Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Verleihung der Annen-Medaille


02 Okt. 2025

Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren

DRESDEN – Sozialministerin Petra Köpping hatte kürzlich in Dresden im Rahmen einer Festveranstaltung die Annen-Medaille 2025 an 20 Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren, verliehen. Die Annen-Medaille wurde im Jahre 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin »Anna von Sachsen« (1532-1585) gestiftet. Die Annen-Medaille ist aus Meißner Porzellan gefertigt und trägt auf der Vorderseite die Worte »helfen, pflegen, fördern«. Auf der Rückseite sind die Worte »miteinander leben, füreinander da sein« eingeprägt. Unter den Geehrten befanden sich auch immer Personen aus dem kirchlich-diakonischen Bereich, so auch bei der diesjährigen Verleihung.

Ministerin Köpping: „Inzwischen schon zum 30. Mal dürfen wir die Annen-Medaille an Menschen verleihen, die sich in vorbildlicher Weise für ihre Nächste und ihren Nächsten einsetzen. Dafür möchte ich heute von ganzem Herzen Danke sagen und es ist mir eine große Ehre, die Auszeichnungen zu überreichen und die Menschen zu würdigen. Ehrenamtliches Engagement heißt, aus freiem Willen die eigene Zeit und Kraft einzusetzen, um unserem gesellschaftlichen Miteinander auf vielfältige Weise ein fürsorglicheres und solidarischeres Gesicht zu geben. Die Geehrten sind uns große Vorbilder, die hoffentlich viele Menschen anregen, sich ebenfalls zu engagieren und für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft einzusetzen.“

Bereits seit fünfzehn Jahren wird die Festveranstaltung durch das Gymnasium Dresden-Bühlau getragen. Schülerinnen und Schüler haben für die Ehrenamtlichen in einem Unterrichtsprojekt jeweils eine Laudatio erarbeitet und diese auf der Festveranstaltung präsentiert. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Crossover Ensemble des Gymnasiums Dresden-Bühlau.

Unter den mit der Annen-Medaille Geehrten erhielten vier Personen aus dem kirchlich- und karitativen Bereich die Danksagung des Freistaates: So gehört Rosemarie Böhme zu den engagiertesten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Heilandskirchgemeinde Dresden-Cotta und dem Ev.-Luth. Kirchspiel Dresden West. Besonders hervorzuheben ist ihr Einsatz für die Seniorinnen und Senioren. Sie ist immer da, hat alles im Blick, vor allem die Menschen. Sie kennt alle beim Namen, weiß um Vorlieben und Grenzen, erkennt sofort, wenn jemand fehlt und besucht die Bewohnerinnen und Bewohner auch zwischendurch.

In Leipzig ist Walburga Herfurth seit 2017 im Besuchsdienst ihrer Kirchgemeinde im Süden der Stadt tätig und besucht in diesem Kontext hochaltrige Menschen um Gespräche und Gemeinschaft anzubieten und Einsamkeit zu überwinden. Außerdem ist sie ehrenamtlich im Hospizverein Leipzig e.V. tätig, um schwerkranke oder sterbende Menschen und ihre Angehörigen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten. Zudem unterstützt sie kranke Menschen und begleitet sie im Alltag.

Ebenfalls in Leipzig arbeitet Dominic McKendry seit nunmehr 10 Jahren ehrenamtlich im Mitarbeiter-Team des TeeKellers »Quelle« der Michaeliskirche Leipzig mit. Durch seine kontaktfreundliche Art erfährt er eine große Akzeptanz bei den Gästen. Für Hilfestellungen und Gespräche steht er für sie ganz selbstverständlich zur Verfügung. Sein menschlicher Humor und seine effiziente Mitarbeit tragen dazu bei, dass er großes Vertrauen bei den Gästen und dem gesamten Mitarbeiter-Team genießt. Auf eigene Initiative bietet er regelmäßig kostenfreie Englischkurse für die Gäste an und unterstützt bei der Organisation von Ausflügen.

Brigitte Schmerder aus Bautzen engagiert sich seit fast 30 Jahren in der Oberlausitz in beeindruckender Weise ehrenamtlich in der TelefonSeelsorge. Bis heute – im stolzen Alter von 85 Jahren – ist sie eine tragende Säule des Teams in der Dienststelle Görlitz. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen ist sie regelmäßig vor Ort präsent und aktiv. Noch immer übernimmt sie die Nachtdienste von 23:00 Uhr bis 7:00 Uhr – eine herausragende Leistung in ihrem Alter. Auch im Zeitalter der Digitalisierung hat sie sich weitergebildet und dokumentiert Gespräche digital. Stets bringt sie ihre langjährige Erfahrung und ihre Lebenserfahrung wertvoll in die kollegiale Beratung ein.

Zum Festakt der Verleihung

(v.l.n.r.): Staatsministerin Petra Köpping, Geehrter Dominic McKendry aus Leipzig, Laudator Elias Untisz

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite