Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Tag des Friedhofs am Wochenende


16 Sept. 2022

DRESDEN – Auch in Sachsen laden kirchliche Friedhöfe am kommenden Wochenende zu einem Besuch ein, einige bieten auch Führungen und Programm an. Am „Tag des Friedhofs“ rufen bundesweit Städte, Gemeinden, Friedhofsgärtner, Bestatter, Steinmetze und Floristen dazu auf, sich mit Friedhöfen und den Themen Tod und Trauerkultur auseinanderzusetzen.

In Dresden bieten Friedhöfe in unterschiedlicher Trägerschaft Führungen an und laden dazu ein die Friedhöfe als lebendige Orte zu erleben und Bekanntes aber auch Verborgenes zu entdecken. Der Neue Friedhof Klotzsche begeht vom 12. September (Tag des Denkmals) bis 18. September sein 90-jähriges Jubiläum. Dabei erwartet die Besucher zum Abschluss der Festwoche eine Führung mit „Geschichte(n) um den Neuen Friedhof Klotzsche“.

Zum Tag des Friedhofs gibt es zum Beispiel auch in Stollberg Führungen, Informationsstände und Schauarbeiten. Dabei stellt Friedhofsverwalter Günter Martin Areale des Friedhofs mit unterschiedlichen Grabarten vor und gewährt bei einem Besuch der Feierhalle und des Aufbahrungsraumes auch Einblick in den Ablauf einer Bestattung.

Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Lößnitz-Affalter feiert am 18. September nachmittags einen Gottesdienst und lädt zu Informationen bei Kaffee und Kuchen ein. Dabei beraten Steinmetze, Bestatter und Hospizdienst und informieren zu allen Fragen um Tod und Trauerkultur. Je um 16:45 Uhr und 17:15 Uhr werden Führungen über den Friedhof angeboten.

Hintergrund zu kirchlichen Friedhöfen:

Friedhöfe sind wertvolle Zeugnisse unserer Orts-, Kunst- und Sozialgeschichte und haben städtebauliche sowie landschaftspflegerische Bedeutung. Zugleich erinnern sie an die Endlichkeit und Begrenzung des Lebens aller Menschen.

Aktuell befinden sich mehr als 1.000 Friedhöfe in Trägerschaft von Kirchgemeinden, Kirchspielen oder Friedhofsverbänden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. In ihrem kommunalen Einzugsbereich stehen diese Friedhöfe in der Regel allen Bürgern, unabhängig von ihrer Konfession oder Weltanschauung, als Bestattungsorte zur Verfügung.

Damit nehmen kirchliche Friedhofsträger stellvertretend für die Kommunen eine wichtige Aufgabe der Daseinsvorsorge für das gesamte Gemeinwesen wahr.

 

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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