Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Wissenschafts-Symposium zu 25 Jahren Sächsisches Gesetz über Schulen in freier Trägerschaft


08 März 2017

Mit den Professoren Di Fabio, Hufen, Wegricht und Landtagspräsident Rößler

LEIPZIG - Zu einem hochkarätig besetzten Wissenschaftlichen Symposium wird aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Sächsischen Gesetzes über Schulen in freier Trägerschaft am Freitag, dem 10. März, von 10:00 |15:00 bis 17:00 Uhr, in die Alte Börse nach Leipzig eingeladen. Auf der Tagung werden sprechen: Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler und die ehemaligen Bürgerrechtler Martin Böttger und Elke Urban, Schulgründerin und ehemalige Leiterin des Leipziger Schulmuseums. Außerdem die Professoren Udo Di Fabio von der Universität Bonn, Jörg Ennuschat von der Ruhr-Universität Bochum, Friedhelm Hufen von der Universität Mainz sowie Christiane Wegricht von der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Wiesbaden.

In den Tag einführen werden Ordinariatsrat Wilfried Lenssen vom Bistum Dresden-Meißen, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände von Schulen in freier Trägerschaft in Sachsen, Prof. Dirk Randoll von der Software AG-Stiftung und Prof. Wolfram Cremer von der Ruhr-Universität Bochum. Die Moderation des Nachmittags übernimmt Rechtsanwalt Ingo Krampen.

Die Verfassung des Freistaats Sachsen vom 27. Mai 1992 ist mit ihrem Artikel 102 innerhalb der Verfassungen der deutschen Bundesländer einzigartig: Indem dieser die Gleichrangigkeit von Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft sowie den vollen Ausgleich bei Verzicht auf die Schulgelderhebung anordnet, geht er deutlich über die im Grundgesetz dazu verankerten Garantien hinaus.

Das Symposium wird den Fragen nachgehen, wie die „Mütter und Väter“ der Sächsischen Verfassung zu diesem „Schulartikel“ kamen, wie ihre Vorgaben in ein Gesetz umzusetzen und welche Anforderungen an das Procedere der Ersatzschulfinanzierung zu stellen sind.

Dazu sind als Themen unter anderem ein Vergleich der Rechte der Freien Schulen aus Artikel 7 Absatz 4 Grundgesetz und aus Artikel 102 der Sächsischen Verfassung von Prof. Di Fabio vorgesehen sowie ein Referat von Prof. Hufen über die neue sächsische Praxis seit dem Urteil des Sächsischen Verfassungsgerichtshofs vom November 2013 und dem neuen Sächsischen Gesetz über Schulen in freier Trägerschaft vom Juli 2015.

Veranstalter des Symposiums sind die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände von Schulen in freier Trägerschaft in Sachsen, das Institut für Bildungsrecht und Bildungsforschung e.V. 1-  An-Institut an der Ruhr-Universität Bochum - sowie die Software AG-Stiftung.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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