Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche
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„Es tut gut, zusammenzuhalten“
24 Juni 2021
Rückblick zum Tag der Diaspora des GAW am 19. Juni in Kamenz
KAMENZ - Zum diesjährigen Tag der Diaspora am vergangenen Sonnabend in Kamenz trafen sich Mitglieder, Vorstandsmitglieder und Gäste des Gustav-Adolf-Werks in Sachsen (GAWiS). Vor einem Jahr musste dieser coronabedingt kurzfristig abgesagt werden. Umso größer war die Freude, nun tatsächlich dort zusammenzukommen.
Treffpunkt war die Hauptkirche St. Marien, Pfarrer Michael Gärtner zufolge die einzige Kirche aus Granitstein nördlich der Alpen. „Es tut gut, als evangelische Christen zusammenzuhalten. An Tagen wie diesen spüren wir mit den Menschen vor Ort, welchen Schatz wir haben“, sagte dieser in seiner Andacht. Nach der Mitgliederversammlung begrüßte Dr. Arndt Haubold, Vorsitzender des GAW Sachsen, den Sorbischen Superintendenten Christoph Rummel. Dieser sprach über sorbisch-sprachige evangelische Christen, die innerhalb eines katholisch-sorbischen Umfeldes eine „Diaspora in der Diaspora“ bilden. Die Tagungsgäste nahm er dazu auf eine Reise durch die Geschichte der Region mit. Beeindruckend erschien, dass unter den Konfessionen, die dicht beieinander leben, immer noch unterschiedliche Sprechweisen des Vaterunsers existieren.
Am Nachmittag berichteten weitere Referenten von den diesjährigen Leitprojekten des GAW Sachsen in Syrien, Argentinien, Litauen, Estland, Kirgistan und Russland - und beleuchteten den Fortgang einzelner Projekte mit aktuellen Bildern und Informationen. Dr. Arndt Haubold berichtete über das GAW zu Zeiten des Nationalsozialismus. Nach anfänglicher Begeisterung einzelner GAW-Verantwortlicher sei die Euphorie gewichen und die Haltung zunehmend differenzierter geworden. Haubold nannte Beispiele, wie etwa der Pflichtgruß für Pfarrer „Mit deutschem Gruß“ kreativ ergänzt oder umgangen wurde. Für die Arbeit des GAW hätten sich nach 1940 immer mehr Einschränkungen, beispielsweise bei Reisen oder Überweisungen ins Ausland, ergeben.
In seiner Rede zum Abschluss des Tages sagte Enno Haaks, Generalsekretär des GAW:„ Politische Entscheidungen haben Folgen – schlimmstenfalls Flüchtlingsströme.“ In vielen der evangelischen Partnergemeinden weltweit gebe es Berührungspunkte zu dem Thema, und die Arbeit mit oder für Flüchtlinge sei ein Bestandteil ihrer Angebote. Konfliktherde seien derzeit etwa Bergkarabach, Venezuela oder Belarus. Das GAW unterstütze diese Gemeinden vor Ort.
Nach einem Kaffeetrinken schloss eine Führung durch die Kamenzer Kirchen den Tag ab. Die beiden Vorstandsmitglieder Pfarrer Reinhard Schöne und Dr. Arndt Haubold feierten am Sonntag mit Gemeindegliedern in Schmeckwitz, Cunnersdorf, Kamenz und Elstra Gottesdienst.
Über das GAW Sachsen:
Als Diaspora-Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens unterstützt das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen evangelische Christen weltweit. Es hilft Gemeinden, die in der „Zerstreuung“, in der „Diaspora“ existieren, zum Beispiel bei Neubau, Sanierung oder Modernisierung von Kirchen, Gemeindehäusern und Altenheimen. Wichtig ist dem Verein der direkte Kontakt zu den Projektpartnern, auch im Ausland. So finden jährlich Besuche in unterstützten Gemeinden statt, zuletzt im Kaukasus.
„Es tut gut, zusammenzuhalten“
24 Juni 2021
Rückblick zum Tag der Diaspora des GAW am 19. Juni in Kamenz
KAMENZ - Zum diesjährigen Tag der Diaspora am vergangenen Sonnabend in Kamenz trafen sich Mitglieder, Vorstandsmitglieder und Gäste des Gustav-Adolf-Werks in Sachsen (GAWiS). Vor einem Jahr musste dieser coronabedingt kurzfristig abgesagt werden. Umso größer war die Freude, nun tatsächlich dort zusammenzukommen.
Treffpunkt war die Hauptkirche St. Marien, Pfarrer Michael Gärtner zufolge die einzige Kirche aus Granitstein nördlich der Alpen. „Es tut gut, als evangelische Christen zusammenzuhalten. An Tagen wie diesen spüren wir mit den Menschen vor Ort, welchen Schatz wir haben“, sagte dieser in seiner Andacht. Nach der Mitgliederversammlung begrüßte Dr. Arndt Haubold, Vorsitzender des GAW Sachsen, den Sorbischen Superintendenten Christoph Rummel. Dieser sprach über sorbisch-sprachige evangelische Christen, die innerhalb eines katholisch-sorbischen Umfeldes eine „Diaspora in der Diaspora“ bilden. Die Tagungsgäste nahm er dazu auf eine Reise durch die Geschichte der Region mit. Beeindruckend erschien, dass unter den Konfessionen, die dicht beieinander leben, immer noch unterschiedliche Sprechweisen des Vaterunsers existieren.
Am Nachmittag berichteten weitere Referenten von den diesjährigen Leitprojekten des GAW Sachsen in Syrien, Argentinien, Litauen, Estland, Kirgistan und Russland - und beleuchteten den Fortgang einzelner Projekte mit aktuellen Bildern und Informationen. Dr. Arndt Haubold berichtete über das GAW zu Zeiten des Nationalsozialismus. Nach anfänglicher Begeisterung einzelner GAW-Verantwortlicher sei die Euphorie gewichen und die Haltung zunehmend differenzierter geworden. Haubold nannte Beispiele, wie etwa der Pflichtgruß für Pfarrer „Mit deutschem Gruß“ kreativ ergänzt oder umgangen wurde. Für die Arbeit des GAW hätten sich nach 1940 immer mehr Einschränkungen, beispielsweise bei Reisen oder Überweisungen ins Ausland, ergeben.
In seiner Rede zum Abschluss des Tages sagte Enno Haaks, Generalsekretär des GAW:„ Politische Entscheidungen haben Folgen – schlimmstenfalls Flüchtlingsströme.“ In vielen der evangelischen Partnergemeinden weltweit gebe es Berührungspunkte zu dem Thema, und die Arbeit mit oder für Flüchtlinge sei ein Bestandteil ihrer Angebote. Konfliktherde seien derzeit etwa Bergkarabach, Venezuela oder Belarus. Das GAW unterstütze diese Gemeinden vor Ort.
Nach einem Kaffeetrinken schloss eine Führung durch die Kamenzer Kirchen den Tag ab. Die beiden Vorstandsmitglieder Pfarrer Reinhard Schöne und Dr. Arndt Haubold feierten am Sonntag mit Gemeindegliedern in Schmeckwitz, Cunnersdorf, Kamenz und Elstra Gottesdienst.
Über das GAW Sachsen:
Als Diaspora-Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens unterstützt das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen evangelische Christen weltweit. Es hilft Gemeinden, die in der „Zerstreuung“, in der „Diaspora“ existieren, zum Beispiel bei Neubau, Sanierung oder Modernisierung von Kirchen, Gemeindehäusern und Altenheimen. Wichtig ist dem Verein der direkte Kontakt zu den Projektpartnern, auch im Ausland. So finden jährlich Besuche in unterstützten Gemeinden statt, zuletzt im Kaukasus.