Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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„Türmer, Pfeifer & Posaunen"


17 Juli 2020

Turmbesichtigung mit Sonderausstellung in der Dresdner Kreuzkirche

DRESDEN – In der Dresdner Kreuzkirche wird ab 18. Juli eine Sonderausstellung über 600 Jahre Turm-Musik zu sehen sein. Sie ist verbunden mit dem Eintritt zu einer Turmbesichtigung mit weitem Blick über das Zentrum der Landeshauptstadt hinaus.

Hintergrund der Ausstellung ist die Ratsanweisung der Stadt Dresden aus dem Jahr 1420, in der erstmals drei Stadtmusikanten erwähnt werden, die für ein Honorar von 16 Groschen pro Person 29 Mal im Jahr in der Kreuzkirche von der Orgelempore spielen. Schon vorher besorgte der Türmer, auch Stadthausmann genannt, das Stundenblasen vom Turm.

In Person des Stadtmusicus Gottfried Heinrich Schnaucke, mit liebevoll gestalteten Details und vielen Hörbeispielen entfaltet die Ausstellung „Türmer, Pfeifer & Posaunen“ Arbeit, Musik und Alltag der Stadtpfeifer über die zurückliegenden 600 Jahre. Dies alles findet schließlich Eingang in die evangelische Posaunenchorarbeit und die regelmäßigen Auftritte der „Dresdner Turmbläser“ heute.

Frieder Lomtscher, Geschäftsführer der Sächsischen Posaunenmission, freut sich, dass die vielfältige Tradition der Blechbläser in dieser Ausstellung erfahrbar wird. „Damals wie heute erfreuen die Bläserchöre die Menschen und bringen zugleich die frohe Botschaft von Jesus Christus zum Klingen“, so Lomtscher.

Dresdens Superintendent Christian Behr hat Stadtmusicus Schnaucke seine Stimme geliehen und sagt: „Ich selbst spiele die Posaune. Für mich war es spannend, mich auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben.“

In der Ausstellung kann man auch einen Blick in eine historische Türmerstube mit zwei typischen Stadtpfeifer-Instrumenten werfen. Außerdem gibt es auf einer Tafel die Abbildung (1925) des früheren Audi „Alpensegler“, dem ersten Dienstauto der Sächsischen Posaunenmission mit dem damaligen Landesposaunenpfarrer Adolf Müller. Dessen Enkel Karl-Ernst Müller wird an der Ausstellungseröffnung teilnehmen.

Der frühere Dresdner Posaunenwart Andreas Altmann (l.) und der Solotrompeter Sebastian Schöne
Nachbildung einer Historischen Türmerstube

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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