Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Zwölf neue Lektorinnen und Lektoren in der Landeskirche


04 März 2018

Die Ausbildung liegt in Verantwortung der Ehrenamtsakademie

MEISSEN - Der Röhrsdorfer Ausbildungskurs für Lektoren und Lektorinnen im Kirchenbezirk Meißen-Großenhain endete am heutigen Sonntag, 4. März, mit einem festlichen Gottesdienst in der Röhrsdorfer Kirche. In ihm überreichte Superintendent Andreas Beuchel den Ehrenamtlichen eine Urkunde, in der ihnen das Landeskirchenamt den Dienst einer Lektorin oder eines Lektors für die Dauer von sechs Jahren überträgt. Sie sind damit befugt, Gottesdienste unter Verwendung einer sogenannten Lesepredigt zu leiten.

In sechs Kurswochenenden haben sich seit dem Herbst 2017 acht Frauen und fünf Männer aus verschiedenen Kirchgemeinden des Kirchenbezirks und darüber hinaus mit der Theorie und Praxis des Gottesdienstes vertraut gemacht. Ziel war es, als Ehrenamtliche unter Verwendung einer Lesepredigt einen Gottesdienste zu leiten.

In der Ausbildung beschäftigten sich die Ehrenamtlichen mit der Geschichte und Struktur des evangelischen Gottesdienstes, übten sich im liturgischen Singen, erwarben grundlegende Kenntnisse in Bibelkunde, trainierten das Sprechen in Kirchenräumen und befassten sich mit der Frage, wie man eine Lesepredigt so bearbeiten kann, dass sie zu einem selbst und der eigenen Gemeinde passt.

Der Kurs unter Leitung von Pfarrerin Dr. Astrid Reglitz und Pfarrer Christoph Rechenberg fand in der Ev.-Luth. St.-Bartholomäus-Kirchgemeinde Röhrsdorf bei Meißen statt sowie an einem Wochenende im Rüstzeitheim Schmannewitz.

Weitere Referentinnen und Referenten der Ausbildung waren Superintendent Beuchel sowie verschiedene Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenbezirks Meißen-Großenhain, Martina Hergt von der Arbeitsstelle Kirchenmusik, die Sprechtrainerin Almut Wünsch, Oberlandeskirchenrat i.R. Dr. Christoph Münchow, Pfarrer Dr. Heiko Franke vom Pastoralkolleg und Pfarrerin Dr. Kathrin Mette von der Ehrenamtsakademie.

Lektorenkurse werden mehrmals pro Jahr in verschiedenen Kirchenbezirken angeboten. Den Inhalt und Umfang dieser Ausbildung verantwortet die Ehrenamtsakademie der sächsischen Landeskirche. Sie unterstützt die Kirchenbezirke zudem in der Organisation der Kurse und bei der Gestaltung der thematischen Einheiten.

Der nächste Ausbildungskurs wird im vogtländischen Plauen stattfinden. Er beginnt Ende Mai. Nähere Informationen zum Kurs unter: www.ehrenamtsakademie-sachsen.de/start/lektoren.html
Neben Prädikanten und Prädikanten sind Lektorinnen und Lektoren die zweite Gruppe von Ehrenamtlichen, die in den Kirchen Gottesdienste leiten. Während Prädikanten das Recht der freien Wortverkündigung haben, benutzen Lektorinnen und Lektoren eine Lesepredigt.

Die Anzahl der gottesdienstleitenden Lektoren und Lektoren in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens ist nicht genau erfasst. Der zweimal im Jahr erscheinende Rundbrief für diese Gruppe von Ehrenamtlichen wird in einer Auflage von 320 Stück gedruckt. Die tatsächliche Anzahl der Lektorinnen und Lektoren dürfte aber deutlich höher sein. 

Lektorinnen und Lektorinnen nach dem Kurs
Lektoren mit den Mentoren nach dem Kurs (Foto: A. Lindackers)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite