Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Gemeinsame Weiterbildung im Antragsbasierten Fundraising


26 März 2026

Über den Tellerrand geschaut: Neue Perspektiven

DRESDEN | HANNOVER - Ende Februar 2026 brachen drei hauptamtliche Mitarbeitende aus Sachsen nach Hannover auf, um bei der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers an der dreitägigen Weiterbildung »Antragsbasiertes Fundraising« (Generierung von Fördermitteln) teilzunehmen. Für die Landeskirche Hannovers war es der fünfte praxisorientierte Grundkurs dieser Art, der seit 2023 aufgrund steigender Nachfrage ein- bis zweimal jährlich angeboten wird. Seit Kurs Nr. 2 im Jahr 2024 kooperieren beide Landeskirchen bei diesem Weiterbildungsformat. Die sächsische Landeskirche konnte bislang zwölf hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Werken und Einrichtungen, aus Kirchenbezirken und aus großen Struktureinheiten zu diesem Kurs nach Hannover entsenden.

Eine Fortsetzung dieser gegenseitig bereichernden Kooperation zwischen den beiden Landeskirchen ist geplant und wird durch einen Besuch der Referenten/Kursleitung dieses Weiterbildungsformats in Dresden noch in diesem Jahr bekräftigt.

Gemeinsam mit weiteren 13 Teilnehmern aus der Landeskirche Hannovers bot sich den zwei sächsischen Verwaltungsmitarbeiterinnen und dem Verwaltungsmitarbeiter aus den Kirchspielen Nossener Land und Muldental und dem Kirchgemeindebund Freiberg eine bunte Vielfalt an Motivation und Tätigkeitsbereichen in Haupt- und Ehrenamt unter allen Teilnehmenden dieses Kurses. Neben Pfarrern nahmen auch Mitglieder aus Kirchenvorständen daran teil und repräsentierten ein hochmotiviertes und engagiertes Ehrenamt. Diese wahrgenommene Vielfalt habe bleibenden Eindruck hinterlassen, sind sich die sächsischen Teilnehmenden einig.

Gruppenarbeiten und Pausengespräche luden zum regen Austausch in vertrauensvoller Atmosphäre ein. Das umfangreiche, bis in den Abend reichende Programm empfanden die Sachsen in einem professionellen Arbeits- und Lernklima umgesetzt. Teamgeistfördernde Spiele und Begegnungen am Abend rundeten das interessante Programm des Tages ab.

Ein Problembaum als Analysewerkzeug

Bevor Fördermittel recherchiert und später bestenfalls generiert werden können, ist zunächst die Analyse des Problems wichtig. Was ist Ursache, was ist (Aus)Wirkung dieses Problems? Die bildliche Darstellung eines Problembaums verhilft dem zu bildenden Projektteam, Ursachen und Auswirkungen voneinander abzugrenzen und daraus nützliche, hilfreiche Argumentationen, Begründungen und Formulierungen für eine in jedem Fall geforderte Projektbeschreibung, die in aller Regel zeichenmäßig limitiert ist, »auf den Punkt zu bringen« – kurz und knackig. Der Problembaum veranschaulicht den »Steinbruch« an (zu-) treffenden Formulierungen für die kurze Projektskizze und die ausführlichere Projektbeschreibung.

Förderer wollen fördern

Es gibt viele Fördermitteltöpfe und Stiftungen, die gern bei Projekten unterstützen wollen und können. Es ist auch möglich, dass mehrere Fördertöpfe für ein Projekt angezapft werden können. Vorab gilt es jedoch zu prüfen, ob recherchierte Fördermittel miteinander kombinierbar oder auch kumulierbar sind. Oftmals ist das »Zünglein an der Waage« der persönliche Kontakt zu den Förderern. 

Weiterbildungsangebot ist nachgefragt

In diesem Jahr bietet die Landeskirche Hannovers einen weiteren Kurs im »Antragsbasierten Fundraising« an, zu dem wiederum drei hauptamtliche Mitarbeitende aus der sächsischen Landeskirche entsendet werden können. Die in Sachsen besonders angesprochenen Zielgruppen sind weiterhin die Berufsgruppe der leitenden Verwaltungsmitarbeitenden sowie thematisch mit der Generierung und Bewirtschaftung von Fördermitteln befasste hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den größer werdenden Struktureinheiten der sächsischen Landeskirche.

Zum Artikel vom 28. Februar 2025 (Weiterbildung Vorjahr)

Zur Fördermittel-Datenbank der EVLKS

Der Projekt-Check: Projekt »von hinten« und vor allem bis zum Abschluss denken: Berichte, Einzelnachweise, Fotos, Logos…
Problembaum »öffentlich zugängliches WC für Friedhofsbesucher«

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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