Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Sächsische Kirchgemeinden feiern Weltgebetstag


27 Feb. 2026

Gottesdienste mit Liedern, Texten und Speisen aus Nigeria

DRESDEN – Am Freitag, dem 6. März 2026, und dem darauffolgenden Wochenende feiern viele Kirchgemeinden in Sachsen den Weltgebetstag. Die Gottesdienste zum Weltgebetstag stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last.“ Sie werden nach einer Liturgie gefeiert, die Christinnen aus Nigeria erarbeitet haben. Im Fokus der Gottesdienste steht die Einladung aus Matthäus 11,28-30. „In einer Zeit, in der Menschen auf der ganzen Welt schwere Lasten zu tragen haben, bieten unsere nigerianischen Schwestern tiefgründige Erkenntnisse darüber, wie man in Gott Ruhe und Erholung findet“, schreibt Katie Reimer, Geschäftsführerin des Internationalen Weltgebetstagskomitees.

Die Lebenssituation und die Traditionen der nigerianischen Christinnen stehen im Mittelpunkt der Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag, zu denen meist auch Informationen zum Land und eine Verkostung landestypischer Speisen gehören.

In den Gemeinden der sächsischen Landeskirche werden die Gottesdienste zum Weltgebetstag meist durch engagierte Frauen vor Ort vorbereitet und organisiert. Diese werden durch die Frauenarbeit der Landeskirche mit Materialien unterstützt und in der Vorbereitung begleitet.

»Im Gottesdienst erfahren wir über die Lasten der Frauen aus Nigeria und das, was sie in ihrem Glauben trägt und ihnen Hoffnung schenkt«, sagt Peggy Rühle, Mitarbeiterin der sächsischen Frauenarbeit. »In Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten berichten die Frauen vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.«

Ausgewählte Gottesdienste in Sachsen

In ganz Sachsen finden am Nachmittag und Abend des 6. März und zum Teil auch noch am Wochenende Veranstaltungen und Gottesdienste zum Weltgebetstag statt. Eine Übersicht über alle Veranstaltungen findet sich im Kalender der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.

In Dresden lädt die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Blasewitz gemeinsam mit der katholischen und der methodistischen Gemeinde zu einem Ökumenischen Weltgebetstagsgottesdienst am 6. März um 19:00 Uhr in die Methodistische Zionskirche (Augsburger Straße 59) ein. Mit einem Ökumenischen Gottesdienst und einem anschließenden Essen feiern auch die Laurentiuskirchgemeinde Dresden-Neustadt und die katholische Gemeinde St. Martin um 19:00 Uhr den Weltgebetstag im Gemeindehaus St. Martin (Stauffenbergallee 9). In Dresden-Löbtau wird der Weltgebetstag ebenfalls ökumenisch gestaltet: In der Katholischen Kirche Sankt Antonius Dresden-Löbtau wird um 17:00 Uhr zu einer Ländervorstellung und 18:30 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Auch mehrere Dresdner Innenstadtgemeinden verschiedener Konfessionen feiern den Weltgebetstag gemeinsam. Es beginnt 17:00 Uhr mit einer Länderinformation, Imbiss und Tänzen im Johanneshaus (Haydnstr. 23) und wird um 19:00 Uhr mit einem Gottesdienst mit der Lukas-Band in der Herz-Jesu-Kirche (Borsbergstr. 15) fortgesetzt. Besondere Akzente setzen landestypische Tänze unter Anleitung einer Tanzpädagogin sowie die Live-Musik der Lukas-Band. In Dresden-Klotzsche wird gleich zweimal zu Weltgebetstagsgottesdiensten eingeladen. Am 6. März findet um 19:00 Uhr im Gemeindehaus Alte Post ein Gottesdienst mit Gospelchor und nigerianischen Köstlichkeiten statt und am Sonntag, 8. März, wird nochmals zu einem Familiengottesdienst um 10:00 Uhr mit Gospelchor, Spielen und Verkosten eingeladen. Auch in der Jakobikirchgemeinde kann der Weltgebetstag zweimal gefeiert werden: Am 6. März um 18:00 Uhr wird in die St. Pauluskirche (Bernhardstraße 42) zu einer Weltgebetstagsandacht mit Informationen über Nigeria und einem landestypischen Imbiss und am 8. März um 11:00 Uhr ins Gemeindehaus Coschütz zu einem Gottesdienst mit anschließendem Imbiss eingeladen.

In Leipzig wird bereits am Nachmittag zu ersten Weltgebetstagsfeiern eingeladen. So finden im Kirchgemeindesaal Leipzig-Lößnig um 15:00 Uhr, in der Pauluskirche Leipzig-Grünau um 15:30 Uhr und in der Kirche Baalsdorf um 16:00 Uhr Gottesdienste statt. Zu einem Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag wird um 17:00 Uhr in die Gedächtniskirche Leipzig-Schönefeld eingeladen. Anschließend gibt es landestypisches Essen in der katholischen Gemeinde (Ossietzkystr. 60). Um 18:00 Uhr beginnen Weltgebetstagsfeiern u.a. in der Hoffnungskirche Knauthain, in der Krypta der Heilig-Kreuz-Kirche Leipzig, im Ev. Kindergarten Zwenkau, im Gemeindesaal der Kirche Sommerfeld, Dietrich-Bonhoeffer-Haus Gohlis, in der Gustav-Adolf-Kirche Lindenthal und im Gemeindehaus Volkmarsdorf. Im Gemeindezentrum Westkreuz wird um 19:00 Uhr zum Gottesdienst zum Weltgebetstag eingeladen und in der Kirche Hohenheida findet die Weltgebetstagsfeier am Samstag, 7. März, um 15:00 Uhr statt.

In Chemnitz findet im Gemeindehaus der St.-Nikolai-Thomas-Kirchgemeinde am 6. März um 17:00 Uhr ein Weltgebetstagsgottesdienst mit Kindergottesdienst statt. Der Frauenkreis der St. Matthäuskirchgemeinde lädt zur selben Zeit zur Feier des Weltgebetstages in die St. Matthäuskirche (Zinzendorfstraße) ein. Um 19.30 Uhr wird der Weltgebetstag dann im evangelischen Kirchgemeindehaus in Burgstädt gefeiert.

Die Freiberger Domgemeinde lädt am 6. März zu zwei Weltgebetstagsfeiern ein: Um 18:00 Uhr findet eine Feier im Gemeindesaal Großschirma
statt und um 19:00 Uhr ein Gottesdienst in der Friedenskirche (Talstraße 15) in Freiberg, wo man im Anschluss nach dem Gottesdienst bei einem nigerianischen Imbiss mit Frauen aus Nigeria ins Gespräch kommen kann.

In Ostsachsen wird zu Weltgebetstagsgottesdiensten um 18:00 Uhr in der Kirche Bischdorf sowie um 19:00 Uhr im Lutherhof Neugersdorf, im Pfarrhaus in Eibau, in Löbau (Diakonatssaal), Ruppersdorf, Leutersdorf und Sohland eingeladen. Am Sonntag, 8. März, sind dann Familien zum Weltgebetstagsgottesdienst um 10.00 Uhr ins Pfarrhaus Seifhennersdorf eingeladen.

Hintergrund zum Weltgebetstagsland Nigeria

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der »afrikanische Riese« über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlichen Süden. Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3% sind über 65 Jahre alt. Dank der Öl-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.

In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen. Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram verbreiten Angst und Schrecken. Die korrupten Regierungen kommen weder dagegen an, noch sorgen sie für verlässliche Infrastruktur. Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen all dieser Katastrophen.

Hintergrund zum Weltgebetstag

Der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. Immer am ersten Freitag im März wird unter dem großen Motto »Informiert beten – betend handeln« in über 150 Ländern der Erde der Weltgebetstag der Frauen ökumenisch gefeiert. Seit Jahrzehnten verbindet er auch deutschlandweit Christinnen und Christen in Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Die Weltgebetstagsorganisation sowie das Weltgebetstagskomitee Deutschland unterstützen weltweit viele Projekte und Kampagnen.

Informationen zum diesjährigen Weltgebetstag und Länderinformationen zu Nigeria befinden sich auf der Webseite zum Weltgebetstag.

»Rest for the Weary« von der Künstlerin Gift Amarachi Ottah © 2024 World Day of Prayer International Committee, Inc.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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