Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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»Tag des offenen Denkmals« in Sachsens Kirchen


08 Sept. 2022

Kirchen öffnen ihre Türen und bieten Führungen und Vorträge an

DRESDEN – Zum »Tag des offenen Denkmals« am kommenden Sonntag, 11. September 2022, öffnen auch viele Kirchen in Sachsen ihre Türen und bieten Führungen, Turmbesteigungen, Ausstellungen und Musik an.

Unter dem diesjährigen Motto »KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz« laden  Kirchgemeinden dazu ein, ihre Kirchen zu besuchen und deren Geschichte kennenzulernen. Über 90 Prozent der Kirchen der sächsischen Landeskirche stehen unter Denkmalschutz. In ihnen wurden die Spuren der Vergangenheit erhalten und sind noch heute zu besichtigen.

»Kirchen sind Orte lebendiger Geschichte und zu ihnen gibt es viele Geschichten zu erzählen«, betont die Dezernentin für Grundstück-, Bau- und Friedhofswesen der Landeskirche, Oberlandeskirchenrätin Carmen Kuhn. »Wir bewahren mit unseren Kirchen einen wichtigen Teil sächsischer Kulturgeschichte für nachfolgende Generationen. Mit ihren Kirchtürmen sind sie Wahrzeichen von Städten und Dörfern. Ich bin dankbar und froh, dass die allermeisten sächsischen Kirchen heute – durch Denkmalförderung unterstützt – in einem guten Zustand sind. So können sie auch heute Räume sein, in denen Menschen Gemeinschaft, Stärkung und Ruhe finden.«

Kirchen waren immer ein kulturelles Zentrum und ein Spiegelbild der Architektur und der jeweiligen architektonischen Formensprache. Von europäischer Bedeutung sind die sogenannten »Bergmannskirchen«, die spätgotischen obersächsischen Hallenkirchen aus der Blütezeit des Silberbergbaus. Auch die Wehrkirchen im Erzgebirge sind wichtige Zeitzeugnisse, um die sich zahlreiche Geschichten ranken. Die berühmteste barocke Kirche in Sachsen, die Frauenkirche in Dresden, hat eine weltweit bekannte bewegende Geschichte.

Angebote zum Tag des offenen Denkmals

In diesem Jahr ist Leipzig die Gastgeberstadt des größten Kulturevents der Denkmalpflege in Deutschland. Die Leipziger Kirchen laden zu ganz unterschiedlichen Veranstaltungen ein. In Gottesdiensten, Konzerten, Turmbesteigungen, Kirchenführungen und vielem mehr lassen sich entlegene Ecken, überraschende Töne und spannende Aus- und Einblicke erkunden. So wird es in der Heilandskirche Plagwitz zwischen 10:00 und 16:00 Uhr stündlich eine Baustellenführung durch Heilandskirche und Westkreuz geben. Auch in der Michaeliskirche gibt es, neben Turmführungen, Informationen zur laufenden Sanierung und der Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Ein Bildvortrag zum aktuellen Baugeschehen im Kirchenschiff in der Emmauskirche Sellerhausen wird 15:00 Uhr stattfinden. Im Diakonissenhaus und -krankenhaus werden unter dem Titel „130 Jahre Spuren einer Kultur des Helfens im Diakonissenhaus“ zwischen 13:00 und 16:00 Uhr Führungen angeboten. Ein Orgelkonzert mit Kompositionen vom Barock bis zur Moderne, von Bach über Martin Mans bis Tango mit anschließender Orgel-Wanderung zur Kirche Podelwitz wird ab 15:30 Uhr in der Kirche Wiederitzsch erklingen.

Im Erzgebirge wird die St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz von 11:00 bis 16:00 Uhr geöffnet sein. Unter dem Titel „Auf Spurensuche durch 5 Jahrhunderte" wird jeweils um 13:00 und um 14:00 Uhr eine Führung für Familien angeboten. Der Kirchturm St. Annen wird von 11:00 bis 17.00 Uhr geöffnet sein. Hier ist eine Turmbesteigung bis in die Turmlaterne zur Häuerglocke und eine Besichtigung des Kirchenbodens über den Gewölben der St. Annenkirche möglich.

In der Kirche Gornsdorf wird anlässlich des 200. Kirchweihjubiläums ab 16:00 Uhr das Annaberger Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Achim Gerber ein Konzert geben. Zuvor und danach werden in der Kirche zwischen 10:00 und 13:30 Uhr sowie 17:30 und 19:00 Uhr Führungen angeboten. In Hormersdorf ist die Kirche zwischen 11.00 Uhr und 18.00 Uhr geöffnet, es werden Kirchenführungen und ein Kirchenkaffee angeboten. Die Lutherkirche in Neuwürschnitz wird von 13.00 -18.00 Uhr unter fachkundiger Führung für interessierte Besucherinnen und Besucher geöffnet sein.

Die St.-Wolfgangs-Kirche in Schneeberg wird zwischen 14:00 bis 17.00 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Turmbesteigungen sind möglich. Die Bausubstanz der vergangenen Jahrhunderte wird dabei offenkundig und für alle erlebbar. 

In der Schwarzenberger St. Georgen Kirche werden Einblicke hinter die »Fassade« ermöglicht. Der Raum des Barockgebäudes wird vom Licht, das durch farblose Fensterscheiben dringt, in seine festliche Stimmung versetzt. Keine Säule verstellt den Blick des Besuchers, auf den zunächst das Ganze wirkt: der prächtig geschnitzte Altar, die kunstvoll geschmiedete Chorschranke zwischen Altar und Schiff, die barocke Kanzel, die umlaufende Empore und zahlreiche kleinere und größere Logen. Über allem spannt sich die 34 m lange und 18 m breite freitragende Decke, eine Meisterleistung des Zimmererhandwerks. Welche Verbindungen die einzelnen Orte zum Thema haben, kann jeder Besucher ganz individuell bei den einzelnen Programmpunkten erfahren.

In Mittelsachsen können anlässlich des Tags des offenen Denkmals ebenfalls Kirchen besichtigt werden. Zwischen 10:00 und 14:00 Uhr in Technitz und zwischen 11:00 und 17:00 Uhr in Mochau. In der Döbelner St. Nicolaikirche sind Kirche und Turm zwischen 13:00 und 17:00 Uhr offen. Ab 17:00 Uhr werden öffentliche Kirchen- und Orgelführung in Grünlichtenberg angeboten.

Einblicke in die Baugeschichte gewähren zwei Führungen (11:00 und 14:30 Uhr) im Domherrenhaus Meißen mit seinen spätgotischen Wandmalereien.

Mit ihrer über 800-jährigen Geschichte prägt die Kreuzkirche das Stadtbild der Dresdner Innenstadt bis heute maßgeblich. Sie ist die evangelische Hauptkirche Sachsens und Predigtkirche des sächsischen Landesbischofs. Am Sonntag wird sie zwischen 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet sein. Eine Orgelführung wird es 11:15 Uhr geben, eine Sonderführung zu den Glocken der Kreuzkirche bereits 11:00 Uhr. Eine Führung zur DDR-Vergangenheit kann in der Lukaskirche ab 12:15 Uhr erlebt werden.

Auf dem Alten Annenfriedhof (Chemnitzer Straße 32) in Dresden kann bereits 10:00 Uhr an einer Friedhofsführung zu Geschichte, Persönlichkeiten und Projekten des Friedhofsfreundeskreises teilgenommen werden. Bis 14:00 Uhr ist die Besichtigung des 1848 geweihten Friedhofs möglich, der Schauplatz für zahlreiche, vielmals künstlerisch gestaltete Grabmale prominenter Dresdner, darunter Maler und Schriftsteller Johann Karl Ulrich Bähr, Glockengießer Christian Albert Bierling, Bildhauer Robert Henze und weitere ist.

Als jüngerer der beiden Annenfriedhöfe ist der Neue Annenfriedhof (Kesselsdorferstraße 29) gleichsam auch der größere der beiden. Auch hier finden am Sonntag, den 11. September, 10:00 Uhr und 13:00 Uhr Kurzführungen statt, die sich den Löbtauer Industriellen und Fabrikaten widmen.

Informationen zum Motto Tages des offenen Denkmals 2023

Unter Motto »KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz« lädt der Tag des offenen Denkmals dazu ein, die Geschichten hinter den Denkmalen zu erfahren. Zahlreiche Experten nutzen forensische Methoden, um die Bausubstanz genau unter die Lupe zu nehmen, Indizien nachzugehen und die Spuren der Vergangenheit zu erhalten. Besucherinnen und Besucher können sich auf die vielfältige Umsetzung des diesjährigen Mottos freuen: Mehr als ein Drittel der angemeldeten Veranstaltungen präsentieren neue oder bereits entdeckte Kulturspuren an ihren Denkmalen. 

Alle Informationen zum Tag des offenen Denkmals (einschließlich Programm und App)

Programmheft Dresden

Programmheft Chemnitz

Programmheft Leipzig

Weiterführende Informationen der Ev.-Luth. Landeskirche zu Kirchen und Kultur

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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