Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Vorbereitungsdienst auf den Pfarrberuf


30 Aug. 2018

13 Vikarinnen und Vikare sowie ein Gastvikar beginnen Vorbereitungsdienst

MORITZBURG - Nach der bestandenen Ersten Theologischen Prüfung beginnen im September sechs Vikarinnen und neun Vikare (darunter ein Gastvikar und ein zurückgekehrter Vikar) ihren zweieinhalbjährigen Vorbereitungsdienst (Vikariat) in der sächsischen Landeskirche. Eröffnet wird das Vikariat mit einem Abendgottesdienst am Montag, 3. September, um 18:00 Uhr in der Moritzburger Kirche, geleitet von Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte, Personaldezernentin für Pfarrerinnen und Pfarrer der Ev. Luth. Landeskirchenamt Sachsens. Dazu sind auch Familienangehörige und Freunde sowie alle, die die Vikare als Studienleiter, Mentoren und Lehrpfarrer begleiten, eingeladen.

Im ersten Teil der Ausbildung lernen die Vikarinnen und Vikare die pädagogischen Arbeitsgebiete eines Pfarrers kennen. Sie hospitieren im Religionsunterricht sowie in Jungen Gemeinden, Kinder- und Jugendgruppen und erschließen sich so unter Anleitung von Mentorinnen und Mentoren das Feld der religionspädagogischen Praxis.

Am Pädagogisch-Theologischen Institut in Moritzburg wird das aus dem Studium mitgebrachte Wissen aufgefrischt und das für die Praxis nötige Handwerkszeug erworben. Während des sechsmonatigen pädagogischen Vikariats absolvieren die Vikarinnen und Vikare eine Lehrprobe und erarbeiten ein gemeindepädagogisches Projekt. Beides gehört bereits zum Zweiten Theologischen Examen.

Dem ersten Halbjahr schließt sich ein längeres Gemeindevikariat an, in dem sich die Vikarinnen und Vikare in einer Gemeinde unter Anleitung eines Lehrpfarrers oder einer Lehrpfarrerin auf die pastoralen Aufgaben vorbereiten. Kurse am gemeinsamen Predigerseminar der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in Wittenberg und am Institut für Seelsorge und Gemeindepraxis in Leipzig unterstützen sie dabei.

Nach zwei Jahren stellen die Vikarinnen und Vikare im Zweiten Theologischen Examen (Klausuren, Gottesdienstprüfung und mündliche Prüfungen) ihre Eignung für den Pfarrdienst unter Beweis. Ein halbes Jahr werden sie dann noch die Praxis in der kirchgemeindlichen Arbeit vertiefen, mehr Verantwortung übernehmen und einen Kurs zur Vertiefung der Seelsorgeausbildung absolvieren. Danach erhalten sie ihre Zeugnisse und können sich für den Pfarrdienst bewerben und nach der Ordination den Probedienst beginnen.

Dies wird im Februar 2019 der Fall sein, wenn elf Absolventen des vorigen Durchgangs den dreijährigen Probedienst antreten soweit nicht persönliche Planungen dem entgegenstehen.
Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass vor einem möglichen Antritt des Vorbereitungsdienstes oder des späteren Probedienstes individuelle Umstände dazu führen können, dass Kandidaten Zwischenzeiten einschieben  und erst einmal etwas anderes machen. Dies kann eine angestrebte Promotion, eine familiäre Veränderungen oder ein Auslandsaufenthalt sein.

Die sächsische Landeskirche ermutigt weiterhin junge Menschen zur Aufnahme eines Theologiestudiums oder einer Ausbildung im kirchlichen Bereich. Für Theologiestudierende an der Leipziger Fakultät stehen eine Pfarrerin und ein Assistent für beratende und seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung, wodurch das Angebot der Evangelischen Studentengemeinde ergänzt wird. Theologiestudierende, die später in den Dienst der Landeskirche treten wollen, werden im Studium finanziell unterstützt und zu besonderen Tagungen eingeladen.

Berufe in Kirche und Diakonie

15 Vikare nach der Einführung am 3. August 2018
Einführung in Moritzburg am 3. August 2018
Vikare stehen vor dem Altar in der Moritzburger Kirche
Vikare im Altarraum der Moritzburger Kirche

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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