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„Kleiner“ Aussiedlertag in Chemnitz


25 Sept. 2020

Ein kirchlicher Beitrag im Rahmen der Interkulturellen Woche

CHEMNITZ – Zu einem Aussiedlertag lädt am Sonntag, 27. September, die Bonhoeffer-Kirchgemeinde in Chemnitz (Markersdorfer Straße 79) ein. In der Kirchgemeinde besteht eine längere Tradition, sich in der Spätaussiedlerarbeit zu engagieren und Begegnungen zu organisieren.

Der zentrale und von der sächsischen Landeskirche jährlich an einem anderen Ort organisierte ‚Begegnungstag für Aussiedler‘ musste in diesem Jahr coronabedingt ausfallen. Geplant war das Treffen der sogenannten Russlanddeutschen für den 12. September im erzgebirgischen Dippoldiswalde.

Deshalb kommt dem Treffen im Bonhoeffer-Kirchgemeindezentrum in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu, das auch Gäste aus verschiedenen Orten Mitteldeutschlands erwartet. Der Tag ist zudem ein kirchlicher Beitrag im Rahmen der Interkulturellen Woche in Chemnitz und beginnt mit einem Gottesdienst um 9:30 Uhr.

Gestalten werden den "Kleinen Aussiedlertag", der um 9:30 Uhr mit einem Gottesdienst beginnt, der Organisator, Pfarrer Jan Schober, der Ökumene-Referent im Landeskirchenamt, Oberkirchenrat Friedemann Oehme, und die Chemnitzer Kirchenmusikdirektorin Katharina Kimme-Schmalian.

Ebenso wirkt der junge Pfarrer Alexander Felche aus dem vogtländischen Rothenkirchen und Wernesgrün mit, der selbst aus der ehemaligen Sowjetunion stammt. Nach dem zweisprachigen Gottesdienst gibt es ein Programm zum Thema "Deutsche im Kaukasus" mit Imbiss und musikalischer Ausgestaltung.

Seit der Friedlichen Revolution 1989 sind über 2,5 Millionen Aussiedlerinnen und Aussiedler, vorwiegend aus der ehemaligen Sowjetunion, nach Deutschland gekommen. Über 43 Prozent von ihnen sind evangelisch. Ihnen bei der Integration zu helfen, war und ist eine Herausforderung für die Kirchgemeinden und für die Landeskirche.

Der nächste zentrale Begegnungstag, an dem bis zu 800 Menschen teilnehmen, ist auf den 28. August 2021 verschoben worden und soll, wie in diesem Jahr geplant, in Dippoldiswalde stattfinden. An diesem Tag soll des 80. Jahrestages des Stalin-Dekrets zur Deportation der Deutschen in der Sowjetunion gedacht werden.

(v.l.) Pfarrer Alexander Felche, Pfarrer Jan Schober, Frau Weiß (Musik), Katharina Kimme-Schmalian und OKR Friedemann Oehme, der die Predigt hielt, nach dem Gottesdienst in Chemnitz.
Pfarrer Jan Schober (r.) auf einem Aussiedlertreffen, der auch als Referent für Senioren und Generationen in der Landeskirche tätig ist.

„Kleiner“ Aussiedlertag in Chemnitz


25 Sept. 2020

Ein kirchlicher Beitrag im Rahmen der Interkulturellen Woche

CHEMNITZ – Zu einem Aussiedlertag lädt am Sonntag, 27. September, die Bonhoeffer-Kirchgemeinde in Chemnitz (Markersdorfer Straße 79) ein. In der Kirchgemeinde besteht eine längere Tradition, sich in der Spätaussiedlerarbeit zu engagieren und Begegnungen zu organisieren.

Der zentrale und von der sächsischen Landeskirche jährlich an einem anderen Ort organisierte ‚Begegnungstag für Aussiedler‘ musste in diesem Jahr coronabedingt ausfallen. Geplant war das Treffen der sogenannten Russlanddeutschen für den 12. September im erzgebirgischen Dippoldiswalde.

Deshalb kommt dem Treffen im Bonhoeffer-Kirchgemeindezentrum in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu, das auch Gäste aus verschiedenen Orten Mitteldeutschlands erwartet. Der Tag ist zudem ein kirchlicher Beitrag im Rahmen der Interkulturellen Woche in Chemnitz und beginnt mit einem Gottesdienst um 9:30 Uhr.

Gestalten werden den "Kleinen Aussiedlertag", der um 9:30 Uhr mit einem Gottesdienst beginnt, der Organisator, Pfarrer Jan Schober, der Ökumene-Referent im Landeskirchenamt, Oberkirchenrat Friedemann Oehme, und die Chemnitzer Kirchenmusikdirektorin Katharina Kimme-Schmalian.

Ebenso wirkt der junge Pfarrer Alexander Felche aus dem vogtländischen Rothenkirchen und Wernesgrün mit, der selbst aus der ehemaligen Sowjetunion stammt. Nach dem zweisprachigen Gottesdienst gibt es ein Programm zum Thema "Deutsche im Kaukasus" mit Imbiss und musikalischer Ausgestaltung.

Seit der Friedlichen Revolution 1989 sind über 2,5 Millionen Aussiedlerinnen und Aussiedler, vorwiegend aus der ehemaligen Sowjetunion, nach Deutschland gekommen. Über 43 Prozent von ihnen sind evangelisch. Ihnen bei der Integration zu helfen, war und ist eine Herausforderung für die Kirchgemeinden und für die Landeskirche.

Der nächste zentrale Begegnungstag, an dem bis zu 800 Menschen teilnehmen, ist auf den 28. August 2021 verschoben worden und soll, wie in diesem Jahr geplant, in Dippoldiswalde stattfinden. An diesem Tag soll des 80. Jahrestages des Stalin-Dekrets zur Deportation der Deutschen in der Sowjetunion gedacht werden.

(v.l.) Pfarrer Alexander Felche, Pfarrer Jan Schober, Frau Weiß (Musik), Katharina Kimme-Schmalian und OKR Friedemann Oehme, der die Predigt hielt, nach dem Gottesdienst in Chemnitz.
Pfarrer Jan Schober (r.) auf einem Aussiedlertreffen, der auch als Referent für Senioren und Generationen in der Landeskirche tätig ist.

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