Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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„Tag des offenen Denkmals“ in Sachsens Kirchen


08 Sept. 2021

Sein und Schein -  in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege

DRESDEN - Zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2021 öffnen sich bundesweit die Türen und Tore zahlreicher Denkmale vor Ort und digital. Zentral eröffnet wird das größte Kulturevent Deutschlands am Sonntag in der Lutherstadt Wittenberg - mit an die aktuelle Situation angepassten Denkmal-Aktionen in der ganzen Stadt.

Auch in Sachsen können zahlreiche Denkmale, darunter auch Kirchen, nach den dort geltenden Hygieneschutzbestimmungen besucht werden. Häufig gibt es ein Begleitprogramm mit Führungen, Turmbesteigungen, Ausstellungen und musikalischen Angeboten. Über 90 Prozent der Kirchen in der Landeskirche befinden sich im sächsischen Denkmalbestand. 

Das diesjährige Motto lautet: „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ Der schöne Schein ist nicht erst heute ein Thema, sondern begegnet dem Betrachter immer wieder in der Architekturgeschichte mit optischen Täuschungen und Illusionen. Schon seit vielen Jahrhunderten, von der Antike über die Kunst und Architektur des Barocks bis heute, faszinieren die Tricks und Künste, die hinter solchen Illusionen stecken.

Kirchen waren immer Spiegelbild der Architektur und der jeweiligen architektonischen Formensprache. Von europäischer Bedeutung sind die sogenannten „Bergmannskirchen“, die spätgotischen obersächsischen Hallenkirchen aus der Blütezeit des Silberbergbaus. Auch die Wehrkirchen im Erzgebirge sind wichtige Zeitzeugnisse. Die berühmteste barocke Kirche in Sachsen ist sicherlich die Frauenkirche in Dresden, darüber hinaus gibt es noch viele weitere. Auch Beispiele aus dem Klassizismus, neogotische Kirchen sowie bedeutende Jugendstilkirchen finden sich in Sachsen.

„Kirchen sind Orte lebendiger Geschichte.“, betont die Dezernentin für Grundstück-, Bau- und Friedhofswesen der Landeskirche, Oberlandeskirchenrätin Carmen Kuhn. „Wir bewahren mit ihnen einen wichtigen Teil sächsischer Kulturgeschichte für nachfolgende Generationen. Mit ihren Kirchtürmen sind sie Wahrzeichen von Städten und Dörfern. Ich bin dankbar und froh, dass die allermeisten sächsischen Kirchen heute – durch Denkmalförderung unterstützt – in einem guten Zustand sind. So können sie auch heute Räume sein, in denen Menschen Gemeinschaft, Stärkung und Ruhe finden.“ 

Angebote zum Tag des offenen Denkmals

Nicht nur die alte Dorfkirche oder ein imposanter Dom laden zum Besuch ein, sondern auch Gemeindezentren, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. Noch zum Ende der DDR-Zeit projektiert, wurde beispielsweise das Gemeindezentrum in Dresden-Gorbitz Anfang der 1990er Jahre gebaut. Wie an anderen Orten öffnet die Ev.-Luth. Philippuskirche am 12. September ab 14:00 Uhr ihre Türen.

In Chemnitz-Hilbersdorf lädt die Trinitatiskirche, die in diesem Jahr ihr 155-jähriges Kirchweihjubiläum feiert, zu Führungen, einem Vortrag und zur Präsentation von Bildern und Videos über die Kirche ein. Ebenfalls Führungen werden in der Heilandskirche in Leipzig und der Heilandskirche Dresden sowie in Meißen-Zscheila (Trinitatiskirche), aber auch auf Dresdner Friedhöfen (Neuer Annenfriedhof, Eliasfriedhof) angeboten. In Glauchau ist das Restaurationsergebnis des Seitenaltars, der gotischen Schnitzwerke und der Kanzel in der Stadtkirche St. Georgen zu betrachten.

Zum Tag des offenen Denkmals bietet die Schloßkirche Chemnitz Geschichte(n) um Kloster und Kirche mit Führungen von Dr. Stefan Thiele und Pfarrerin Gabriele Führer. Dazu gibt es „Bewirtung wie zu Klosterzeiten“ und ein Kinderangebot. Zum Abschluss erklingt um 17:00 Uhr ein Abschlusskonzert auch in Verbindung zum Deutschen Orgeltag.

Weitere Konzerte erklingen in der Leipziger Bethanienkirche zum Abschluss des dortigen Orgelspaziergangs im Leipziger Westen. In der Dresdner Emmauskirche und in der Kirche in Dresden-Rähnitz werden Orgelführungen geboten und speziell für Kinder (ab 4 Jahre) eine Führung in Dresden-Weißig. „Orgelpunkt 6“ heißt es um 18:00 Uhr in der Barockkirche Brockwitz bei Coswig und die Kantorei Briesnitz gibt um 17:00 Uhr ein Konzert.

Zu Lesungen und Vorträgen laden die St. Urbanskirche in Meißen um 19:00 Uhr und der Johannisfriedhof in Dresden-Tolkewitz um 15:30 Uhr ein. In Schweikershain bei Erlau wird in einem Vortrag über die Baugeschichte der 300 Jahre alten Kirche und ihrer Ausstattung (Silbermann-Orgel) informiert sowie in Dresden-Striesen über die Rekonstruktion der Versöhnungskirche als Gesamtkunstwerk vor 40 Jahren.

Weitere Kirchenöffnungen mit Rahmenprogramm werden in der Dorfkirche Höckendorf bei Klingenberg, mit der Turmführung in St. Annen in Annaberg-Buchholz, der Kirche in Dresden-Rähnitz, der Dorfkirche Hormersdorf und der Stadtkirche Johanngeorgenstadt angeboten. Mit dem Besuch des St. Petri Doms in Bautzen kann sich auch ein Besuch in der nahen Domschatzkammer anschließen. In Leipzig-Schönefeld öffnet die Traukirche von Robert und Clara Schumann (Gedächtniskirche) und im Pfarrgarten der Pastor-Roller-Kirche Lausa (Dresden) wird zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

In Zittau hat die große klassizistische Hallenkirche von Karl Friedrich Schinkel bereits ab 10:00 Uhr geöffnet und in Zwickau ab 12:00 Uhr der Dom St. Marien und die St. Katharinenkirche (13:00 Uhr), beide mit Möglichkeit des Turmaufstiegs.
Ein digitales Angebot bietet die Leipziger Gnadenkirche mit einer Ausstellungsführung.

Weiterführende Informationen zu Kirche und Kultur in Sachsen.

Programmheft der Stadt Dresden zum Tag des offenen Denkmals

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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