Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Zum Abschluss der VELKD-Generalsynode


07 Nov. 2022

Beharrliches Engagement für Klimagerechtigkeit fortsetzen

MAGDEBURG - Die 13. Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat in einer Entschließung die Gliedkirchen und Einrichtungen der VELKD gebeten, sich weiter „beharrlich und entschieden” für Klimagerechtigkeit zu engagieren. Die Synode hatte sich bei ihrer heute, Montag, 7. November, in Magdeburg zu Ende gegangenen 3. Tagung unter anderem mit dem Themenimpuls „’Solange die Erde steht …’ (Genesis 8,22) – Gottes und unsere Welt in der Klimakrise” befasst. Der Schwerpunkt lag dabei auf der theologisch-geistlichen Auseinandersetzung mit der Bedrohung durch die Klimaveränderungen.

Angesichts des Ernstes der Lage dankte die Generalsynode den Gemeinden, Einrichtungen, Diensten und Landeskirchen, die sich auf den Weg zu mehr Klimagerechtigkeit gemacht haben. In ihrer Entschließung stellte sie die Bedeutung von christlicher Hoffnung in der globalen Klimakrise heraus und rief zu einer verstärkten theologischen Auseinandersetzung mit biblischen Bildern und Traditionen unter anderem von Schöpfung, Sintflut und Apokalypse auf.

Das Liturgiewissenschaftliche Institut in Leipzig soll nach einem gesonderten Beschluss der Generalsynode in einer Handreichung für Predigerinnen und Prediger „schöpfungstheologische Perspektiven” auf Predigttexte aufzeigen. Als Teil der weltweiten lutherischen Gemeinschaft solle sich die VELKD an Diskussionen um Konzepte der Öko-Theologie beteiligen und dabei von den ökumenischen Partnern lernen, so die Generalsynode. Das Leitungsorgan will den Austausch über den Umgang mit der Klimakrise im Rahmen eines Thementages im Laufe des Jahres 2023 fortsetzen.

Die Generalsynode drückte ihren Dank an die osteuropäischen Partnerkirchen der VELKD für die humanitäre Hilfe für Opfer des Krieges Russlands gegen die Ukraine aus. Einen entsprechenden Brief an die lutherischen Schwesterkirchen sollen der Leitende Bischof der VELKD, Ralf Meister, und der Präsident der Generalsynode, Dr. Matthias Kannengießer, senden. Mit Blick auf den Anstieg der Energie- und Lebenshaltungskosten soll die VELKD laut dem Beschluss zusätzliche finanzielle Unterstützung für die osteuropäischen Partnerkirchen zur Verfügung stellen.

Ferner verabschiedete die Generalsynode den Doppelhaushalt der VELKD für die Jahre 2023/2024. Der Zusammenschluss von sieben lutherischen Landeskirchen wirtschaftet in den kommenden beiden Jahren mit einem Haushaltsvolumen von jeweils rund 6 Mio. Euro. Für den Jahresabschluss 2021 erteilte die Generalsynode der Kirchenleitung, dem Amtsbereich und den Einrichtungen der VELKD Entlastung.

Die 3. Tagung der 13. Generalsynode hat vom 4. bis 7. November 2022 in Magdeburg in Verbindung mit der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) stattgefunden.
Fortgeführt wird die Tagung der EKD bis zum 9. November in Magdeburg. Sie debattierte u.a. über die Weiterentwicklung friedensethischer Fragen auch angesichts des Kriegs in der Ukraine. Nach der Grundordnung der EKD besteht die 13. Synode aus 128 Mitgliedern. Zu den Aufgaben der Synode zählen die Erarbeitung von Kundgebungen und Beschlüssen zu Fragen der Zeit sowie die Begleitung der Arbeit des Rates der EKD durch Richtlinien.

Weitere Informationen über die Tagungen:

www.velkd.de/13-generalsynode

https://www.ekd.de/livestream-synode2022-75411.htm

Vertreterinnen und Vertreter aus Sachsen auf den EKD/VELKD-Synoden in Magdeburg. (v.o.l. Henriette Greulich, OLKR Thilo Daniel, Sup. Dr. Olaf Richter; v.u.l. Pfarrer Falk Klemm, OLKKin Dr. Jördis Bürger, Theresa Lange, Landesbischof Tobias Bilz)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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