Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Tage der jüdischen Kultur
22 Feb. 2018
Schwerpunktthema: Gründung des Staates Israel vor 70 Jahren
CHEMNITZ – Mit einem Eröffnungskonzert mit Yossi Fine & Ben Aylon am 24. Februar, um 21:00 Uhr, im Sächsischen Archäologischen Museum Chemnitz beginnen die ‚27. Tage der jüdischen Kultur Chemnitz‘. Bis zum 11. März ist an unterschiedlichen Orten ein umfangreiches Kulturprogramm mit Vorträgen, Konzerten, Führungen, Ausstellungen, Lesungen und Performance zu erleben. Zum Chemnitzer Friedenstag am 5. März gibt es ein Konzert in der Kreuzkirche sowie weitere Veranstaltungen als Beitrag zum Programm des Gedenkens an Verfolgung, Krieg und Zerstörung. Die diesjährigen Kulturtage fallen in das Gründungsjahr des Staates Israel vor 70 Jahren.
In den zwei Wochen laden über 70 Veranstaltungen die Veranstalter ein, darunter das Evangelische Forum Chemnitz, das mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zusammenarbeitet, sowie die Jüdische Gemeinde Chemnitz. Die Stadt Chemnitz fördert mit den Kulturtagen u.a. die Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden. Schirmherrin ist Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft und das Evangelische Forum laden am 26. Februar um 19:00 Uhr zu einem Vortrag über das alte biblische Hebräisch in den Jakobisaal (Theaterstraße 25) ein. In der St. Jakobikirche ist die Ausstellung „Herzkammern“ mit Plastiken und Collagen der Dresdner Künstlerin Marion Kahnemann zu sehen.
Konzerte, Vorträge und Lesungen finden während der Veranstaltungsreihe u.a. in der Synagoge und im Jüdischen Gemeindezentrum, in der Stadtbibliothek, der Technischen Universität Chemnitz, in Kirchen und im Schloßbergmuseum statt.
Zum Abschluss der jüdischen Tage der Kultur steht am 11. März um 17:00 Uhr in der Synagoge ein Konzert mit dem Leipziger Synagogalchor auf dem Programm. Der Chor widmet sich der Aufführung der synagogalen Chormusik insbesondere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Das weltliche Repertoire umfasst jiddisches und hebräisches Liedgut, meist in eigens für den Synagogalchor geschriebenen Bearbeitungen z.B. von Werner Sander, Friedbert Groß, Joseph Dorfman, Bonia Shur, Juan Garcia, Fredo Jung, Philip Lawson und Ludwig Böhme.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.