Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Verabschiedung der Süd-Nord-Freiwilligen


24 März 2018

Erstmals Teilnehmende aus Papua-Neuguinea dabei

LEIPZIG - Ein Jahr unterstützten sieben junge Menschen aus Tansania, Indien und Papua-Neuguinea soziale und kulturelle Einrichtungen in Mitteldeutschland. Ihr Einsatz im Rahmen des Süd-Nord-Freiwilligenprogramms des Leipziger Missionswerks geht in diesem Monat zu Ende. Am 24. März wurden sie in der Kapelle des Leipziger Missionshauses verabschiedet.

Für sie endet ein einjähriger Lerndienst in Deutschland, der sie vor so manche sprachliche und kulturelle Herausforderung gestellt hat. In ihren Rückblicken betonen sie jedoch die vielen wunderbaren Begegnungen und Erlebnisse, die ihnen geschenkt wurden. Als Freiwillige im Jahr des Reformationsjubiläums hatten sie Gelegenheit an zahlreichen besonderen Veranstaltungen teilzunehmen. Sie erlebten den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin, die Weltausstellung Reformation in der Lutherstadt Wittenberg sowie den 500. Jahrestags des Thesenanschlags von Martin Luther am 31. Oktober.

Erstmals waren in diesem Jahrgang zwei Teilnehmende aus dem nördlich von Australien gelegenen Papua-Neuguinea dabei. Ruth Kuma (29) half im Team der Lindenwerkstätten der Diakonie Leipzig. Ihr Landsmann Gilbert Terence (19) kümmerte sich um die Landschafts- und Denkmalpflege auf dem Connewitzer Friedhof in Leipzig.

Ebenfalls in Leipzig, in der Kindertagesstätte an der Heilandskirche, war Nuru Mwampeta (27) aus Tansania im Einsatz. Drei weitere junge Frauen aus Tansania verbrachten die vergangenen zwölf Monate in Einrichtungen in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM).

Acht neue Freiwillige aus Tansania und Indien erwartet

Für die einen geht der Freiwilligendienst zu Ende, für die anderen wird er in wenigen Wochen beginnen. Anfang April werden zum fünften Mal Freiwillige aus den Partnerkirchen begrüßt werden. Die fünf jungen Menschen aus Tansania und drei aus Indien werden am 8. April in der Peterskirche in Leipzig willkommen geheißen.

Amina Misistu (22) aus Bulongwa in der Südzentral-Diözese, Tansania, wird im Kindergarten in Neinstedt mitarbeiten. Die beiden jungen Männer Nuru Masungu (28) aus Arusha in der Nordzentral-Diözese und Emanuel Lemarwa (26) aus Moshi in der Nord-Diözese werden die Kindergärten der Heilandskirche beziehungsweise Marienkirche in Leipzig unterstützen. Nyibuko Mwakibasi (20) aus Tukuyu in der Konde-Diözese geht gemeinsam mit Christopher Rajan (27) aus Trichy in die Diakonischen Werkstätten nach Dresden. Godlisten Massangwa (25) aus Arusha in der Nordzentral-Diözese wird sich um Menschen mit Behinderungen in der Wohnstätte des Diakonischen Werkes „Heinz Wagner“ in Leipzig kümmern. Hilma Frazee (22) aus Trichy freut sich auf ihren Einsatz in der Gesamt- und Förderschule Mühlhausen. Ebenfalls aus Trichy kommt Jasmin Sak (23). Sie wird sich bei den Franckeschen Stiftungen in Halle einbringen.

Aussendung von Nord-Süd-Freiwilligen im Sommer

Junge Menschen aus Deutschland haben bereits seit langem die Möglichkeit für einen Auslandsdienst. Das Leipziger Missionswerk entsendet in diesem Jahr zum 25. Mal junge Erwachsene für einen Freiwilligendienst in die Partnerkirchen. Zwölf Teilnehmende wurden im Dezember 2017 dafür ausgewählt.

Die Aussendung der Nord-Süd-Freiwilligen erfolgt im Rahmen des 182. Jahresfestes am 19. August, 10:00 Uhr in der Leipziger Nikolaikirche.

Finanziell gefördert wird das Programm durch den Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung "weltwärts". Das Leipziger Missionswerk erhielt 2015 die Zertifizierungsurkunde für sein Freiwilligenprogramm durch die Quifd – Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten.

Freude bei der Verabschiedungsfeier
Freiwillige auf der Verabschiedungsfeier im LMW

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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