Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Synodalpräsident Otto Guse begeht 60. Geburtstag


14 Aug. 2019

Otto Guse gehört seit 17 Jahren der Landessynode an

FALKENSTEIN – Der Präsident der 27. Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Otto Guse, begeht am 15. August 2019 an seinem Wohnort in Reumtengrün bei Falkenstein seinen 60. Geburtstag. Er ist seit 2008 Präsident der Landessynode und stellvertretender Vorsitzender der Kirchenleitung.

Guse wurde 2002 aus dem Wahlkreis 3 (Auerbach) in die Landessynode und zügig zu einem der beiden Stellvertreter der damaligen Präsidentin Gudrun Lindner gewählt. „Mit Otto Guse haben wir eine Person mit Herz und Verstand, einen brillanten Juristen mit geistlicher Tiefe und einer großen Liebe zu unserer Landeskirche als Präsidenten der Landessynode.“, würdigt Landesbischof Dr. Carsten Rentzing dessen ehrenamtliches Engagement.

Otto Guse habe viel für die Landeskirche geleistet. So habe er in den schwierigen Auseinandersetzungen um die Frage des Schriftverständnisses ebenso wie in den Debatten um die Strukturreform der Landeskirche immer eine Vermittlerrolle eingenommen und an den geschwisterlichen Umgang miteinander erinnert.

Er verstehe es in besonderer Weise, Glaubensgewissheit und juristische Kompetenz zu verbinden und in mancher festgefahrenen Debatte mit seinem rheinischen Humor eine Wendung zu geben, sagt Oberlandeskirchenrat Klaus Schurig für das Landeskirchenamt. „Sein Sachverstand und sein klares Wort haben ein hohes Gewicht in unserer Landeskirche.“

Beruflich ist Otto Guse Partner einer in Falkenstein ansässigen Rechtsanwaltskanzlei. Der gebürtige Rheinländer studierte in Köln Rechtswissenschaften und erhielt nach dem Referendariat und dem zweiten juristischen Staatsexamen 1988 die Zulassung zur Rechtanwaltschaft in Wuppertal.

1993 kam er nach Sachsen und engagierte sich in der Kirche ehrenamtlich. Er ist heute neben dem Ehrenamt als Synodalpräsident, Mitglied des Vorstandes des DRK Kreisverband Auerbach e.V., Mitglied des Freundes- und Förderkreises der Telefonseelsorge Südwestsachsen e.V. sowie in weiteren kirchlichen Initiativen und Vereinen vor Ort.

Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Der Präsident vertritt die Landessynode und unterzeichnet die von ihr erlassenen Gesetze und Initiativen. Er vertritt die Landessynode nach außen und leitet die Plenarsitzungen.

Neben weiteren Aufgaben und Befugnissen in der Landessynode im Zusammenwirken mit den sechs Mitgliedern des Präsidiums ist der Präsident auch Mitglied der Kirchenleitung und ihr Stellvertretender Vorsitzender.

Die 80-köpfige Landessynode kommt in der Regel zu zwei ordentlichen Tagungen im Frühjahr und im Herbst in Dresden zusammen.

Während einer Synodaltagung am Rednerpult

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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