Männerhände die auf einer Laptoptastatur schreiben.
Mitteilungen

Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Bereich

Landesbischof grüßt zum Weihnachtsfest 2017


20 Dez. 2017

Dr. Rentzing: Leidenschaft ist wahrlich kein schlechtes Zeichen für unsere Kirche

DRESDEN - In seinem Weihnachtsbrief an haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitende in Kirchgemeinden, kirchlichen Ämtern, Diensten, Werken und Bildungseinrichtungen dankte Landesbischof Dr. Carsten Rentzing all jenen, die an der Vorbereitung und Durchführung des Reformationsjubiläums mitgewirkt haben. Insbesondere seien ihm die kleinen Formate in Erinnerung geblieben, die in diesen Jahren über die ganze Landeskirche verteilt stattfanden. „Mit viel Liebe vorbereitet, haben sie unzählige Menschen an die Wurzeln unseres Glaubens erinnert und die Frage aufgeworfen, was das für Gegenwart und Zukunft bedeutet“, hob er deren Engagement hervor.

Er erwähnte dabei das große Interesse an den Gottesdiensten am Reformationstag, woraus nach seiner Ansicht eine neue Zuversicht gewonnen werden sollte, den kirchlichen Auftrag zu erfüllen und das Evangelium zu verkünden. Weiter ging er auch auf die zurückliegende Bundestagswahl ein, die eine gesellschaftliche Zerrissenheit gezeigt habe, die geradezu nach dieser Botschaft des Evangeliums rufe. „Als Kirche Jesu Christi stehen wir hier in einer besonderen Verantwortung das Wort der Würde, des Friedens und der Versöhnung auszurichten. Das Wort der Würde ruft uns überall da auf den Plan, wo die Würde eines Menschen angetastet wird, indem man ihn als Menschen zweiter Klasse behandelt, indem man ihn aus politischem Kalkül diffamiert oder auch zur Zielscheibe der Aggression werden lässt“, schrieb Dr. Rentzing.

Das Wort des Friedens und der Versöhnung sei überall da gefordert, wo man Öl ins Feuer gieße, wo man den Streit nicht um der Sache willen führe, sondern die Spaltungen aus Machterwägungen heraus fördere und die Debattenkultur dekultiviere. Dagegen habe die christliche Botschaft in der „Vergangenheit viel zur Kultivierung des Umgangs der Menschen untereinander und miteinander in unserem Lande beigetragen“. Der Landesbischof appellierte an die kirchlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, mit „göttlicher Weisheit und Demut zu agieren“. Dazu könnten auch eigene Erfahrungen aus innerkirchlichen Auseinandersetzungen helfen. So hätten die Wogen bei der zukünftigen Aufstellung der Kirchgemeinden hochgeschlagen. Große Leidenschaft sei hier spürbar gewesen, aber diese Leidenschaft sei wahrlich kein schlechtes Zeichen für die Kirche, so Dr. Rentzing.

Die Debatten auf den Gesprächsabenden und der Herbsttagung der Landessynode bezeichnet er als konstruktiv. Insbesondere der einstimmig gefasste Beschluss der Landessynode eröffne nun die Möglichkeit, dass ein Ausgleich gesucht werden kann zwischen notwendigen Strukturveränderungen und dem Wunsch nach Beheimatung und Übersichtlichkeit. Gerade die Advents- und Weihnachtszeit bedeute für viele kirchliche Mitarbeitende viel Arbeit. Neben dem Alltagsgeschäft seien viele Gottesdienste, Predigten und musikalische Veranstaltungen vorzubereiten. Dr. Rentzing erinnert aber daran, dass gerade in dieser Zeit die Offenheit der Menschen für die Botschaft ganz besonders groß sei. Für ihn als Pfarrer gebe es nichts Herrlicheres, als in diese Offenheit hinein das Wort der Gnade sprechen zu können.

Bornkinnel in Erzgebirgstradition in der Chemnitzer Jakobikirche (Foto: KG Jakobi)
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“(Johannes 1,14)

Landesbischof grüßt zum Weihnachtsfest 2017


20 Dez. 2017

Dr. Rentzing: Leidenschaft ist wahrlich kein schlechtes Zeichen für unsere Kirche

DRESDEN - In seinem Weihnachtsbrief an haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitende in Kirchgemeinden, kirchlichen Ämtern, Diensten, Werken und Bildungseinrichtungen dankte Landesbischof Dr. Carsten Rentzing all jenen, die an der Vorbereitung und Durchführung des Reformationsjubiläums mitgewirkt haben. Insbesondere seien ihm die kleinen Formate in Erinnerung geblieben, die in diesen Jahren über die ganze Landeskirche verteilt stattfanden. „Mit viel Liebe vorbereitet, haben sie unzählige Menschen an die Wurzeln unseres Glaubens erinnert und die Frage aufgeworfen, was das für Gegenwart und Zukunft bedeutet“, hob er deren Engagement hervor.

Er erwähnte dabei das große Interesse an den Gottesdiensten am Reformationstag, woraus nach seiner Ansicht eine neue Zuversicht gewonnen werden sollte, den kirchlichen Auftrag zu erfüllen und das Evangelium zu verkünden. Weiter ging er auch auf die zurückliegende Bundestagswahl ein, die eine gesellschaftliche Zerrissenheit gezeigt habe, die geradezu nach dieser Botschaft des Evangeliums rufe. „Als Kirche Jesu Christi stehen wir hier in einer besonderen Verantwortung das Wort der Würde, des Friedens und der Versöhnung auszurichten. Das Wort der Würde ruft uns überall da auf den Plan, wo die Würde eines Menschen angetastet wird, indem man ihn als Menschen zweiter Klasse behandelt, indem man ihn aus politischem Kalkül diffamiert oder auch zur Zielscheibe der Aggression werden lässt“, schrieb Dr. Rentzing.

Das Wort des Friedens und der Versöhnung sei überall da gefordert, wo man Öl ins Feuer gieße, wo man den Streit nicht um der Sache willen führe, sondern die Spaltungen aus Machterwägungen heraus fördere und die Debattenkultur dekultiviere. Dagegen habe die christliche Botschaft in der „Vergangenheit viel zur Kultivierung des Umgangs der Menschen untereinander und miteinander in unserem Lande beigetragen“. Der Landesbischof appellierte an die kirchlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, mit „göttlicher Weisheit und Demut zu agieren“. Dazu könnten auch eigene Erfahrungen aus innerkirchlichen Auseinandersetzungen helfen. So hätten die Wogen bei der zukünftigen Aufstellung der Kirchgemeinden hochgeschlagen. Große Leidenschaft sei hier spürbar gewesen, aber diese Leidenschaft sei wahrlich kein schlechtes Zeichen für die Kirche, so Dr. Rentzing.

Die Debatten auf den Gesprächsabenden und der Herbsttagung der Landessynode bezeichnet er als konstruktiv. Insbesondere der einstimmig gefasste Beschluss der Landessynode eröffne nun die Möglichkeit, dass ein Ausgleich gesucht werden kann zwischen notwendigen Strukturveränderungen und dem Wunsch nach Beheimatung und Übersichtlichkeit. Gerade die Advents- und Weihnachtszeit bedeute für viele kirchliche Mitarbeitende viel Arbeit. Neben dem Alltagsgeschäft seien viele Gottesdienste, Predigten und musikalische Veranstaltungen vorzubereiten. Dr. Rentzing erinnert aber daran, dass gerade in dieser Zeit die Offenheit der Menschen für die Botschaft ganz besonders groß sei. Für ihn als Pfarrer gebe es nichts Herrlicheres, als in diese Offenheit hinein das Wort der Gnade sprechen zu können.

Bornkinnel in Erzgebirgstradition in der Chemnitzer Jakobikirche (Foto: KG Jakobi)
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“(Johannes 1,14)

Teilen Sie diese Seite