Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Tauschschrank an der Martin-Luther-Kirche


02 Feb. 2019

Den Metallschrank spendete die Stadtreinigung Dresden

DRESDEN - Um ausrangierten Dingen, die für andere noch nützlich sein könnten, einen Platz zu geben, entstanden Tauschregale wie das „El Tauscho“ im Stadtteil Dresden-Neustadt. Weniger robuste Kartons mit der Aufschrift „zu verschenken“ verschwanden somit teilweise auf den Fußwegen.

Mit zunehmender Anzahl fester Tauschbörsen stieg auch die Aufmerksamt des Dresdner Ordnungsamtes, das im letzten Jahr wegen angeblicher Vermüllung alle Schränke im Viertel entfernen ließ.

Dem Stadtbezirksamtsleiter André Barth, zuständig für die Dresdner Altstadt und Neustadt ist es ein Anliegen den kostenfreien Tausch von Alltagsgegenständen unter den Anwohnern zu ermöglichen. So wandte er sich an das Kirchspiel Dresden-Neustadt. Mit Erfolg, denn nun  wurde der erste legale Tauschschrank auf privatem Grund direkt an der Martin-Luther-Kirche, vom Eingang gesehen auf der rechten Seite, aufgestellt. Auch Christopher Colditz (Linke) hatte sich um den Verschenk-Schrank bemüht und zugesagt täglich dafür zu sorgen, dass sich kein Müll in Form von kaputten Gegenständen o.ä. ansammelt.

„Zwischen der Stadt, dem Kirchspiel Dresden-Neustadt und Herrn Colditz wurde ein Vertrag geschlossen, welcher vorab im Kirchenvorstand besprochen wurde“, erzählt Pfarrer Eckehard Möller. Er war schon damals involviert, als die Deutsche Post den Standort für einen Briefkasten anfragte, der wegen des Umbaus des Martin-Luther-Platzes zum Thema wurde. „Um die langen Diskussionen zu beenden, haben wir uns für den Briefkasten ausgesprochen, der bis heute ganz in der Nähe des Eingangs der Kirche steht. Einerseits ist es im doppelten Sinne Werbung für die Kirche und anderseits sind wir mit solchen Angeboten mitten unter den Menschen,“ so Möller.

Den doppelten Metallschrank spendete die Stadtreinigung Dresden, farbenfroh umgestaltet wurde er von den Streetworkern der Diakonie.
Weitere legale Tauschschränke sind vorerst in der Neustadt nicht geplant, jedoch könnten Anwohner oder andere Unterstützer die Initiative ergreifen und ihr Privatgelände zur Verfügung stellen.

Taschschrank Südseite der Dresdner Martin-Luther-Kirche
Bunter Tauschschrank an der Südseite der Kirche
Bunter Tauschschrank an der Martin-Luther-Kirche

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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