Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Weltausstellung Reformation in Wittenberg beendet


10 Sept. 2017

Aufbruchgottesdienst am Vormittag und Abendsegen auf dem Marktplatz

 WITTENBERG (EKM) - Mit dem Abendsegen auf dem Marktplatz in Lutherstadt Wittenberg ging am 10. September der letzte Tag der Weltausstellung Reformation zu Ende. Gestartet wurde in diesen Tag mit einem Aufbruchgottesdienst, den open-air auf dem Marktplatz über 2.000 Menschen miteinander gefeiert haben. Margot Käßmann betonte in ihrer Predigt, der Reformationssommer 2017 sei ein Aufbruchssignal für die Kirche. Die Weltausstellung Reformation habe viele Impulse für die Erneuerung von Kirche und Gesellschaft gegeben, freute sich die Reformationsbotschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD):

„Angst vor Veränderungen muss nach diesem Sommer niemand haben.“ „2017 haben wir nicht deutsch-national gefeiert, sondern international, ökumenisch und auf Zukunft gerichtet“, fasste sie die 16 Wochen Weltausstellung seit dem 20. Mai zusammen: „In einer Zeit, in der so manche in Europa, den USA und andernorts Nationalismus aus der Mottenkiste der Geschichte holen wollen, sagen wir: Nein! Wir sind eine Kirche über nationale Grenzen hinweg.“

Das letzte Wochenende der Weltausstellung Reformation brachte noch einmal viele Besucher in die Lutherstadt an der Elbe. Insgesamt seien damit rund 500.000 Tickets seit der Eröffnung des ersten Pavillons im Oktober 2016 verkauft worden, fasst Geschäftsführer Ulrich Schneider zusammen:

Kombi-Tickets für die gesamte Weltausstellung, Tickets für einzelne Teile der Open-Air-Ausstellung wie etwa das asisi Panorama LUTHER 1517, die Ausstellung Luther und Avantgarde, den Bibelturm am Hauptbahnhof oder die 46 großen Konzerte auf der Schlosswiese. Da weite Teile der Weltausstellung Reformation ohne Ticket zugänglich waren, muss in der Zeit zwischen 20. Mai und 10. September mit einer erheblich größeren Besucherzahl gerechnet werden, als die in dem Zeitraum verkauften Tickets zählen lassen.

 Die Weltausstellung in Lutherstadt Wittenberg habe Räume eröffnet für Fragen, für neues Denken, für Spiritualität, Schweigen, Gottesdienst und Debatte, erläuterte Margot Käßmann in ihrer Predigt. So Vieles habe die Zeit an dem Ort Martin Luthers geprägt: „Das waren Begegnungen mit Menschen. Aber es waren auch Gottesbegegnungen“. Und sie weiß: „Wer das miterlebt hat, war begeistert.“

r2017.org

Bild: Riesenrad vor der Kulisse der Wittenberger Stadtkirche (r2017 Foto ©Martin Jenichen
Riesenrad vor der Kulisse der Wittenberger Stadtkirche

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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