Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Landeskirchliches Archiv Dresden öffnet seine Türen zum »Tag der Archive«


04 März 2026

Ausstellung und Führungen rund um das Thema »Alte Heimat – Neue Heimat«

DRESDEN – Das Landeskirchliche Archiv der sächsischen Landeskirche lädt am 7. März 2026 von 10:00 Uhr – 15:30 Uhr anlässlich des deutschlandweiten »Tages der Archive« unter dem Motto »Alte Heimat – Neue Heimat« zu einem Besuch ein.

Die Leiterin des Landeskirchlichen Archivs, Kristin Schubert, macht deutlich: »In unserem neugebauten Archiv schaffen wir eine neue Heimat für das Archiv- und Bibliotheksgut, das in vielen Facetten von seiner alten Heimat erzählt.«

Ausstellung und Führungen zum Tag der Archive

Bereits im Foyer werden die Besucherinnen und Besucher am 7. März 2026 mit einer kleinen Ausstellung von Archivgut in zwei Vitrinen rund um das Thema empfangen. Um 10.00 Uhr und um 13.00 Uhr wird in kleinen Präsentationen etwas über die im Landeskirchlichen Archiv aufbewahrten Dokumente zum Motto des Tages und damit auch mehr über die Bestände im Archiv erzählt. In der sich anschließenden Führung durch die öffentlichen und nichtöffentlichen Bereiche des Archivs können die Besucherinnen und Besucher dann die neue Heimat der Archiv- und Bibliotheksbestände näher kennenlernen. Darüber hinaus wird eine im Vortragsraum durchlaufende Präsentation bildlich die alte Heimat des Landeskirchenarchivs im Gebäude des Landeskirchenamtes und die neue Heimat im Archivneubau aufzeigen. Mitarbeitende des Archivs stehen den Besucherinnen und Besuchern den gesamten Tag für Fragen zur Verfügung. Für die Führungen wird um Anmeldung gebeten.

»Alte Heimat – Neue Heimat« – ein Motto mit zahlreichen Bezügen zum Landeskirchlichen Archiv

Kristin Schubert erläutert: »Der Begriff Heimat widerspiegelt sich in unseren Beständen vielfältig - ob im Nachlass von Esther von Kirchbach in Manuskripten, ob im Merkblatt für die Christliche Pfadfinderschaft zum Thema Heimat oder in zahlreichen Dokumenten zur Seelsorge in Umsiedlerlagern oder der Beschäftigung von Flüchtlingspfarrern.«

Nachdem im Jahre 1609 die freie Religionsausübung in Böhmen garantiert worden sei, zeigten Dokumente in Bestand des Landeskirchlichen Archivs zu den Böhmischen Exulanten eindrücklich den Aufbau der protestantischen Salvatorgemeinde in Prag. »Nach der ab 1620 einsetzenden Vertreibung der Protestanten aus der alten Heimat fanden die deutschsprachigen lutherischen Exulanten in den sächsischen lutherischen Gemeinden eine neue Heimat, vor allem in Pirna und Dresden«, berichtet Schubert.

Der Verlust der alten Heimat und die Suche nach einer neuen Heimat sei auch durch wirtschaftliche Faktoren beeinflusst worden. Das zeige sich bei Kirchgemeinden, die aufgrund des Braunkohlebergbaus aufgegeben werden mussten. »Ein spektakuläres Beispiel ist die Versetzung der Heuersdorfer Emmauskirche nach Borna aufgrund der Devastierung im Jahre 2007«, so Schubert.

Auch das Archiv selbst biete Anknüpfungspunkte zum Thema. »Das alte Landeskirchenarchiv war in Sockelgeschoss und Tiefkeller im Gebäude des Ev.-Luth. Landeskirchenamtes Sachsens beheimatet. Nach dem Neubau mit Raum für 23000 laufende Meter Akten habe das Archiv seit 2022 eine neue Heimat. Auch Kirchgemeindearchive erhalten hier eine neue Heimat und können die alte Heimat mit oft schwierigen Aufbewahrungsbedingungen verlassen«, so Schubert.

Weitere Informationen zum Landeskirchlichen Archiv sind auf der Website und dem Instagram-Kanal zu finden.

Außenansicht des Landeskirchlichen Archivs | © Till Schuster

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite