Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Spendenübergabe an Leipziger Diakonie Hospiz
23 Aug. 2025
Gesellschaft Harmonie e.V. Leipzig spendet 5.000 Euro
LEIPZIG - Seit fast 250 Jahren ist die Gesellschaft Harmonie in Leipzig eine wichtige Förderin kultureller, wissenschaftlicher und auch sozialer Projekte. Im Rahmen ihres diesjährigen Sommerfestes hat das Leipziger Diakonie Hospiz eine Spende in Höhe von 5.000 Euro erhalten. Der Spendenscheck wurde am 21. August 2025 im Diakonissenkrankenhaus Leipzig überreicht.
Das diesjährige Sommerfest der 1776 gegründeten Gesellschaft Harmonie fand aus gutem Grund im Leipziger Diakonissenkrankenhaus statt. Zum 125. Geburtstag des im Stadtteil Lindenau befindlichen Krankenhauses stand ein vertieftes Eintauchen in die Geschichte und ein gemeinsamer Austausch über das heutige Versorgungsangebot sowie über aktuelle Herausforderungen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Neben einer Führung und einem Besuch der Jubiläumsausstellung „125 Jahre Diakonissenkrankenhaus Leipzig“ erfolgte als besonderer Höhepunkt die Übergabe einer Spende an das Leipziger Diakonie Hospiz. Heinz Böhmer, Vorsitzender des Vorstands der Gesellschaft Harmonie, überreichte einen Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro an Sebastian Saupe, Geschäftsführer Leipziger Diakonie Hospiz, sowie an Maria Beyer, Theologische Geschäftsführerin des Diakonissenkrankenhauses Leipzig.
Dank der Spende der Gesellschaft Harmonie wird es dem im Leipziger Stadtteil Eutritzsch angesiedelten Hospizes möglich sein, eine besondere Wandgestaltung im Raum der Begegnung zu realisieren. Des Weiteren ist mit dieser finanziellen Unterstützung geplant, das Logo des Leipziger Diakonie Hospizes an der Wand neben dem Haupteingang anzubringen. In den letzten 25 Jahren hat die Gesellschaft Harmonie Leipzig mehr als 33.000 Euro an Leipziger Hospize gespendet – dies entspricht knapp 20 Prozent der Gesamtspenden der Gesellschaft.
„Ich bin der Gesellschaft Harmonie von Herzen dankbar für diese großzügige Zuwendung“, sagte Sebastian Saupe vom Leipziger Diakonie Hospiz nach Erhalt des Spendenschecks. „Wir können diese finanzielle Unterstützung sehr gut gebrauchen, da wir bei der täglichen Hospizarbeit immer auch auf Spenden angewiesen sind.“
„Es freut mich sehr, dass sich die altehrwürdige Gesellschaft Harmonie in diesem Jahr dazu entschieden hat, unser Krankenhaus im Rahmen ihres Sommerfestes einmal näher kennenzulernen“, ergänzt Maria Beyer vom Diakonissenkrankenhaus Leipzig. „Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen beider Einrichtungen bedanke ich mich herzlich für diese wertvolle finanzielle Unterstützung zum Wohle unserer Hospizgäste.“ Das Diakonissenkrankenhaus Leipzig ist Hauptgesellschafter des Leipziger Diakonie Hospizes; Maria Beyer hat für das Hospiz den Vorsitz der Gesellschafterversammlung inne.
Übrigens: Die Verbindungslinien zwischen der Gesellschaft Harmonie und dem Diakonissenkrankenhaus sind nicht neu, sondern reichen weit zurück. So gehörte der erste internistische Chefarzt Prof. Dr. Jeròme Lange, der von 1901 bis 1934 im Diako tätig war, nach Informationen des Vereins seit 1922 auch der Gesellschaft Harmonie an.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.