Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Weihnachten und die Tage zwischen den Jahren


24 Dez. 2017

1. Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember

DRESDEN - Nicht nur im Erzgebirge beginnt das Weihnachtsfest traditionell mit den Frühmetten am 1. Weihnachtsfeiertag des 25. Dezember. Die frühesten beginnen um 5:00 Uhr, beispielsweise in der Martin-Luther-Kirche in Annaberg-Buchholz, in der St.-Johanniskirche in Scheibenberg und in der St.-Nicolaikirche in Aue. Eine Stunde später werden u.a. Christmetten im erzgebirgischen Carlsfeld und Eibenstock gefeiert. Auch in anderen Kirchenbezirken sind die Frühmetten sehr beliebt. So laden um 6:00 Uhr in Dresden traditionell der Kreuzchor und Mitglieder der Dresdner Philharmonie zur Christmette in der Tradition erzgebirgischer Mettenspiele in die Kreuzkirche ein. Die Frühmetten ziehen jedes Jahr sehr viele Besucher an.

In den Gemeinden werden am 1. Christtag Familiengottesdienste mit musikalischer Begleitung durch Kurrenden oder Bläserchöre gefeiert, so in einem musikalischen Frühgottesdienst um 8:00 Uhr in der Peter-Pauls-Kirche in Sebnitz mit der u.a. mit der alten Sebnitzer Mettenmusik von Christian Gottlob August Bergt (1771–1837) mit der  Peter-Pauls-Kantorei Sebnitz,  Barock-Collegium Sebnitz-Neustadt unter Leitung von Kantor Albrecht Päßler.

In der Leipziger Thomaskirche um 9:30 Uhr erklingt Bachs Kantate Nr. 1 „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Weihnachtsoratorium, die eigentlich für diesen Feiertag bestimmt war. So wie der Thomanerchor in Leipzig singt zur gleichen Zeit in Dresden in der Kreuzkirche der Kreuzchor im Festgottesdienst.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing wird zum 1. Weihnachtsfeiertag um 10:00 Uhr in der Diakonissenhauskirche in einem Abendmahlsgottesdienst predigen.

In der Frauenkirche musizieren Solisten, Sängerinnen und Sänger des Chores der Frauenkirche, das ensemble frauenkirche unter der musikalischen Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert um 11:00 Uhr im Festgottesdienst J.S. Bachs 2. Kantate des Weihnachtsoratoriums »Und es waren Hirten in derselben Gegend«.

Am Abend wird um 18:00 Uhr wird zu einem weiteren Gottesdienst in der Frauenkirche eingeladen.

2. Weihnachtsfeiertag am 26. Dezember

Der 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, ist dem ersten Märtyrer der Kirche, Stephanus, gewidmet, an dessen Schicksal die Schriftlesung erinnert. Die liturgische Farbe wechselt an diesem Tag zwischenzeitlich vom weihnachtlichen Weiß auf Rot. Während die Kollekten in den Christvespern meist für „Brot für die Welt“ gesammelt werden, ist die landeskirchliche Kollekte des 2. Christtages für die Diakonie Katastrophenhilfe und für Kirchen in Mittel- und Osteuropa bestimmt. Auch die Gottesdienste werden am zweiten Weihnachtsfeiertag häufig besonders musikalisch ausgestaltet.

In der Leipziger Thomaskirche um 9:30 Uhr wird im Gottesdienst die 2. Kantate vom Bachschen Weihnachtsoratorium aufgeführt. Die ersten drei Kantaten erklingen um 11:00 Uhr in der Kirche von Panitzsch bei Leipzig durch das concerto vocale und das Sächsische Barockorchester Leipzig unter Leitung von Gotthold Schwarz.

Die letzten drei Kantaten (4-6) kommen am Nachmittag um 16:30 Uhr in der Chemnitzer Schloßkirche mit Solisten, der St.-Petri-Schloß-Kantorei und dem ensemble musica sacra chemnitz unter Leitung von KMD Siegfried Petri zur Aufführung.

In Zwickau steht im Dom St. Marien um 10:30 Uhr ein weihnachtlicher Singegottesdienst im Mittelpunkt der Verkündigung.

Am Nachmittag wird in Meißen eine weihnachtliche Domführung „Ich steh an deiner Krippen hier“ angeboten. „Was bedeutet Weihnachten?“ Dieser Frage wird in den weihnachtlichen Führungen im Dom zu Meißen vom 26. Dezember bis 6. Januar 2018 (Dreikönigstag) nachgegangen. Um jeweils 14:30 Uhr machen sich die Domführerinnen mit ihren Gästen auf dem Weg durch den Dom zur Krippe. Dabei werden die weihnachtlichen Darstellungen des Doms erläutert und betrachtet. Die Führung dauert ca. 30 Minuten.

Am 2. Weihnachtsfeiertag begeht die Frauenkirche Dresden um 16:00 Uhr mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums Camille Saint-Saëns‘»Oratorio de Noël« das 300. Jubiläum ihrer ‚Geistlichen Sonntagsmusik‘, deren Reihe eine Woche nach der Wiedereinweihung der Frauenkirche am 6. November 2005 begann. Aufgeführt wird das Oratorium von Solisten sowie dem Chor der Frauenkirche und dem ensemble frauenkirche dresden unter Leitung (damals wie heute) von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert.

In den Tagen zwischen den Jahren laden zahlreiche Kirchen zu Andachten, Theaterstücken, Krippenspielen und Konzerten ein.

Wie in jedem Jahr erklingt am 27. Dezember um 20:00 Uhr in der Dresdner Frauenkirche die Dresdner Bläserweihnacht mit festlicher Trompetenmusik unter Leitung von Ludwig Güttler. Auf dem Programm »Vom Himmel hoch« stehen Werke von Adolf Busch, William Brade, Leonhard Schröter, Johann Crüger und anderen mit dem Blechbläserensemble. Zuvor begann um 19:30 Uhr in der Chemnitzer St. Jacobikirche die Blechbläserweihnacht mit dem Sächsischen Blechbläser Consort.

Am nächsten Tag, 28. Dezember, sind in der Bethanienkirche in Leipzig-Schleußig um 17:00 Uhr Weihnachtliche Orgelmusik mit Kompositionen aus drei Jahrhunderten und in der Pauluskirche Leipzig-Grünau Weihnachtslieder und –geschichten, begleitet vom Bläserchor, zu hören.     

Am Abend heißt es um 18:00 Uhr in der Chemnitzer St. Jakobikirche ‚VespermitMusik‘ als Jahresabschlussvesper mit Weihnachtsmusik vom 15. bis 17. Jahrhundert mit Philipp Müller an der Orgel.

Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach mit den Kantaten 4-6 kommen am 29. Dezember um 19:30 h in der Trinitatiskirche Riesa mit Solisten, der Kantorei Riesa und dem Ensemble Charpentier der Elbland Philharmonie Sachsen auf historischen Instrumenten unter der Leitung von Kantor Stephan Seltmann zur Aufführung. Die Continuo-Orgel spielt Martin Strohhäcker. Die drei Kantaten sind thematisch dem Neujahrstag, dem Sonntag nach Neujahr und dem Epiphaniastag (Dreikönigstag) zugeordnet.

Fast zum Jahresende wird am 30. Dezember in der Leipziger Peterskirche um 17:00 Uhr das Bachsche Weihnachtsoratorium (1-3) zum Mitsingen angeboten. Neben den Solisten musiziert ein Projektorchester unter Leitung von Friedrich Jopp.

Bereits auf den Jahreswechsel bezogen musiziert um 19:00 Uhr in der Kirche Großstädteln das Ensemble TOP mit Trompeten, Corno da caccia, Orgel und Perkussion Werke von Charpentier, Caldara, Telemann und Rheinberger.

Der Weihnachtsfestkreis reicht über Silvester, dem Epiphaniasfest (Dreikönigstag) am 6. Januar bis zum Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmess) am 2. Februar. Bis zu diesem Tag leuchtet auch der Weihnachtsstern.

Vom Heiligen Abend bis Neujahr finden zahlreiche festliche Angebote statt
Musik zur Christnacht im Dom zu Meißen

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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