Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Zukunftswerkstatt Gemeindepädagogik


30 Jan. 2023

Auftakt mit Leitfragen und Visionen zur gemeindepädagogischen Praxis

MORITZBURG - Das Jahr 2023 steht ganz im Zeichen der Gemeindepädagogik. So nahm am 26. Januar im Theologisch-Pädagogischen Instituts (TPI) in Moritzburg die „Zukunftswerkstatt Gemeindepädagogik“ ihre Arbeit auf. Die Weiterarbeit wird im Laufe des Jahres fortgesetzt und soll vertieft werden.

Für Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz sei „die gemeindepädagogische Praxis unserer Landeskirche ein zentrales Arbeitsfeld des kirchlichen Lebens mit hoher Vitalität und Vielfalt“. Jedoch brauche es „eine erneute Verständigung zu Auftrag und Selbstverständnis der Gemeindepädagogik“. Dabei gehe es grundsätzlich um die Leitfragen: „Was wollen wir? Was können wir? Wie setzen wir das um?“

Nicht zuletzt stünde für 2023 die Neuakkreditierung des B.A.-Studiengangs Ev. Religions- und Gemeindepädagogik an der Ev. Hochschule am Campus Moritzburg an sowie die Weiterentwicklung der Gemeindepädagogen-Ordnung und die Überarbeitung der Kriterien für die Stellenplanung, so der für Bildungsfragen zuständige Dezernent im Landeskirchenamt.

Den Auftakt des gemeinsamen Denkens und Reflektierens bildete nun die Zukunftswerkstatt in Moritzburg, zu der aus allen Kirchenbezirken mehr als 30 Hauptamtliche und Fachberaterinnen und Fachberater der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien kamen. Vertreter der Evangelischen Hochschule und des TPI trugen in Arbeitsgruppen ihre Vision von Gemeindepädagogik zusammen.

So wurden beispielsweise in Mindmaps und Grafiken Zukunftsbilder der Gemeindepädagogik entworfen. Deutlich wurden beim gemeinsamen Arbeiten das Potential und die Expertise der Arbeitsstellen Kinder-Jugend-Bildung, der Gemeindepädagoginnen und -pädagogen, sowie der Ausbildungs- und Fortbildungseinrichtungen in der Landeskirche.

Benannt wurden aber auch die Faktoren, die der Umsetzung solcher Visionen entgegenstehen. Bei der Aufzählung der Problemlagen solle es nach Ansicht der Organisatoren jedoch nicht bleiben. In den vier klassischen Schritten einer Zukunftswerkstatt werde eine 12-köpfige Gruppe genau analysieren, systematisieren, und konkrete Lösungsansätze entwerfen, beschreibt die Bildungsreferentin Dr. Peggy Renger-Berka den weiteren Weg. Für Frühjahr 2024 sei eine Abschlussveranstaltung geplant.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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