehaus in Rüsseina bei Nossen zusammen. Die dortige Kirchgemeinde blickt selbst auf eine 30-jährige Partnerschaft zu einer Gemeinde in Lettland zurück. Teilnehmende aus sechs weiteren Partnerschaften kamen an diesem Tag dazu.
Unter den Gästen war auch der lettische Diözesanbischof Einãrs Alpe aus Daugavpils (Dünaburg), der in Dresden Landesbischof Tobias Bilz in der Bischofskanzlei besuchte. Alpes frühere Gemeinde in Lettland hatte zu Taubenheim bei Klipphausen eine Partnerschaft, aus der eine langjährige Freundschaft zu Pfarrer i.R. Klaus Urban (zuletzt Weixdorf) hervorging. Urban nahm ebenfalls am Treffen in der Bischofskanzlei und beim Besuch in der Dresdner Frauenkirche teil. Zur Ev.-Luth. Kirche Lettlands hat die sächsische Landeskirche eine langjährige Partnerschaft. So werden regelmäßig Vertreter dieser baltischen Kirche zu Tagungen der sächsischen Landessynode eingeladen.
Thematisch ging es beim diesjährigen Partnerschaftstreffen in Rüsseina um Fragen der unterschiedlichen Entwicklung in Liturgie, Kleiderfragen und dem unterschiedlichen Amtsverständnis der beiden Kirchen. Im ersten Teil eines Vortrags erläuterte Bischof Alpe die Vollzüge in Gottesdiensten, welche sich bereits seit der 1. lettischen Republik bei den dortigen Lutheranern herausbildet hatten. Im zweiten Teil stellte Dr. Martin Teubner, Theologischer Referent im Dresdner Landeskirchenamt, ebenfalls anschaulich im Vergleich die sächsische Gottesdiensttradition und gegenwärtige Ausprägung vor.
Nach dieser Weiterbildung ging es am Nachmittag um einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch, der von Marion Kunz, Seniorenbeauftragte zur Förderung der Arbeit mit jungen Alten, moderiert wurde. Die Leipzigerin blickt ebenfalls auf eine langjährige Partnerschaftsarbeit mit Lettland zurück, die nach der politischen Wende begann. Zunächst durch Reisen mit Jugendlichen und dann später bis heute im Rahmen der Seniorenbildungsreisen mit der Ü55-Zielgruppe. Natürlich wurde im Rahmen des Treffens auch die große und sehenswerte spätbarocke Dorfkirche Rüsseina besucht.
Unter den Auslandsgästen in Rüsseina waren auch Vertreter aus einer Gemeinde in Litauen, die gleich das Forum zum Arbeitsaustausch nutzte. Hier besteht eine Partnerschaft zur erzgebirgischen Kirchgemeinde in Brünlos.
Für die Teilnehmenden werde bei jedem Jahrestreffen deutlich, mit welchem Engagement die Mitglieder der ehemals 17 sächsischen Partnerschaftsgruppen, von denen zehn heute noch aktiv sind, sich ihrer Arbeit widmen. Trotz der großen Entfernung – von Mittelsachsen bis in die Mitte Lettlands sind es 1.400 Kilometer! – gibt es jährliche Fahrten hin und her. Sie dienten dem Austausch sowie dem Transport von Waren, die in Lettland gebraucht bzw. dort Freude bereiten und den Gemeindeaufbau fördern würden.
Beispielsweise wird Geld für Apotheken-Gutscheine gesammelt, die dann von den lettischen Gemeinden an Bedürftige verteilt werden. Die Medikamenten-Versorgung in Lettland zählt nicht zu den Grundleistungen der dortigen Krankenversicherung. Arme Menschen haben daher Probleme, sich die verschriebenen Medikamente zu kaufen. Überhaupt sei das Leben in Lettland, abgesehen von einfachen Grundnahrungsmitteln, deutlich teurer als in Deutschland, so die Erfahrung von Reisenden nach Lettland.
Lettland-Partnerschaftstreffen in Rüsseina
19 Aug. 2025
Gegenseitiger Erfahrungsaustausch stand im Vordergrund
DRESDEN – Auch in diesem Jahr hat die sächsische Landeskirche zu einem Treffen zwischen Partnergemeinden der Ev.-Luth. Kirche Lettlands und Sachsens eingeladen. Über 30 Vertreterinnen und Vertreter kamen am 16. August im Gemeindehaus in Rüsseina bei Nossen zusammen. Die dortige Kirchgemeinde blickt selbst auf eine 30-jährige Partnerschaft zu einer Gemeinde in Lettland zurück. Teilnehmende aus sechs weiteren Partnerschaften kamen an diesem Tag dazu.
Unter den Gästen war auch der lettische Diözesanbischof Einãrs Alpe aus Daugavpils (Dünaburg), der in Dresden Landesbischof Tobias Bilz in der Bischofskanzlei besuchte. Alpes frühere Gemeinde in Lettland hatte zu Taubenheim bei Klipphausen eine Partnerschaft, aus der eine langjährige Freundschaft zu Pfarrer i.R. Klaus Urban (zuletzt Weixdorf) hervorging. Urban nahm ebenfalls am Treffen in der Bischofskanzlei und beim Besuch in der Dresdner Frauenkirche teil. Zur Ev.-Luth. Kirche Lettlands hat die sächsische Landeskirche eine langjährige Partnerschaft. So werden regelmäßig Vertreter dieser baltischen Kirche zu Tagungen der sächsischen Landessynode eingeladen.
Thematisch ging es beim diesjährigen Partnerschaftstreffen in Rüsseina um Fragen der unterschiedlichen Entwicklung in Liturgie, Kleiderfragen und dem unterschiedlichen Amtsverständnis der beiden Kirchen. Im ersten Teil eines Vortrags erläuterte Bischof Alpe die Vollzüge in Gottesdiensten, welche sich bereits seit der 1. lettischen Republik bei den dortigen Lutheranern herausbildet hatten. Im zweiten Teil stellte Dr. Martin Teubner, Theologischer Referent im Dresdner Landeskirchenamt, ebenfalls anschaulich im Vergleich die sächsische Gottesdiensttradition und gegenwärtige Ausprägung vor.
Nach dieser Weiterbildung ging es am Nachmittag um einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch, der von Marion Kunz, Seniorenbeauftragte zur Förderung der Arbeit mit jungen Alten, moderiert wurde. Die Leipzigerin blickt ebenfalls auf eine langjährige Partnerschaftsarbeit mit Lettland zurück, die nach der politischen Wende begann. Zunächst durch Reisen mit Jugendlichen und dann später bis heute im Rahmen der Seniorenbildungsreisen mit der Ü55-Zielgruppe. Natürlich wurde im Rahmen des Treffens auch die große und sehenswerte spätbarocke Dorfkirche Rüsseina besucht.
Unter den Auslandsgästen in Rüsseina waren auch Vertreter aus einer Gemeinde in Litauen, die gleich das Forum zum Arbeitsaustausch nutzte. Hier besteht eine Partnerschaft zur erzgebirgischen Kirchgemeinde in Brünlos.
Für die Teilnehmenden werde bei jedem Jahrestreffen deutlich, mit welchem Engagement die Mitglieder der ehemals 17 sächsischen Partnerschaftsgruppen, von denen zehn heute noch aktiv sind, sich ihrer Arbeit widmen. Trotz der großen Entfernung – von Mittelsachsen bis in die Mitte Lettlands sind es 1.400 Kilometer! – gibt es jährliche Fahrten hin und her. Sie dienten dem Austausch sowie dem Transport von Waren, die in Lettland gebraucht bzw. dort Freude bereiten und den Gemeindeaufbau fördern würden.
Beispielsweise wird Geld für Apotheken-Gutscheine gesammelt, die dann von den lettischen Gemeinden an Bedürftige verteilt werden. Die Medikamenten-Versorgung in Lettland zählt nicht zu den Grundleistungen der dortigen Krankenversicherung. Arme Menschen haben daher Probleme, sich die verschriebenen Medikamente zu kaufen. Überhaupt sei das Leben in Lettland, abgesehen von einfachen Grundnahrungsmitteln, deutlich teurer als in Deutschland, so die Erfahrung von Reisenden nach Lettland.