Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche
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Freiberger Abendmusiken vor 75 Jahren
02 Juni 2020
Die bevorstehende 2. Abendmusik unter Auflagen in Corona-Zeiten
FREIBERG – Der ehemalige Freiberger Domorganist Arthur Eger führte 1939 die Tradition der Abendmusiken an der berühmten Silbermann-Orgel im Freiberger Dom ein. In seinem 42-jährigen kirchenmusikalischen Wirken in St. Marien setzte er sich früh für den Erhalt der historischen Silbermann-Orgeln ein. Am 7. Juni jährt sich die Wiederaufnahme der Abendmusiken zum 75. Mal. Das legendäre Konzert fand bereits vier Wochen nach Ende des 2. Weltkriegs statt.
Tausende strömten damals in den Freiberger Dom, so dass er vor Überfüllung geschlossen werden musste. Arthur Eger war es, der kaum aus dem Krieg zurückgekehrt, die Abendmusiken wieder auf den Plan stellte. Der damalige Stadtkommandant und der Oberbürgermeister unterstützten das Anliegen. Als Domorganist Eger vor dem Konzert erkrankte und sogar ins Krankenhaus musste, organisierte er von dort ein Konzertprogramm zusammen mit dem Freiberger Domchor.
Zwei Proben fanden sogar im Krankenhaus statt. Später schrieb Eger, dass dieses Konzert das beeindruckendste und berührendste Erlebnis seiner musikalischen Laufbahn gewesen sei. Mit zwei bekannten Orgelwerken, der Toccata und Fuge in d-Moll und Präludium und Fuge in G-Dur, bot Arthur Eger ein überragendes Programm. Gänsehaut verursachte auch der Bach-Choral „Wenn wir in größten Nöten Sein“, den der Domchor aufführte. Dieses Konzert gab den Menschen nach den tragischen Kriegsjahren wieder Hoffnung.
Am kommenden Donnerstag, 4. Juni, um 20:00 Uhr erwartet Domkantor Albrecht Koch die Gäste des Freiberger Domes zur 2. Abendmusik in dieser Saison. Er spielt an den Silbermann-Orgeln des Freiberger Domes ein Programm, mit dem er auf das Pfingstfest Bezug nimmt. Eine Besonderheit ist auch das Andante mit Variationen von Christian Heinrich Rinck. Dieser ist ein unbekannter Zeitgenosse Ludwig van Beethovens. Wie Beethovens, wird auch Rincks 250. Geburtstag in diesem Jahr gedacht.
Unter Beachtung entsprechender Auflagen, gilt nach wie vor die Begrenzung auf 100 Besucher. Diese werden gebeten, ihre Karten möglichst im Vorverkauf zu erwerben. Für Jahreskarteninhaber können die Plätze bis 15 Minuten vor Konzertbeginn freigehalten werden. Auch werden alle Konzertbesucher registriert und die Liste drei Wochen unter Verschluss aufbewahrt, bevor sie dann vernichtet wird. Karten gibt es im Vorverkauf im Domladen Freiberg, an den bekannten Vorverkaufsstellen mit reservix-Anschluss sowie online unter www.reservix.de
VERANSTALTUNGSHINWEIS: Europas Orgelwelt trifft sich online
Die Silberstadt Freiberg lädt ein und die Europäische Orgelwelt trifft sich – im Internet. Am 6. Juni, 19:00 Uhr, präsentiert die Vereinigung „ECHO – European Cities of Historical Organs“ ein bisher einzigartiges Konzertformat. Domorganist Albrecht Koch, der für Freiberg das Amt des ECHO Artistic Directors innehat, ist es gelungen, ein gemeinsames Konzert an den bedeutendsten historischen Orgeln aus allen neun ECHO-Städten auf die Beine zu stellen. Neben der Großen Domorgel von Gottfried Silbermann in Freiberg erklingen insgesamt 14 weitere Orgeln aus Mafra (Portugal), Treviso (Italien), Alkmaar (Niederlande), Brüssel (Belgien), Toulouse (Frankreich), Fribourg (Schweiz), Innsbruck (Österreich) und Trondheim (Norwegen). Die meisten Werke, die an dem Abend zu hören sind, wurden exklusiv dafür eingespielt. Die Kampagne „So geht sächsisch.“ der Sächsischen Staatskanzlei unterstützt das Konzert als Koproduzentin.
Das etwa anderthalbstündige Konzert wird am 6. Juni, 19 Uhr, kostenfrei auf den YouTube- und Facebook-Kanälen von ECHO und „So geht sächsisch.“ gezeigt.
https://www.facebook.com/ECHOorgans
Freiberger Abendmusiken vor 75 Jahren
02 Juni 2020
Die bevorstehende 2. Abendmusik unter Auflagen in Corona-Zeiten
FREIBERG – Der ehemalige Freiberger Domorganist Arthur Eger führte 1939 die Tradition der Abendmusiken an der berühmten Silbermann-Orgel im Freiberger Dom ein. In seinem 42-jährigen kirchenmusikalischen Wirken in St. Marien setzte er sich früh für den Erhalt der historischen Silbermann-Orgeln ein. Am 7. Juni jährt sich die Wiederaufnahme der Abendmusiken zum 75. Mal. Das legendäre Konzert fand bereits vier Wochen nach Ende des 2. Weltkriegs statt.
Tausende strömten damals in den Freiberger Dom, so dass er vor Überfüllung geschlossen werden musste. Arthur Eger war es, der kaum aus dem Krieg zurückgekehrt, die Abendmusiken wieder auf den Plan stellte. Der damalige Stadtkommandant und der Oberbürgermeister unterstützten das Anliegen. Als Domorganist Eger vor dem Konzert erkrankte und sogar ins Krankenhaus musste, organisierte er von dort ein Konzertprogramm zusammen mit dem Freiberger Domchor.
Zwei Proben fanden sogar im Krankenhaus statt. Später schrieb Eger, dass dieses Konzert das beeindruckendste und berührendste Erlebnis seiner musikalischen Laufbahn gewesen sei. Mit zwei bekannten Orgelwerken, der Toccata und Fuge in d-Moll und Präludium und Fuge in G-Dur, bot Arthur Eger ein überragendes Programm. Gänsehaut verursachte auch der Bach-Choral „Wenn wir in größten Nöten Sein“, den der Domchor aufführte. Dieses Konzert gab den Menschen nach den tragischen Kriegsjahren wieder Hoffnung.
Am kommenden Donnerstag, 4. Juni, um 20:00 Uhr erwartet Domkantor Albrecht Koch die Gäste des Freiberger Domes zur 2. Abendmusik in dieser Saison. Er spielt an den Silbermann-Orgeln des Freiberger Domes ein Programm, mit dem er auf das Pfingstfest Bezug nimmt. Eine Besonderheit ist auch das Andante mit Variationen von Christian Heinrich Rinck. Dieser ist ein unbekannter Zeitgenosse Ludwig van Beethovens. Wie Beethovens, wird auch Rincks 250. Geburtstag in diesem Jahr gedacht.
Unter Beachtung entsprechender Auflagen, gilt nach wie vor die Begrenzung auf 100 Besucher. Diese werden gebeten, ihre Karten möglichst im Vorverkauf zu erwerben. Für Jahreskarteninhaber können die Plätze bis 15 Minuten vor Konzertbeginn freigehalten werden. Auch werden alle Konzertbesucher registriert und die Liste drei Wochen unter Verschluss aufbewahrt, bevor sie dann vernichtet wird. Karten gibt es im Vorverkauf im Domladen Freiberg, an den bekannten Vorverkaufsstellen mit reservix-Anschluss sowie online unter www.reservix.de
VERANSTALTUNGSHINWEIS: Europas Orgelwelt trifft sich online
Die Silberstadt Freiberg lädt ein und die Europäische Orgelwelt trifft sich – im Internet. Am 6. Juni, 19:00 Uhr, präsentiert die Vereinigung „ECHO – European Cities of Historical Organs“ ein bisher einzigartiges Konzertformat. Domorganist Albrecht Koch, der für Freiberg das Amt des ECHO Artistic Directors innehat, ist es gelungen, ein gemeinsames Konzert an den bedeutendsten historischen Orgeln aus allen neun ECHO-Städten auf die Beine zu stellen. Neben der Großen Domorgel von Gottfried Silbermann in Freiberg erklingen insgesamt 14 weitere Orgeln aus Mafra (Portugal), Treviso (Italien), Alkmaar (Niederlande), Brüssel (Belgien), Toulouse (Frankreich), Fribourg (Schweiz), Innsbruck (Österreich) und Trondheim (Norwegen). Die meisten Werke, die an dem Abend zu hören sind, wurden exklusiv dafür eingespielt. Die Kampagne „So geht sächsisch.“ der Sächsischen Staatskanzlei unterstützt das Konzert als Koproduzentin.
Das etwa anderthalbstündige Konzert wird am 6. Juni, 19 Uhr, kostenfrei auf den YouTube- und Facebook-Kanälen von ECHO und „So geht sächsisch.“ gezeigt.
https://www.facebook.com/ECHOorgans