Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Vorträge und Podien in der Frauenkirche Dresden


25 Feb. 2020

Bau- und Erhaltungsmaßnahmen an der Frauenkirche

DRESDEN – Der nächste Vortrag in der Dresdner Frauenkirche findet im Rahmen des Donnerstagsforums am Donnerstag, 27. Februar, um 19:30 Uhr statt. Unter dem Titel »Bau- und Erhaltungsmaßnahmen an der Frauenkirche 2019/2020« wird Dipl.-Ing. Thomas Gottschlich, Leitender Architekt der Stiftung Frauenkirche Dresden, in der Unterkirche referieren.

Thomas Gottschlich war beim Wiederaufbau der Frauenkirche seit 1997 Architekt der Baudirektion der Stiftung Frauenkirche Dresden und Vertreter des Baudirektors auf der Baustelle. Seit 2009 ist er für die Kirchbauverwaltung verantwortlich. Seit 1999 ist er Mitglied der Europäischen Dombaumeister e.V.

Inspektionsarbeiten im Außenbereich der Frauenkirche finden regelmäßig zwischen Frühling und Herbst statt. Dazu zählen die alle fünf Jahre notwendigen Befahrungen der gesamten Außenhaut der Frauenkirche und Begehungen von bauphysikalisch komplexen Raumeinheiten wie den Treppentürmen, dem Wendelgang, der Laterne, der Innenkuppel und den Glockenstuben, die in kürzeren Zeitabschnitten erfolgen.

 Auch das Nachverfugen des Kirchensandsteinsockels, der Sandsteinplatten und der Treppeneingänge wird im Laufe des Jahres als laufende Bauunterhaltung erledigt. Darüber hinaus ist es gute Praxis geworden, die Kirche am Jahresanfang für eine knappe Woche zu schließen, um in dieser veranstaltungs- und besucherarmen Zeit wichtige Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten in der Frauenkirche durchzuführen. Über diese Maßnahmen berichtet mit Thomas Gottschlich der Leitende Architekt der Stiftung Frauenkirche Dresden.

»Kein Ruhekissen – Demokratie macht Arbeit«

Im FORUM FRAUENKIRCHE wird am Donnerstag, 5. März, um 19:30 Uhr im Hauptraum der Dresdner Frauenkirche zu einer Podiumsdiskussion zum Demokratieverständnis mit der Politikaktivistin Claudine Nierth, der Landesschülerratsvorsitzenden Joanna Kesicka und dem Religionssoziologen Gert Pickel eingeladen. Es moderiert Alexandra Gerlach.

»Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen«, hat der britische Staatsmann Winston Churchill gesagt. Tatsächlich zeigt die Erfahrung, dass Demokratie oft mühsam ist. Aber ein besserer Weg für ein Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit wurde bisher nicht gefunden. Einfach ist der Alltag in einer Demokratie nicht: Streit gehört dazu, Kompromisse sind notwendig, Toleranz erforderlich. Und ohne Einsatz der Bürger für ihre Gesellschaft kommt Demokratie schnell an ihre Grenzen.

Gemeinsinn, Engagement und die Bereitschaft, andere Meinungen gelten zu lassen, sind notwendige Tugenden. Das wirft im Jahr 2020 viele Fragen auf: Setzen wir uns genug für unsere Gesellschaft ein? Oder ziehen wir uns zu sehr ins Private zurück? Gefährdet zu viel Individualismus das Gemeinwesen? Sind wir noch in der Lage, Kompromisse zu akzeptieren? In welchem Land wollen wir eigentlich leben?

»Wer Schlösser und Kirchen baut, muss auch Synagogen bauen!«

Unter diesem Titel bietet die Frauenkirche Dresden am 12. März im Rahmen von FORUM FRAUENKIRCHE eine interessante Projektvorstellung über den Wiederaufbau einer Synagoge in Berlin Kreuzberg. Darüber wird Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, in der Unterkirche der Frauenkirche berichten. Er ist Initiator des Wiederaufbaus der Synagoge, dem ersten deutschlandweiten Wiederaufbau einer von den Nazis komplett zerstörten Synagoge überhaupt.

Architektur ist immer auch Geschichtsschreibung. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland zig Schlösser, Kirchen und ganze Altstadtensembles wie zuletzt in Frankfurt am Main historisch rekonstruiert worden. Doch war Deutschland immer mehr als das. Vor hundert Jahren gehörten zum Stadtbild ganz selbstverständlich große, stolze und zentral gelegene Synagogen. Nur sind diese wegen der Nazi-Diktatur weitgehend verschwunden. Als Erinnerung an die schreckliche Verwüstung jüdischen Lebens und als Signal in die Zukunft soll daher zum ersten Mal in der deutschen Geschichte eine Synagoge wieder historisch rekonstruiert werden. Die Idee dazu geht auf Raed Saleh zurück.

Podien im Hauptraum der Frauenkirche Dresden

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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