Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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‚Woche der Brüderlichkeit‘ vom 11. bis 18. März


10 März 2018

„Angst überwinden – Brücken bauen“

RECKLINGHAUSEN – Mit einer Zentralen Eröffnungsfeier im westfälischen Recklinghausen am 11. März wird die diesjährige deutschlandweit begangene ‚Woche der Brüderlichkeit‘ eröffnet. Das Motto „Angst überwinden – Brücken bauen“ greift die aktuellen, begründeten und diffusen Bedrohungen und Ängste in der Gesellschaft auf, geht ihnen nach, hinterfragt sie und stellt beispielhaft Modelle vor, durch die Angst überwunden, Brücken gebaut und Begegnungen vorangetrieben werden können.

Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR) vorbereitet und verantwortet die zentralen Veranstaltungen. Mit über 80 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit setzt er sich ein für die Verständigung zwischen Christen und Juden, den Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus sowie für ein friedliches Zusammenleben der Völker und Religionen.

Woche der Brüderlichkeit in Sachsen

LEIPZIG | DRESDEN - Die Gesellschaften der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit in Sachsen beteiligen sich auch an der Woche der Brüderlichkeit. So findet in der Leipziger Nikolaikirche das Friedensgebet am Montag, 12. März, um 17:00 Uhr im Gedenken an die ermordeten Ján Kuciak, Martina Kusnirova (Slowakei) und Daphne Caruana Galizia (Malta) statt. Um 18:00 Uhr gibt es ein Marimbaphon-Konzert mit Alex Jacobowitz in der Aula der Alten Nikolaischule. Am kommenden Donnerstag, 15. März, um 19:00 Uhr wird im Georg-Siegfried-Schmutzler-Haus (Alfred-Kästner-Straße 11), dem Treffpunkt der Evangelischen Studierendengemeinde, Doru Constantin Doroftei über das Thema „Juden in Rumänien – Europäische Kontexte“ sprechen.

In Dresden findet in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden, dem Kathedralforum und dem Staatsschauspiel Dresden am 18. März um 18:00 Uhr im Staatsschauspiel (Theaterstraße 2) ein Schauspiel mit anschließender Diskussion zu den ‚Zehn Geboten‘ statt. Ausführende sind Dresdner Bürgerinnen und Bürger, Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles nach DEKALOG von Krzysztof Kieślowski und Krzysztof Piesiewicz, bearbeitet für die Bühne von Nuran David Calis und David Benjamin Brückel. 1989 drehte der polnische Autorenfilmer K. Kieślowski seinen legendären Filmzyklus DEKALOG. Jeder einzelne Film bezieht sich assoziativ auf eines der zehn alttestamentlichen Gebote. Im Anschluss an die Aufführung werden diskutieren Bischof Heinrich Timmerevers (Bistum Dresden-Meißen) und der Dramaturg D.B. Brückel über die Herausforderungen bei der Inszenierung, Lösungsansätze, die sich aus dem Stück für die „unruhigen Zeiten“ ergeben sowie die Brücke zwischen dem biblischen Dekalog und seiner Bedeutung für heute.

Die Reihe ‚Gott und die Welt‘ der Volkshochschule Dresden (Annenstraße 10) lädt am 22. März, 19. April und 17. Mai, jeweils um 19:00 Uhr zu Gesprächsabenden mit einer Christin und einem nicht religiösen Juden ein. Sie greifen u.a. Fragen der Teilnehmenden und Antworten im Judentum und des Christentums auf, zu Formen der Lebensgestaltung und Lebenseinstellung sowie zu aktuellen Herausforderungen. Die Reihe ist eine Kooperation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden, e.V. und der Volkshochschule Dresden e.V..

Woche der Brüderlichkeit

Seit 1952 veranstalten die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im März eines jeden Jahres die Woche der Brüderlichkeit. In allen Teilen des Landes werden aus diesem Anlass Veranstaltungen durchgeführt, um auf die Zielsetzung der Gesellschaften und auf ihr jeweiliges Jahresthema hinzuweisen. Im Rahmen der zentralen Eröffnungsfeier wird die Buber-Rosenzweig-Medaille an Persönlichkeiten und/oder Organisationen verliehen, die sich im christlich-jüdischen Dialog außerordentliche Verdienste erworben haben. Mit einer Sondersendung wird über die Eröffnungsfeier wechselnd in ZDF und ARD berichtet.

Woche der Brüderlichkeit 2018

Woche der Brüderlichkeit
Woche der Brüderlichkeit 2018

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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