Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Verleihung des Inklusionspreises durch BBW-Leipzig-Gruppe


30 Jan. 2020

Inklusionspreis für Erstligisten RB Leipzig überreicht 

LEIPZIG - Zum 15. Mal verlieh die Berufsbildungswerk-Leipzig-Gruppe (BBW) auf ihrem Neujahrsempfang am 28. Januar in Leipzig den Inklusionspreis „Brückenschlag“. Laudator Michael Kretschmer lobte das besondere Engagement des Vereins für Menschen mit Behinderungen.
Über 300 Gäste folgten der Einladung zur Veranstaltung, darunter auch Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow und Steffen Leonhardi, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig. 

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Verleihung des „Brückenschlages“. Die Auszeichnung geht an Unternehmen und Kooperationspartner der Unternehmensgruppe, die sich in besonderer Weise für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und/oder sozialer Benachteiligung einsetzen. 

Der diesjährige Preisträger, Erstligist RB Leipzig, setzt sich mit viel Engagement und Herzblut für Inklusion ein. Allen Fans mit und ohne Behinderung werden einmalige Erlebnisse rund um die Welt des Fußballs ermöglicht – und nicht nur das: Für Fans mit Behinderung gibt es besondere Hilfen, Angebote und Aktionen, die RB Leipzig ohne großes Heischen nach Aufmerksamkeit aus eigener Haltung und eigenem Anspruch verwirklicht. 

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte in seiner Laudatio: „Sachsen lebt gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben. Die Unterstützung des Behinderten- und Rehasports und der barrierefreie Zugang zu Sportstätten sind fester Bestandteil der sächsischen Inklusionsförderung. Gerade der Sport leistet einen wichtigen Beitrag für die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen.“ 

Die BBW-Leipzig-Gruppe befasst sich mit Bildung und Beschäftigung, Vermittlung und Inklusion. Der diesjährige Preisträger RB Leipzig macht Fußball für ALLE zum Erlebnis. Das Stadion ist barrierefrei zu erreichen, den Zuschauern stehen Gebärdensprachdolmetscher*innen – auch vom Berufsbildungswerk der BBW-Leipzig-Gruppe – zur Seite, via Großleinwand wird das Spiel in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Für sehbehinderte Menschen liegen Spielhefte in Brailleschrift aus und es gibt mehr als 20 Sitzplätze, bei denen das Spiel als Blindenreportage vertont übersetzt wird. 

Entgegengenommen wurde die Auszeichnung von Ulrich Wolter, Director Operations bei RB Leipzig, Matthias Reichwald, Chief Commercial Officer und dem Inklusionsbeauftragen Axel Ackermann. 

Der Hauptgeschäftsführer des BBW-Leipzig, Tobias Schmidt, wies beim Neujahrsempfang darauf hin, dass Bildung und Beschäftigung, Vermittlung und Inklusion die vielfältigen diakonischen Unternehmensverbund in der täglichen Arbeit begleiten würden. So beispielsweise in der Jugendberufshilfe mit dem Netz kleiner Werkstätten, der Produktionsschule Leipzig, im Berufsbildungswerk, in den zwei Inklusionsbetrieben und auch im Kompetenzzentrum für Vermittlung und Integration. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Bildungswege, Entwicklungswege und Berufswege zu schaffen und zu fördern. Immer mit dem Ziel von gleichberechtigter Teilhabe um Inklusion auf verschiedenen Ebene unserer Gesellschaft zu ermöglichen“, so Schmidt. 

Zum Unternehmensverbund BBW-Leipzig-Gruppe gehört u.a. auch PHILIPPUS Leipzig, das Mitglied im Diakonischen Werk des Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen e.V. ist. Zum Inklusionsbetrieb PHILIPPUS Leipzig gehören ein Inklusionshotel, eine Catering-Abteilung und die für Veranstaltungen offene Philippuskirche. 2012 wurde das denkmalgeschützte Gebäudeensemble mit Pfarrhaus, Gemeindesaal und Kirche von der Landeskirche übernommen. Wöchentlich öffnet die Kirche für christliche, kulturelle und soziale Veranstaltungen. Offenheit und Gastfreundschaft setzen sich in Leipzigs erstem Inklusionshotel fort.

BBW-Gruppe-Leipzig

1 (v.l.n.r.) Michael Kretschmer (Ministerpräsident Freistaat Sachsen), Ulrich Wolter (Director Operations, RB Leipzig), Tobias Schmidt (Hauptgeschäftsführer BBW-Leipzig-Gruppe), Matthias Reichwald (Chief Commercial Officer, RB Leipzig), Perry Bräutigam (Torwartscout, RB Leipzig), Axel Ackermann (Fanbeauftragter/Inklusion, RB Leipzig)
3 (v.l.n.r.) Axel Ackermann (Fanbeauftragter/Inklusion, RB Leipzig), Andrea Kuntzsch (Werkstattrat Diakonie am Thonberg - Werkstatt für behinderte Menschen), Perry Bräutigam (Torwartscout RB Leipzig)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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