Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Vorstandswechsel in der Diakonissenanstalt Dresden
16 Dez. 2022
Leitung eines der größten diakonischen Unternehmen Sachsens
DRESDEN – Nach mehr als 20 Jahren wird Dr. Matthias Schröter am 1. Januar 2023 sein Amt als Verwaltungsdirektor der Diakonissenanstalt abgeben. Sein Nachfolger wird Dr. Ralf Schönherr, der zuvor am Universitätsklinikum tätig war. Seinen Dienst im Diako nahm er bereits im Oktober als Bevollmächtigter des Vorstandes auf. Ab Januar 2023 wird er Teil des Vorstandes der Diakonissenanstalt Dresden sein.
Seinen Dienst in der Diakonissenanstalt Dresden begann Dr. Matthias Schröter im November 1999, zunächst als Bevollmächtigter des Vorstandes. Als Verwaltungsdirektor führte er das Diako nicht nur aus der damals existenzbedrohenden finanziellen Krise, sondern entwickelte es auch zu dem modernen Sozialunternehmen weiter, das die Diakonissenanstalt heute ist.
Allein der Campus zwischen Elbe und Bautzner Straße, der historische Sitz des Dresdner Diakonissenhauses, hat sich während der Amtszeit Dr. Matthias Schröters grundlegend gewandelt. Kaum ein Gebäude, welches nicht neugebaut, umgebaut oder saniert worden ist – sei es der Bau der Notaufnahme und des Ambulante Operationszentrums für das Diakonissenkrankenhaus, die Neuerrichtung eines Verwaltungsgebäudes und eines Gebäudes für die Pflegeschule, die zurzeit laufende Sanierung und Erweiterung des Altenzentrums oder der Ausbau eines historischen Gebäudeensembles zum größten Ärztehaus der Dresdner Neustadt.
Richtet man den Blick auf das Gesamtunternehmen, so wuchs die Diakonissenanstalt Dresden unter der Leitung von Dr. Matthias Schröter zu einem der größten diakonischen Unternehmen Sachsens: Die Zahl der Beschäftigten hat sich von damals 500 auf etwa 1.500 verdreifacht. Ein bedeutender Schritt auf diesem Weg war die Eingliederung der Evangelischen Behindertenhilfe Dresden mit ihren Werkstätten, Wohn- und Betreuungsangeboten – darunter auch die einzige Schule für mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche in Dresden.
Ein weiterer Meilenstein war die Betriebsübernahme des Krankenhauses Emmaus Niesky. Mit ihm kam nicht nur ein zweites Krankenhaus im ostsächsischen Raum zum Unternehmensverbund hinzu. Mit dem Pilotprojekt „Lokales Gesundheitszentrum Niesky“ setzte Dr. Schröter bereits sehr früh die Idee eines umfassenden Versorgungscampus um, über Sektorengrenzen hinweg. Auch mit der Gründung der „Facharztzentren am Diako“ passte Dr. Matthias Schröter das medizinische Portfolio der Diakonissenanstalt an die gesundheitspolitischen Anforderungen der heutigen Zeit an. Zehn verschiedene Facharztsprechstunden bieten die Medizinischen Versorgungszentren mittlerweile in drei sächsischen Städten an.
Ab Januar 2023 übernimmt Dr. Ralf Schönherr die kaufmännischen Geschicke der Diakonissenanstalt Dresden und wird damit Teil des Vorstandes. Der 47-Jährige bringt eine hohe Expertise im Gesundheitswesen mit. 17 Jahre war er für verschiedene Bereiche im Universitätsklinikum Dresden verantwortlich, zuletzt als Verwaltungsdirektor für das Diagnostisch-Internistischen-Neurologischen Zentrum.
Nun freut er sich darauf, die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Diakonissenanstalt weiterzuentwickeln. Dabei beeindruckt ihn vor allem die Vielfalt des Unternehmensverbundes: „Jeder Bereich hat seine eigene Bedeutung. Im Verbund decken wir ein sehr breites Spektrum des Gesundheits- und Sozialwesens ab – von den Krankenhäusern über Behindertenhilfe und Seniorenhilfe bis hin zur Ausbildung von Pflegekräften in den Berufsfachschulen.“
Sowohl Dr. Ralf Schönherr als auch der jetzige Vorstand freuen sich besonders, dass es für die Nachfolge von Dr. Matthias Schröter einen glatten und geregelten Übergang gab. In den drei Monaten als Bevollmächtigter des Vorstandes konnte Dr. Schönherr frühzeitig in alle Entscheidungen und Abläufe eingebunden werden.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.