Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Verabschiedung von Baureferentin Katrin Tauber
08 Aug. 2024
"Sie hat das Kirchliche Bauwesen in Sachsen im Bereich Architektur maßgeblich geprägt"
DRESDEN - Am 7. August 2024 wurde Katrin Tauber im Rahmen einer Andacht im Landeskirchenamt feierlich verabschiedet. Sie war 14 Jahre lang im Dezernat für Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen als Baureferentin für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens tätig gewesen und übernimmt nun die Stelle als Leiterin des Amtes für Hochbau und Immobilienverwaltung der Stadt Dresden.
Katrin Tauber habe in den 14 Jahren als Baureferentin das Kirchliche Bauwesen in Sachsen im Bereich Architektur maßgeblich geprägt, sagte die Dezernentin für das Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen, Oberlandeskirchenrätin Carmen Kuhn, in der Andacht: "Du hast diese Aufgabe in ihrer Vielfältigkeit ausgefüllt - indem Du das kirchliche Bauwesen fortgeführt hast unter Achtung des Vorgefundenen und indem Du neue, wichtige Entwicklungen initiiert, befördert und etabliert hast." Mit ihrer ausgewiesenen Expertise und ihrer "aufschließenden" Persönlichkeit habe Katrin Tauber das kirchliche Bauen geprägt, wie auch die Menschen dazu. Projekte wie der Neubau des Landeskirchlichen Archivs, das sogar im Jahrbuch der Architektur 2023 gewürdigt wurde, oder der Umbau der Trinitatiskirchruine in Dresden zur Jugendkirche, der mit einer “Anerkennung zum Staatspreis für Baukultur“ 2022 geehrt wurde, seien unter ihrer Leitung realisiert worden. Katrin Tauber habe es dabei verstanden, auch die kirchlichen Interessen immer wieder in den Blick zu nehmen. So habe vor dem Umbau zur Jugendkirche ein vorbildlicher Beteiligungsprozess in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendpfarramt stattgefunden, in dem die Jugendlichen – die Nutzer –befragt und einbezogen wurden. "Entstanden ist ein außergewöhnlicher Ort mit Ausstrahlung", so Carmen Kuhn. Auch die Neugestaltung des Andachtsraumes im Landeskirchenamt und der Räume des Dreikönigsforums im Haus der Kirche seien Katrin Tauber zu verdanken. Als ihren Verdienst zu nennen sei auch "die Press-Ausstellung, die endlich aus ihrem freudlosen Dachgeschossrefugium im Haus der Kirche überführt wurde in einen verglasten Ausstellungsraum im Foyer und dort der Öffentlichkeit angemessen präsentiert werden kann".
Die Um- und Einbauten in und an Kirchgebäuden, um auf neue Nutzungsanforderungen zeitgemäß, nachhaltig und mit der nötigen Sensibilität für den Sakralraum zu antworten, sei Katrin Tauber ein Herzensanliegen gewesen. Neben großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die es in den Regionalkirchenämtern und im Landeskirchenamt gebe, sowie geeigneten Partnern auf Auftragnehmerseite brauche es aber mehr, um dieses Potential zu heben und in konkrete Vorhaben erfolgreich umzusetzen, so Kuhn: "Dich treibt die Leidenschaft für Architektur, Ästhetik und Kunst, ein Gestaltungswille, Deine Neugier und die Bereitschaft für Veränderung. Das ist die Bereitschaft, Neues kennenzulernen und sich anzueignen. Ich möchte es eine neugierige Lernbereitschaft nennen. Das ist etwas Besonderes angesichts von Erfahrungswissen aus vielen Jahren beruflicher Tätigkeit, über das Du zweifellos außerdem verfügst."
Den persönlichen Höhepunkt als Baureferentin markiere jedoch kein Bauwerk – sondern ein Werk sakraler Kunst: das Altarbild in der Annenkirche in Dresden von Marlene Dumas. "Marlene Dumas ist eine Künstlerin von internationalem Rang in Amsterdam, die in renommierten großen Museen und u.a. auch im Albertinum mit Werken vertreten ist. Es brauchte Jahre, viel Verhandlungsgeschick in verschiedene Richtungen, viel Einsatz und glückliche Fügungen, bis 2017 das große Altarbild in der umfassend sanierten Annenkirche fertiggestellt war", erinnert sich Carmen Kuhn. Die Annenkirche im Herzen von Dresden beherberge mit dem Altarbild von Marlene Dumas nunmehr einen einzigartigen Anziehungspunkt, was maßgeblich Katrin Tauber zu verdanken sei.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.