Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche
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Einführung des Sorbischen Superintendenten
28 Okt. 2020
Regelmäßige Gottesdienste in sorbischer (wendischer) Sprache
GÖDA – Pfarrer Christoph Rummel (47) wird am Reformationsfest, 31. Oktober 2020, um 14:00 Uhr in einem Festgottesdienst in der Stiftskirche St. Peter und Paul in Göda als neuer Sorbischer Superintendent eingeführt. Er folgt damit Pfarrer Jan Mahling, der im Sommer in Bautzen in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die Einführung übernimmt im Beisein des Bautzner Superintendenten Tillman Popp der Dresdner Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel.
Christoph Rummel ist seit zwölf Jahren Pfarrer in Göda, nachdem er zuvor im Erzgebirge tätig war. Neben seiner Pfarrstelle wird er nun auch die besonderen geistlichen Aufgaben für die im sorbischen Siedlungsgebiet wohnenden evangelischen Sorben im Bereich der Landeskirche übernehmen. In Zusammenarbeit mit der kirchlichen Vertretung der Sorben in den Gemeinden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz geht es um die Koordinierung von gemeinsamen Veranstaltungen, wie dem jährlich stattfindenden Sorbischen Kirchentag.
Mehrere Pfarrer und Pfarrerinnen der Ober- und Niederlausitz feiern regelmäßig Gottesdienste in sorbischer (wendischer) Sprache. Auf das gesamte Siedlungsgebiet der Sorben in der Nieder- und Oberlausitz bezogen, wird von 60.000 Angehörigen dieser Volksgruppe ausgegangen. In den Gemeinden insbesondere im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz gibt es mehrere Kirchgemeinden mit sorbischen evangelischen Gemeindegliedern.
Mit der Reformation wurde das sorbische Volk bis auf einige Gemeinden bei Kamenz und Bautzen protestantisch. Das Muttersprachprinzip Luthers führte zur Entwicklung der sorbischen Schriftsprache. Bereits 1548 lag Luthers Neues Testament handschriftlich in Sorbisch vor. Luthers Katechismus erschien 1574 als erstes niedersorbisches und 1597 als erstes obersorbisches Buch in gedruckter Form. Mit der Ausbildung von Pfarrern und Lehrern erhielt das sorbische Volk eine intellektuelle Führungsschicht.
Die kulturelle Entwicklung der Sorben wurde bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts maßgeblich von der evangelischen Intelligenz bestimmt. Die Herausbildung der sorbischen bürgerlichen Kultur war im Wesentlichen ihr Werk.
Einführung des Sorbischen Superintendenten
28 Okt. 2020
Regelmäßige Gottesdienste in sorbischer (wendischer) Sprache
GÖDA – Pfarrer Christoph Rummel (47) wird am Reformationsfest, 31. Oktober 2020, um 14:00 Uhr in einem Festgottesdienst in der Stiftskirche St. Peter und Paul in Göda als neuer Sorbischer Superintendent eingeführt. Er folgt damit Pfarrer Jan Mahling, der im Sommer in Bautzen in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die Einführung übernimmt im Beisein des Bautzner Superintendenten Tillman Popp der Dresdner Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel.
Christoph Rummel ist seit zwölf Jahren Pfarrer in Göda, nachdem er zuvor im Erzgebirge tätig war. Neben seiner Pfarrstelle wird er nun auch die besonderen geistlichen Aufgaben für die im sorbischen Siedlungsgebiet wohnenden evangelischen Sorben im Bereich der Landeskirche übernehmen. In Zusammenarbeit mit der kirchlichen Vertretung der Sorben in den Gemeinden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz geht es um die Koordinierung von gemeinsamen Veranstaltungen, wie dem jährlich stattfindenden Sorbischen Kirchentag.
Mehrere Pfarrer und Pfarrerinnen der Ober- und Niederlausitz feiern regelmäßig Gottesdienste in sorbischer (wendischer) Sprache. Auf das gesamte Siedlungsgebiet der Sorben in der Nieder- und Oberlausitz bezogen, wird von 60.000 Angehörigen dieser Volksgruppe ausgegangen. In den Gemeinden insbesondere im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz gibt es mehrere Kirchgemeinden mit sorbischen evangelischen Gemeindegliedern.
Mit der Reformation wurde das sorbische Volk bis auf einige Gemeinden bei Kamenz und Bautzen protestantisch. Das Muttersprachprinzip Luthers führte zur Entwicklung der sorbischen Schriftsprache. Bereits 1548 lag Luthers Neues Testament handschriftlich in Sorbisch vor. Luthers Katechismus erschien 1574 als erstes niedersorbisches und 1597 als erstes obersorbisches Buch in gedruckter Form. Mit der Ausbildung von Pfarrern und Lehrern erhielt das sorbische Volk eine intellektuelle Führungsschicht.
Die kulturelle Entwicklung der Sorben wurde bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts maßgeblich von der evangelischen Intelligenz bestimmt. Die Herausbildung der sorbischen bürgerlichen Kultur war im Wesentlichen ihr Werk.