Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Studientag zu ausgewählten reformatorischen Hauptschriften


17 Jan. 2020

„Gottes Wort und Luthers Lehr vergehen nie und nimmermehr“? 

LEIPZIG – Die Theologische Fakultät der Universität Leipzig lädt in Kooperation mit dem Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens am Montag, 20. Januar, zum 3. Studientag für Pfarrerinnen und Pfarrer nach Leipzig ein. Das Veranstaltungsprogramm mit Referaten und Workshops zu einer aktuellen Betrachtung von Martin Luthers Hauptschriften von 1520 beginnt um 9:15 Uhr in der Propsteikirche St. Trinitatis (Nonnenmühlgasse 2).  

Das Grundanliegen des Studientages ist es, aus der Forschung der Leipziger Fakultät und darüber hinaus aus der jüngeren theologischen Forschung so zu berichten, dass es für die Arbeit im Pfarramt interessant und fruchtbar werden kann. Es geht um die Frage: Was wird gerade in der theologischen Wissenschaft diskutiert und welche Bedeutung kann das für das Pfarramt und kirchliche Praxis haben? 

Im Jahr 2020 jährt sich die Veröffentlichung zentraler reformatorischer Schriften, in denen Martin Luther Eckpfeiler seines theologischen, ethischen und ekklesiologischen Denkens umreißt, zum 500. Mal. Dies möchte das Institut für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät Leipzig zum Anlass nehmen, einerseits in einem engeren Sinne den Inhalt ausgewählter reformatorischer Hauptschriften und ihre heutige Relevanz eingehender zu beleuchten sowie andererseits in einem weiteren Sinne nach Kernelementen lutherischer Identität zu fragen. 

Eine Kombination von Impulsvorträgen zur Genese und Rezeption von Luthers Arbeiten sowie sechs Workshops zu verschiedenen reformatorischen Hauptschriften und Teilthemen ermöglicht es dabei, sehr unterschiedliche Interessen aufzunehmen. Zudem besteht ausreichend Gelegenheit zur Diskussion und zum Gespräch.

Ablauf

09:15 Uhr - Einlass und Begrüßungskaffee

10.00 Uhr - Begrüßung und Eingangsandacht mit Prof. Dr. Klaus Fitschen

10.15 Uhr - Impulsreferat und Diskussion: Luthers Hauptschriften von 1520 in ihrer Entstehungszeit von Prof. Dr. Armin Kohnle (Universität Leipzig)

11:15 Uhr - Impulsreferat und Diskussion: Hauptschriften in Rezeption. Exemplarische Beobachtung mit PD Dr. Christian V. Witt (Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz)

Workshops

14.00 - Erster Durchgang 

15.45 - Zweiter Durchgang 

Alle Workshops finden zweimal statt, sodass zwei verschiedene Workshops besucht werden können. 

17:30 - Abschluss mit Reisesegen

Lutherdenkmal in Bad Schandau

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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