Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Wichern-Adventskranz für Sozialministerium


30 Nov. 2018

Ein Licht für jeden einzelnen Tag vor Beginn der Weihnachtszeit

DRESDEN - Einen Wichern-Adventskranz hat am 30. November Barbara Klepsch, Sächsisches Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, von Diakonie-Chef Dietrich Bauer erhalten. Der Adventskranz soll im Ministerium für vorweihnachtliche Stimmung sorgen und auf das Weihnachtsfest vorbereiten.

„Das Erbe Wicherns bleibt für die Diakonie aktuell – es ist für uns als großer evangelischer Wohlfahrtsverband ein Ansporn, für eine gerechte und solidarische Gesellschaft einzutreten und mit unseren Angeboten Menschen in Not beizustehen“, so Bauer bei der Kranzübergabe.

»Ich freue mich sehr, dass die Diakonie als ein wichtiger Partner des Ministeriums mit dieser schönen Geste das Erbe Wicherns in unser Haus trägt«, betont Sozialministerin Barbara Klepsch.

Die Kinder der Integrativen Kita der evangelischen Behindertenhilfe e.V. begleiteten die Übergabe mit einem kleinen musikalischen Programm.

Der Adventskranz ist eine Erfindung aus der Diakonie und ist eigentlich ein Adventskalender. Urheber ist Johann Hinrich Wichern (1808-1881), einer der Gründerväter der Diakonie in Deutschland. Wichern war zu seiner Zeit ein Vorreiter in der sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. 1839 suchte der Leiter des Hamburger „Rauhen Hauses“, einem Rettungshaus für elternlose Kinder und Jugendliche, eine Antwort auf die alle Jahre wiederkehrende Frage seiner Kinder: Wie lange ist es noch bis Weihnachten?  

Er stellte im Andachtsraum ein hölzernes Wagenrad mit Lichtern für jeden einzelnen Tag der Vorweihnachtszeit auf: kleine rote Kerzen für die Werktage und große weiße Kerzen für die Adventssonntage. Jeden Tag zündete er zusammen mit den Kindern und Jugendlichen eine neue Kerze an. So konnten sie sehen, wie Weihnachten täglich ein Stück näher rückte - bis am 24. Dezember der ganze Kranz erstrahlte. 

 Später wurde dieser Holzkranz mit Tannengrün geschmückt. Beim heutigen Adventskranz sind nur noch die vier großen Kerzen für die Adventssonntage übrig geblieben. Der heute übergebene Adventskranz ist aus tannengrünumwundenem Holz und wurde in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Hagenow (Mecklenburg-Vorpommern) gefertigt.

Diakonie Sachsen

Diakonie-Chef Dietrich Bauer und Staatministerin Barbara Klepsch
Diakonie-Chef Dietrich Bauer und Staatministerin Barbara Klepsch

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite