Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche
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Bilanz: Lutherdekade und Reformationsjubiläum
27 Nov. 2017
Rückblick in Gruppen nach Arbeitsbereichen und Regionen Sachsens
DRESDEN – Aus Anlass der beendeten Lutherdekade und dem zu Ende gehenden Reformationsjubiläum 2017 hatten die sächsischen Landeskirche in Kooperation mit dem Freistaat Sachsen zu einer Auswertungstagung in das Haus der Kirche|Dreikönigskirche am 27. November eingeladen. Die 78 Teilnehmenden, darunter Akteure und Projektverantwortliche der vielfältigen und zahlreichen Veranstaltungen begaben sich noch einmal in die Arbeitsschwerpunkte und Themenübergreifenden Bereiche von Religion, Politik, Bildung sowie Kultur und Tourismus. Immerhin dienten die Themen als Säulen des gemeinsamen Gebäudes, das sich immer vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Relevanz und Akzeptanz messen lassen musste. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Oberkirchenrat Christoph Seele, Beauftragter der ev. Kirchen im Freistaat Sachsen und von Michael Seimer, landeskirchlicher Referent für die Lutherdekade und das Reformationsjubiläum.
Genau dieser Frage gingen am Nachmittag auch vier Arbeitsgruppen nach, inwieweit dies gelungen war und welche Ergebnissicherung und Nachhaltigkeit sich aus den Projekten ergeben könnten.
Als Begrüßung und Impuls hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuvor drei Statements mit Blick auf das Reformationsjubiläum von Dr. Sigrid Blas-Engels, Gruppenleiterin beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, von Dr. Stephan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt und von Landesbischof i.R. Jochen Bohl, in dessen Amtszeit (2004-2015) die Durchführung der Themenjahre und die Vorbereitung des Reformationsjubiläums fielen.
In den vier Arbeitsgruppen spiegelten die Teilnehmenden ihre jeweiligen Erfahrungen aus den ursprünglichen Erwartungen, den Realisierungen und den zukünftigen Möglichkeiten, Materialien weiterhin zu nutzen. Insbesondere im Bereich der Bildung sei die Chance im Reformationsjubiläum genutzt worden. So müsse der Beitrag von Grundinformationen für Kinder und Jugendliche fortgeführt und verstetigt werden. Beispielsweise werde mit der Plattform „Impuls Reformation“ weitergearbeitet.
Im Bereich Kultur und Tourismus sei festzustellen, dass über die enge Verbindung zwischen Kirche und Kultur in der Verbindung zum Tourismus noch stärkere Entwicklungspotentiale bestünden. Kirche müsse sich als „Gastgeber“ verstehen. Neben der Kirchraumpädagogik seien die verlässlich geöffneten Kirchen die beste Möglichkeit, Kirche niederschwellig zu erfahren. In Zwickau gebe es eine von Stadt und Kirchgemeinde gemeinsam getragene Stelle an der Katharinenkirche.
Generell wirke außer den Kirchen kaum ein anderer Kulturträger so breit und tief in die ländliche und dörfliche Lebenswirklichkeit.
Aufgrund des Potentials ist die Landeskirche seit Jahresbeginn Mitglied im Landestourismusverband und am 1. Februar 2018 werden auf einem Fachtag in Dresden unterschiedliche Aufgabenfelder und derzeitige Projekte vorgestellt und zukunftsweisend diskutiert.
In den Gesprächsformaten des Tages und in einzelnen Wortbeiträgen fanden mehrfach die Veranstaltungsvielfalt und der engagierte Einsatz von Christen in den Kirchgemeinden anerkennend Erwähnung. Ausstellungen, Vorträge, Feste, Baumpflanzaktionen und sehr persönliche Beiträge vor Ort wurden in ihrem Umfang, in der Außenwirkung und der medialen Wahrnehmung hervorgehoben und gewürdigt.
Auch im abschließenden Podiumsgespräch mit Vertretern der Regionalgruppen in Sachsen wurden die Erfahrungen mit Kooperationspartnern in Politik und Gesellschaft vorgestellt. Häufig seien regionale Aktivitäten im Jahre 2009 entstanden, manchmal zunächst als „Wildwuchs“ unterschiedlicher Akteure, sei später Struktur hineingekommen. Für das Vorhaben ‚Lutherweg in Sachsen‘ übernahm der Tourismusverband Burgen- und Heideland die Projektleitung und in der Oberlausitz sei das Projekt „Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz“ mit mehreren Aktivitäten und Ausstellungen in Görlitz und Zittau das erste gemeinsame Vorhaben der Gesamtregion. Weitere regionale Projektgruppen bildeten sich in den Kirchenbezirken Leisnig-Oschatz im Zusammenwirken mit Leipziger Land, die Stadt Leipzig sowie Zwickau als die zweite vollreformierte Stadt nach Wittenberg mit dem vergebenen Prädikat „Reformatonsstadt“. Neben Ausstellungen und Fachtagungen war sie auch einziger Ort in der Landeskirchenkirche auf dem Europäischen Stationenweg.
Bilanz: Lutherdekade und Reformationsjubiläum
27 Nov. 2017
Rückblick in Gruppen nach Arbeitsbereichen und Regionen Sachsens
DRESDEN – Aus Anlass der beendeten Lutherdekade und dem zu Ende gehenden Reformationsjubiläum 2017 hatten die sächsischen Landeskirche in Kooperation mit dem Freistaat Sachsen zu einer Auswertungstagung in das Haus der Kirche|Dreikönigskirche am 27. November eingeladen. Die 78 Teilnehmenden, darunter Akteure und Projektverantwortliche der vielfältigen und zahlreichen Veranstaltungen begaben sich noch einmal in die Arbeitsschwerpunkte und Themenübergreifenden Bereiche von Religion, Politik, Bildung sowie Kultur und Tourismus. Immerhin dienten die Themen als Säulen des gemeinsamen Gebäudes, das sich immer vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Relevanz und Akzeptanz messen lassen musste. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Oberkirchenrat Christoph Seele, Beauftragter der ev. Kirchen im Freistaat Sachsen und von Michael Seimer, landeskirchlicher Referent für die Lutherdekade und das Reformationsjubiläum.
Genau dieser Frage gingen am Nachmittag auch vier Arbeitsgruppen nach, inwieweit dies gelungen war und welche Ergebnissicherung und Nachhaltigkeit sich aus den Projekten ergeben könnten.
Als Begrüßung und Impuls hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuvor drei Statements mit Blick auf das Reformationsjubiläum von Dr. Sigrid Blas-Engels, Gruppenleiterin beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, von Dr. Stephan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt und von Landesbischof i.R. Jochen Bohl, in dessen Amtszeit (2004-2015) die Durchführung der Themenjahre und die Vorbereitung des Reformationsjubiläums fielen.
In den vier Arbeitsgruppen spiegelten die Teilnehmenden ihre jeweiligen Erfahrungen aus den ursprünglichen Erwartungen, den Realisierungen und den zukünftigen Möglichkeiten, Materialien weiterhin zu nutzen. Insbesondere im Bereich der Bildung sei die Chance im Reformationsjubiläum genutzt worden. So müsse der Beitrag von Grundinformationen für Kinder und Jugendliche fortgeführt und verstetigt werden. Beispielsweise werde mit der Plattform „Impuls Reformation“ weitergearbeitet.
Im Bereich Kultur und Tourismus sei festzustellen, dass über die enge Verbindung zwischen Kirche und Kultur in der Verbindung zum Tourismus noch stärkere Entwicklungspotentiale bestünden. Kirche müsse sich als „Gastgeber“ verstehen. Neben der Kirchraumpädagogik seien die verlässlich geöffneten Kirchen die beste Möglichkeit, Kirche niederschwellig zu erfahren. In Zwickau gebe es eine von Stadt und Kirchgemeinde gemeinsam getragene Stelle an der Katharinenkirche.
Generell wirke außer den Kirchen kaum ein anderer Kulturträger so breit und tief in die ländliche und dörfliche Lebenswirklichkeit.
Aufgrund des Potentials ist die Landeskirche seit Jahresbeginn Mitglied im Landestourismusverband und am 1. Februar 2018 werden auf einem Fachtag in Dresden unterschiedliche Aufgabenfelder und derzeitige Projekte vorgestellt und zukunftsweisend diskutiert.
In den Gesprächsformaten des Tages und in einzelnen Wortbeiträgen fanden mehrfach die Veranstaltungsvielfalt und der engagierte Einsatz von Christen in den Kirchgemeinden anerkennend Erwähnung. Ausstellungen, Vorträge, Feste, Baumpflanzaktionen und sehr persönliche Beiträge vor Ort wurden in ihrem Umfang, in der Außenwirkung und der medialen Wahrnehmung hervorgehoben und gewürdigt.
Auch im abschließenden Podiumsgespräch mit Vertretern der Regionalgruppen in Sachsen wurden die Erfahrungen mit Kooperationspartnern in Politik und Gesellschaft vorgestellt. Häufig seien regionale Aktivitäten im Jahre 2009 entstanden, manchmal zunächst als „Wildwuchs“ unterschiedlicher Akteure, sei später Struktur hineingekommen. Für das Vorhaben ‚Lutherweg in Sachsen‘ übernahm der Tourismusverband Burgen- und Heideland die Projektleitung und in der Oberlausitz sei das Projekt „Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz“ mit mehreren Aktivitäten und Ausstellungen in Görlitz und Zittau das erste gemeinsame Vorhaben der Gesamtregion. Weitere regionale Projektgruppen bildeten sich in den Kirchenbezirken Leisnig-Oschatz im Zusammenwirken mit Leipziger Land, die Stadt Leipzig sowie Zwickau als die zweite vollreformierte Stadt nach Wittenberg mit dem vergebenen Prädikat „Reformatonsstadt“. Neben Ausstellungen und Fachtagungen war sie auch einziger Ort in der Landeskirchenkirche auf dem Europäischen Stationenweg.