Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Wir werden euch nicht vergessen


06 Dez. 2023

In der Matthäuskirche brannten 33 Kerzen für die Verstorbenen

DRESDEN - In der Dresdner Matthäuskirche wurde am 1. Dezember Bediensteten der Landes- und Bundespolizei gedacht, die in den vergangenen zwölf Monaten verstorben sind: 33 Frauen und Männer zwischen 23 und 62 Jahren – alle waren noch im aktiven Dienst- beziehungsweise Beschäftigungsverhältnis.

»Dieser Dienst galt den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, unserem Gemeinwesen und dem Freistaat Sachsen«, würdigte Innenminister Armin Schuster. »Wir werden das Andenken dieser Frauen und Männer stets bewahren, weil Polizei auch Familie ist. In der Polizei wird niemand vergessen.« Im Namen der sächsischen Staatsregierung drückte er sein Beileid aus.

Staatsminister Armin Schuster würdigte in einer Rede die verstorbenen Polizei-Angehörigen. Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa verlas die Namen der 26 verstorbenen Kolleginnen und Kollegen der sächsischen Polizei. Für jede und jeden von ihnen wurde bei dem ökumenischen Gottesdienst eine Gedenkkerze angezündet. Ebenso für die sieben verstorbenen Bediensteten der Bundespolizeidirektion Pirna. Deren Namen verlas André Hesse, Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna.

Neben Angehörigen sowie Kolleginnen und Kollegen waren auch die Leiter der Dienststellen und Einrichtungen der sächsischen Polizei beziehungsweise deren Vertreter anwesend. Von Seiten des Innenministeriums nahm auch Inspekteur der Polizei Petric Kleine teil. Der Gottesdienst war von den Polizeiseelsorgerinnen und -seelsorgern vorbereitet worden.

Benjamin Braun (PD Zwickau), Dominikus Goth (PD Chemnitz), Matthias Große (PD Dresden), Wolfram Schmidt (BuPol Pirna) und Anne Straßberger (PD Zwickau) führten gemeinsam mit dem Saxophon-Quartett des Polizeiorchesters Sachsen und Kantor Tobias Braun an der Orgel durch die Zeremonie.

In seiner Predigt rief Pfarrer Matthias Große eine Erfahrung in Erinnerung, die Menschen durch alle Zeit hindurch in Trauer und Ohnmacht getröstet und aufgerichtet hat. »Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als wir mit unseren Augen sehen, mit unseren Ohren hören oder mit unserem Verstand begreifen können.«

Die Polizei erinnert traditionell mit einem Gottesdienst an ihre im Laufe des vergangenen Jahres verstorbenen Bediensteten. Das Entzünden der Kerzen hat eine besondere Symbolkraft. Es soll verdeutlichen, dass das Licht der verstorbenen Kollegin oder des verstorbenen Kollegen immer noch leuchtet. Sie sind unvergessen.

»Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch gar nicht versuchen; man muss es einfach aushalten und durchhalten.« (Dietrich Bonhoeffer, Theologe)

(Fotos: ©Polizei Sachsen/Philipp Thomas)
Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa beim Verlesen der Namen
Polizeiseelsorger Matthias Große: »Wir spüren Verlust, Hilflosigkeit, vielleicht sogar Ohnmacht.«

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite