Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Zweite Konfiaktion „5.000 Brote“ erbrachte landeskirchenweit rund 13.000 Euro
09 Feb. 2017
Zweite Konfiaktion „5.000 Brote“ erbrachte landeskirchenweit rund 13.000 Euro
Aktion mit Bezug auf die biblische Geschichte von der Speisung der Fünftausend
SACHSEN - Mit den eigenen Händen einen Brotteig kneten, den Duft in einer Backstube genießen und mit Spaß die selber hergestellten Brote verkaufen; das alles erlebten wieder Hunderte sächsische Jugendliche bei der zweiten Auflage „5.000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“. Für die bundesweite Aktion von Erntedank bis zum 1. Advent 2016 hatten sich in der sächsischen Landeskirche knapp 50 Kirchgemeinden angemeldet.
Die Idee war, dass Bäckereien ihre Backstuben für Konfirmanden öffnen. Die Jugendlichen backen dort unter Anleitung erfahrener Bäcker und Bäckerinnen selber Brot und erhalten Einblick in das alte Handwerk. Die Brote werden dann bei Gottesdiensten oder Kirchgemeindeaktionen verkauft und der Erlös kommt Jugendbildungsprojekten des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“ in Ghana, El Salvador und Albanien zugute. Schätzungsweise kamen in Sachsen dabei rund 13.000 Euro zusammen.
Landesjugendpfarrer Tobias Bilz freut sich über den schönen Erfolg und sagt: „Die Aktion kommt bei den Jugendlichen bestens an. Viele finden es spannend, eine Backstube von innen zu sehen. Gleichzeitig merken sie, wieviel Arbeit in einem Brot steckt, wenn sie selbst mit anfassen. Die biblischen Texte, die sich auf Brot beziehen, bekommen dadurch eine neue Bedeutung.
Daneben wird der Gedanke des Teilens gefördert. Die Konfirmanden sind mit Freude dabei, ihre Brote später nach Gottesdiensten oder bei anderen Veranstaltungen ihrer Kirchgemeinden zu verkaufen, um mit dem Erlös für ein wenig mehr Gerechtigkeit in der Welt zu sorgen.“
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die Aktion erstmals 2014 mit dem Evangelischen Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt und dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks ins Leben gerufen. In Sachsen arbeiten Landeskirche und Landesinnungsverband Saxonia des sächsischen Bäckerhandwerks eng zusammen. Landesobermeister Roland Ermer sagt: „Es ist schön zu sehen, dass wir so viele Jugendliche erreichen und für unser traditionsreiches Handwerk begeistern können. Die Aktion vereint auf gelungene Weise praktische Arbeit, Spaß und Engagement für Jugendliche in anderen Teilen der Welt“.
Bundesweit beteiligten sich rund 13.000 Konfirmanden, die über 50.000 Brote herstellten. „Brot für die Welt“ erwartet einen Erlös von bis zu 200.000 Euro. „5.000 Brote“ nimmt Bezug auf die biblische Geschichte von der Speisung der Fünftausend. Die Aktion startet alle zwei Jahre in der Zeit zwischen Erntedank und 1. Advent.
Weitere Informationen, Einblicke und Stimmen zur Aktion: www.5000-brote.de
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.