Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Umwelttag im Landeskirchenamt


06 Juni 2018

Vor der eigenen Haustür kehren

DRESDEN – Mit einem Umwelttag am 6. Juni im Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsen sollten kirchliche Mitarbeiter noch stärker für die christliche Verantwortung vor der Schöpfung sensibilisiert und motiviert werden. Dazu eingeladen waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes, der Außenstellen und zentralen kirchlichen Verwaltungsstellen in Dresden im Rahmen der Aktionswoche für Gesundheit und Umwelt. Im Innen- und Außenbereich des Amtes standen ein Vortrag über die christliche Initiative „anders wachsen“, Informationen über fairen Handel, praktische Tipps mit Erfahrungsaustausch sowie Service rund ums Fahrrad auf dem Programm.

Begrüßung und Eröffnung

Der Präsident des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme, begrüßte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Vertreter kirchlicher Umwelteinrichtungen im Atrium des Amtes. Er verwies auf die Angebote des Tages und lud zum Mitmachen und Ausprobieren ein. So wies er beispielsweise auf „pfiffige Ideen“ an den Produktständen hin sowie auf interessante Fahrradmodelle - darunter Lastenfahrrad, E-Bike, Tandemmodelle u.a.  - im Hofbereich. Dr. Kimme dankte dem Umweltteam für die Vorbereitung und eröffnete den Umwelttag.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing, der so häufig wie möglich in die Pedale tritt, war an diesem Tag mit dem Fahrrad zum Umwelttag gekommen. Insbesondere das Vortragsthema „anders wachsen“ interessiere ihn, sagte er. In einer Andacht am Vortag erinnerte er an Gottes Zusage, die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Wie die Wachteln und das Manna auf der Wüstenreise des jüdischen Volkes, müsse es nichts exquisites sein, aber Grundversorgung eben. „Wir brauchen nicht in die Ferne zu schweifen, sondern können die heimischen Produkte als Köstlichkeit der Saison wieder entdecken“, sagte er angesichts der von weit her herantransportierten Früchte.

Initiative „anders wachsen“

Für die Referentin Anna Groschwitz vom Ökumenischen Informationszentrum in Dresden ging es um „Mehr Gutes – weniger Güter“ in ihrem Vortrag, indem sie den Preis des hohen Lebensstandards in Frage stellte. Sie verwies im Rahmen der Initiative „anders wachsen“ auf lebenswichtige Paradigmen wie Nächstenliebe, Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden. Sie seien untrennbar mit der Ethik des Genug in Lebenspraxis und Gemeindealltag verbunden. Sie plädierte für ein neues Bewusstsein in Kirche und christlicher Gemeinde, dass ein anderes Zusammenleben nötig, aber auch möglich sei. Die christliche Initiative will sensibilisieren, ermutigen und begleiten.

Angebote zum Mitmachen und ausprobieren

Danach wurden Möglichkeiten präsentiert, selbst Wasch- und Putzmittel herzustellen. Das Umweltteam im Landeskirchenamt, dem fairer Handel (Fairtrade) besonders am Herzen liegt, kam an einem Stand mit aktuellen Themen ins Gespräch und stellte entsprechende Waren vor.      

Das Fahrrad spielte an diesem Tag eine besondere Rolle. Deshalb standen verschiedene Fahrradmodelle und Fahrradhelme zum Test zur Verfügung. Kleine Reparaturen (Bremsklötze, Bowdenzüge, Reifenservice, Beleuchtung) übernahmen die Mitarbeiter des Lebenshilfe e.V. Jeder konnte sein Fahrrad zum Frühjahrscheck mitbringen.

Von Amtswegen Einsparung und Effizienz

Die Verbrauchsdaten des Landeskirchenamtes liegen nicht unter Verschluss. Dazu gab es Informationen über Wasserverbrauch, Abfallaufkommen und zurückgelegte Kilometer von Dienstreisen. Die Ausstellung „ökologischer Fußabdruck“ macht in den nächsten Wochen in besonderer Weise auf die kleinen und großen Einsparpotenziale im täglichen Leben aufmerksam.

Am 6. Mai 2016 erhielt das Dienstgebäude des Landeskirchenamtes nach zwei Jahren Bestandsaufnahme und Empfehlungen über konkrete Fortschritte in der Energieeffizienz die Zertifizierung des kirchlichen Umweltsiegels „Grünen Hahn“. Damit wurde das Landeskirchenamt bei der Arbeitsstelle Kirchliches Umweltmanagement in Wittenberg und beim Netzwerk „Kirchliches Umweltmanagement“ (KIRUM) registriert.

Landesbischof (3.v.l) mit Mitradlern auf dem Fahrrad
Landesbischof Dr. Rentzing (3.v.l) traf sich mit Zweiradbegeisterten am Fahrradstellplatz

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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