Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Visitation des Landesbischofs


01 Mai 2022

Kulturhauptstadt 2025 birgt auch für die kirchliche Arbeit neue Chancen

DRESDEN / CHEMNITZ – Vom 2. bis 5. Mai sowie am 16. Mai wird Landesbischof Tobias Bilz den Kirchenbezirk Chemnitz visitieren. Ziel des Besuchs ist ein Erfahrungsaustausch vor Ort mit neuen Impulsen für die Weiterentwicklung des Kirchenbezirks und der Gemeindearbeit. Begleitet wird der Landesbischof von Superintendent Frank Manneschmidt sowie dem Gebietsdezernenten im Landeskirchenamt, Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz (Dresden). Zu einzelnen Terminen werden die mit den entsprechenden Fachfragen betrauten Referenten aus dem Landeskirchenamt hinzukommen.

Bei der sogenannten Generalvisitation wird der Landesbischof in den Kirchgemeinden mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Darüber hinaus stehen Besuche von sozial-diakonischen Einrichtungen, besonderen Projekten und Bildungseinrichtungen, der Arbeit mit Geflüchteten und die Teilnahme an Gemeindeveranstaltungen auf dem Programm, das 25 Termine und Stationen umfasst.

Landesbischof Bilz dazu: „Ich freue mich auf die Gespräche sowie Begegnungen am Rande der Termine, um die vielfältige Arbeit im Kirchenbezirk Chemnitz noch besser kennenzulernen. Bei der Generalvisitation liegt mein Hauptaugenmerk auf Ermutigung und Beratung. Die Wahl von Chemnitz zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 birgt auch für die kirchliche Arbeit neue Chancen der Entwicklung und des Aufbruchs.“

Ablauf und Stationen der Visitation

Auftakt der Visitation am 2. Mai bildet ein Besuch des Ev. Schulzentrums Chemnitz, das aktuell an den Standorten Chemnitz-Sonnenberg und –Hilbersdorf in verschiedenen Schulzweigen 880 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Spätere folgen weitere Besuche und Gespräche mit Ehrenamtlichen in der Chemnitzer Schloßkirche.

Am Dienstag stehen u.a. ein Gespräch mit dem Ökumenischen Arbeitskreis und die Besichtigung der Synagoge auf dem Programm, bevor sich Landesbischof Bilz über die Christenlehre- und Kurrendearbeit informiert und sich am Abend mit der Ev. Studierendengemeinde trifft.

Der Mittwoch, 4. Mai, ist den Treffen mit Konventen der Gemeindepädagogik, Kirchenmusik und der Chemnitzer Pfarrerschaft in Burgstädt und Limbach sowie Jugendmitarbeitenden und dem Ev. Forum in der Chemnitzer Jugendkirche vorbehalten.

Am Donnerstag besichtigt der Landesbischof einen Kindergarten in Chemnitz-Reichenbrand und besucht die Projektpfarrstelle im Chemnitz Center, bevor er zu Gesprächen in den Röhrsdorfer Park fährt, wo sich ein Ev. Tages- und Freizeitheim befindet.

Mit einem Gottesdienst in der St. Michaeliskirche Altchemnitz am Sonntag, 8. Mai, endet der Hauptteil der Visitation. Am Montag, 16. Mai, stehen noch Gespräche mit Baupflegern, Verwaltungsmitarbeitern sowie am Nachmittag ein Treffen mit Verantwortlichen aus dem Kulturbereich und Vertretern der Politik auf dem Programm.

Zum Kirchenbezirk Chemnitz

Unter den 16 Kirchenbezirken der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist der Kirchenbezirk Chemnitz neben Leipzig, Dresden-Mitte und Dresden-Nord einer der vier Stadtkirchenbezirke. Zu ihm gehören neben der Stadt Chemnitz und deren näherem Umland auch die Städte Limbach-Oberfrohna, Penig und Burgstädt. Der Kirchenbezirk Chemnitz umfasst 26 Kirchgemeinden mit derzeit über 33.000 Gemeindegliedern.

Mit der Einführung der Reformation entstand 1539 im albertinischen Sachsen die Ephorie (Kirchenbezirk) Chemnitz mit Wolfgang Fues als erstem Superintendenten. Ihm stand der fürstliche Amtmann als Vertreter der Landesherrschaft zur Seite. Bis in die jüngste Zeit gab es zahlreiche administrative Veränderungen, zuletzt kamen 2019 die Kirchgemeinden Penig, Wolkenburg-Kaufungen und Burgstädt hinzu. Die Industrialisierung und Urbanisierung, die die Stadt Chemnitz und ihr Umland über lange Zeit prägten, hatten auch prägende Wirkung auf die kirchlichen Strukturen dieser Region.

Hintergrund: Visitation

Die Visitation ist seit der Reformation ein Mittel der Begleitung und Aufsicht sowie des intensiven Gesprächs über den Dienst und das geistliche Leben in den Kirchgemeinden vor Ort.

Kirchenbezirk Chemnitz

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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