Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Weltweiter Gedenktag für verstorbene Kinder
11 Dez. 2020
Worldwide Candle Lighting am 13. Dezember in Sachsen
DRESDEN - Jedes Jahr stellen Betroffene rund um die Welt am zweiten Sonntag im Dezember 19:00 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster. Anlass ist der Gedenktag für verstorbene Kinder (Worldwide Candle Lighting), der in diesem Jahr auf den 13. Dezember fällt. Wenn die Kerzen in einer Zeitzone niederbrennen, werden in der nächsten neue entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden den ganzen Erdball umringt. Die Idee geht auf eine Vereinigung verwaister Eltern und ihrer Angehörigen in den USA, den "Compassionate Friends" zurück, die diese Initiative 1996 ins Leben riefen.
Für einige Familien ist besonders die Advents- und Weihnachtszeit mit Schmerz und Verzweiflung verbunden. Eine geliebte Tochter, ein geliebter Sohn, Bruder oder Schwester, Enkelkind, Freund oder Freundin fehlen. Kinder, die viel zu früh verstorben sind, hinterlassen eine Lücke in der Familie und im Verwandten- und Freundeskreis. Und es ist ganz gleich, wie lange der Tod des Kindes zurückliegt oder wie alt das Kind war. Jährlich betrifft es tausende Kinder, die infolge einer Krankheit, vor oder während der Geburt, durch Unfall, Suizid oder ein Gewaltverbrechen versterben.
An verschiedenen Orten Sachsens sind Angehörige und Freunde am 13. Dezember zu Gottesdiensten und Andachten eingeladen. Von Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Dresden und Leipzig aus werden Veranstaltungen meist am Nachmittag oder Abend angeboten.
In Dresden wird in der Kreuzkirche bereits zur Gebetszeit am Sonntagmittag um 12:00 Uhr eine Andacht abgehalten.
In der Chemnitzer Jugendkirche St. Johannis (Theresenstraße 2) wird um 15:00 Uhr eine Gedenkfeier zum Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Dazu lädt der Hospiz- und Palliativdienst Chemnitz e.V. ein.
In Leipzig bietet seit vielen Jahren ein Initiativkreis von engagierten Vereinen und Verbänden (u.a. der Caritasverband) den Familien von verstorbenen Kindern einen Raum des Zusammenkommens und Zeit für Trauer im Gedenken an die verstorbenen Kinder. In der Nikolaikirche können zwischen 18:00 und 19:00 Uhr Angehörige und Freunde eine Kerze anzuzünden. Unter musikalischer Begleitung kann nach dem etwa zehnminütigem Wandeln durch die Kirche für jedes Kind eine Kerze die Altarstufen erleuchten. Alle Betroffenen sind dazu eingeladen - unabhängig von Konfessions- oder Religionszugehörigkeit, Alter oder Herkunft.
Im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz wird zum diesjährigen Weltgedenktag um 18:30 Uhr zu einer digitalen Gedenkfeier auf dem YouTube Kanal des Hauses der Hoffnung in Annaberg-Buchholz statt. Eingeladen vom Malteser Hospizdienst und der Ev.-Luth. Kirchgemeinde sind Eltern, Geschwister, Großeltern, Paten, Freunde und Freundinnen, Schulkameraden und Menschen in betreuenden Berufen, die um ein Kind trauern. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt das Kind geworden ist, ob es im Mutterleib verstarb oder Eltern um ein bereits erwachsenes Kind trauen.
Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland: https://www.veid.de/
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.