Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Staatliche Fördermittel auch für kirchliche Bauvorhaben


17 Juni 2020

Bund und Freistaat fördern vier weitere »National wertvolle Kulturdenkmäler«

DRESDEN - Auch in diesem Jahr wurden alle vom Freistaat Sachsen unterstützten Anträge zum Programm »National wertvolle Kulturdenkmäler« von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, berücksichtigt. Wie die Bundesregierung mitteilte, werden von insgesamt sechs Millionen Euro 413.000 Euro für vier sächsische Kulturdenkmäler bereitgestellt. Der Freistaat wird aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege einen Zuschuss in gleicher Höhe zahlen.

Neben den Mitteln für die Restaurierung wertvoller Seidentapeten des Chinesischen Kabinetts im Schloss Wildenfels (Erzgebirgskreis) und des Fußbodens im Betsaal der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine (Landkreis Görlitz) sollen damit in Dresden u.a. wertvolle Grabmale und Grufthäuser auf dem Ev.-Luth. Johannisfriedhof und dem Ev.-Luth. Eliasfriedhof aufgearbeitet werden. Bei den Maßnahmen handelt es sich um die Fortführung bereits begonnener und durch das Programm geförderte Vorhaben.

Durch das bereits seit 1950 bestehende Programm »National wertvolle Kulturdenkmäler« sind bislang rund 700 Kulturdenkmäler in ganz Deutschland erhalten und restauriert worden. Der Bund unterstützt damit und mit »Denkmalschutzsonderprogrammen« den Erhalt wertvoller Denkmale. Diese Programme werden mit dem im Staatsministerium für Regionalentwicklung angesiedelten Sonderprogramm Denkmalpflege regelmäßig in gleicher Höhe kofinanziert. Das Denkmalpflegeprogramm wird jährlich aufgelegt und vom Bundesverwaltungsamt bewilligt.

Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates Sachsen

Der Freistaat Sachsen ließ kürzlich einen Fördermittelbescheid in Höhe von 110.000 Euro an die Evangelisch-Lutherische Stadtkirchgemeinde Zwickau überreichen. Mit Unterstützung der Mittel aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates Sachsen soll der Dom St. Marien bei Gesamtkosten in Höhe von 200.000 Euro saniert werden. 2013 hat der Freistaat Sachsen erstmals ein eigenständiges Förderprogramm zur Förderung national wertvoller und besonders hochwertiger sächsischer Kulturdenkmale aufgelegt.

Am Zwickauer Dom lösten sich unterhalb der barocken Turmhaube Steinteile von Werksteinen und Bauzier, die zum großen Teil von dem Bereich unterhalb des spitzen Turmhelms stammen. Nachdem kurzfristig mit einem Verbau reagiert werden konnte, wurden nun in diesem Bereich des Turms große Schäden am nordwestlichen Treppenturm durch die Kirchgemeinde Zwickau entdeckt.

Zur Wahrung der öffentlichen Verkehrssicherheit wurde ein Verbau als Schutz gegen Steinschlag errichtet. Nun sollen die schadhaften Stellen saniert und auch Fugen der Turmfassaden erneuert und Dacharbeiten durchgeführt werden. Die in den Turm eingesetzten Glasfenster sowie Fugen im Übergang zum Sandsteingewände werden überarbeitet.

Der »Förderverein zur Erhaltung des Domes St. Marien zu Zwickau e.V.« unterstützt seit über 25 Jahren denkmalbewahrende, bauerhaltende und kulturgutsichernde Maßnahmen. Durch Initiativen des Dombaufördervereins kamen seit der Gründung über 300.000 Euro Spenden und Mitgliedsbeiträge zusammen, die die zahlreichen Bau- und Restaurierungsarbeiten unterstützten.

Mit Mitteln des Denkmalpflegeprogramms »National wertvolle Kulturdenkmäler« wurden bereits Maßnahmen in Höhe von insgesamt rund 261.000 Euro und Landesmitteln in Höhe von insgesamt rund 167.000 Euro gefördert. Aus dem sogenannten Mauerfonds des Bundes flossen rund 250.000 Euro in die Installation eines Mess-Systems. Durch die damit gewonnenen Erkenntnisse werden seit 2015 zwei Stützpfeiler statisch-konstruktiv ertüchtigt, aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege wurden hierfür rund 505.000 Euro bewilligt.

In den sogenannten Mauerfonds des Bundes fließen Mittel aus dem Verkauf von ehemaligen Mauer- und Grenzgrundstücken. Diese Mittel werden – mit Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages – den neuen Bundesländern und Berlin zur Verfügung gestellt. Sie fördern damit wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zwecke.

Kulturdenkmal Eliasfriedhof in Dresden
Dom St. Marien in Zwickau

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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