Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Tag des Friedhofs


11 Sept. 2024

DRESDEN - Der diesjährige bundesweite »Tag des Friedhofs« steht unter dem Motto: »Endlich und lebendig«. Anlässlich dessen beteiligen sich in Sachsen am 15. September evangelische Friedhöfe und Kirchgemeinden. Vielfältige und oft nicht alltägliche Veranstaltungen ermöglichen es Interessierten die Themen Friedhof, Erinnerung und Gedenken auf ganz neue Weise zu erleben. Einige Veranstaltungen sind in diesem Jahr anlässlich des 250. Geburtstages von Caspar David Friedrich thematisch eingefärbt.  

»Inmitten unserer schnelllebigen und zum Teil auch rastlosen Zeit sind kirchliche Friedhöfe Inseln, Ruhepunkte und Rückzugsmöglichkeit für Mensch, Pflanze und Tier. Sie sind gemeinschaftliche Orte, ermöglichen private Trauer, können den Blick öffnen und verbinden Menschen in gleicher oder ähnlicher Situation. Für Christen sind kirchliche Friedhöfe auch Hoffnungsorte, deren Gestaltung und Erhalt besondere Sorgfalt erfordert,« weiß Referent für Friedhofsangelegenheiten der Ev.-Luth. Landeskirche Holger Enke.

Weiter erläutert er: »Rund drei Viertel aller Friedhöfe im Freistaat Sachsen werden durch kirchliche Friedhofsträger aus den drei Landeskirchen, der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, der Ev. Kirche in Mitteldeutschland und der Ev. Kirche Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz verantwortet. Über die Jahrhunderte hinweg bewahren Kirchgemeinden der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens auf rund 1.200 Friedhöfen das Gedenken an unsere Verstorbenen sowie Tradition und Reichtum sächsischer Friedhofskultur und Grabmalgestaltung.
Neben den bekannten Grabformen bieten kirchliche Friedhöfe auch unterschiedliche moderne Bestattungsmöglichkeiten. Ein Grab auf dem ortsnahen kirchlichen Friedhof ist vielerorts möglich, ohne mit der Sorge um die Pflege des Grabes belastet zu sein. So steht ein gestalteter, auffindbarer, bezeichneter Ort als Raum der persönlichen Trauer zur Verfügung, an dem selbstverständlich auch Zeichen des Gedenkens abgelegt werden können, ohne das Grab selbst pflegen zu müssen.«

Veranstaltungen auf evangelischen Friedhöfen in Dresden

In Dresden öffnet der Eliasfriedhof (Ziegelstraße 22), der seit 1924 geschlossen ist und unter Denkmalschutz steht, am Sonntag (15. September) seine Tore zwischen 10:30 und 17:00 Uhr. Öffentlichen Führungen zur Friedhofsgeschichte und zur Zeit von Caspar David Friedrich werden jeweils 11:00, 12:30 und 14:00 Uhr angeboten. Gern kann der Friedhof auch individuell erkundet werden, um sich die kunstvoll gestalteten Grabmale anzusehen. Schilder weisen auf besondere bestattete Persönlichkeiten hin. Außerdem gibt es eine Fotoausstellung sowie ein Quiz für Kinder und Erwachsene zu erleben.
Ein Konzert von „Zeit und Ewigkeit“ beginnt 16:30 Uhr mit Liedern der Romantik zu Schlaf, Tod und Auferstehung von Carl Maria von Weber, Robert Schumann, Franz Schubert u.a. – mit Texten von Caspar David Friedrich und seinen Zeitgenossen.

Der Friedhof Striesen (Gottleubaer Straße 2) ist am Sonntag zwischen 9:00 und 16:00 Uhr geöffnet. Die Bildhauerin Yvonne Ellger bietet dort Einblicke in ihre Arbeit mit Grabmalen aus Holz. Kleine und große BesucherInnen sind eingeladen Nistkästen für den Striesener Friedhof zu bauen.
Um 14:00 Uhr wird der Dresdner Unternehmer, Autor und regelmäßige Trauerredner auf dem Striesener Friedhof Michael Hillmann aus seinem Buch „Wozu ich geboren wurde“ lesen. Gemeinsam mit 40 weiteren AutorInnen ist er der Frage nach dem individuellen Lebensweg und der eigenen Mission für das Leben nachgegangen. Mit Songs von Helene Fischer, Sarah Connor und weiteren namhaften Sängerinnen wird die Sängerin MaLi die Lesung musikalisch begleiten.

Auf dem Inneren Neustädter Friedhof (Friedensstraße 2) findet am Sonntag, 14:00 Uhr der Vortrag „Vom Individuellen Grabmal bis zum Verkaufsschlager von WMF“ der Theologin und Kunsthistorikerin Friedburg Gerlach statt. Treffpunkt ist vor der Friedhofskapelle.

Eine Planungsvorstellung für die Fläche „Friede und Hoffnung“ ist für den 15. September (14:00 bis 18:00 Uhr) auf dem Neuen Annenfriedhof (Kesselsdorfer Str. 29) geplant. Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung Dresden wird gemeinsam mit dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft die Ergebnisse des dreijährigen Projektes „Green Urban Labs II" vorstellen. Darunter der Entwurf für die Umgestaltung des Bereichs „Friede und Hoffnung“ zum „Friedhofspark“ und der Entwurf für die Umgestaltung des dort liegenden Gebäudes zum „Friedhofscafé“.  Alle Informationen zum Projekt, das in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden durchgeführt worden ist, hier. Damit wird der Beteiligungsprozess abgeschlossen und die eigentliche Arbeit kann beginnen: die Realisierung der Planungen. Es wird Kaffee, Kuchen, Musik und Kinderbetreuungsangebote geben.

Das Programm auf dem Trinitatisfriedhof (Fiedlerstraße 1) startet ab 13:00 Uhr mit der Begrüßung im neu eröffneten Begegnungszentrum bei Kaffee und Kuchen.
Bei einem Streifzug über den Trinitatisfriedhof vom markanten Eingangstor bis zu Caspar David Friedrichs Grab bieten die Schriftstellerin Uta Hauthal und der Schauspieler Daniel Minetti ab 14:00 Uhr eine szenische Lesung verschiedener Gedichte von C. D. Friedrich sowie Auszügen aus seinem Band „Bekenntnisse“ bieten. Zu seinem berühmten Gemälde „Der Friedhof ließ er sich 1825 durch den Haupteingang des Trinitatisfriedhofs inspirieren.
In der Feierhalle gegenüber der Trinitatiskirchruine ist für 16:30 Uhr ein Konzert der Sächsischen Mozart-Gesellschaft unter dem Titel „Lebensstufen – Wort und Musik“, anlässlich des 250. Geburtstages von Caspar David Friedrich, geplant. Jörg Ivandic spricht anhand ausgewählter Gemälde über Weg, Werk und Wirkung Caspar David Friedrichs. Richard Röbel spielt Klaviermusik u. a. von Christian Gottlob Neefe, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Robert Schumann, die Situationen und Stationen seines Lebens markiert.

Auf den Waldfriedhof Weißer Hirsch (Am Heiderand 8-10) sind Interessierte ab 15:00 Uhr herzlich eingeladen der Musik in der Trauerhalle und einer historischen Führung im Anschluss zu folgen. Über den Waldfriedhof wird Dr. Sybille Streitenberger vom Verschönerungsverein Weißer Hirsch/Oberloschwitz e.V. führen.

Foto: EVLKS
Flyer: Neuer Annenfriedhof Dresden

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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