Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Sondertagung der 28. Landessynode zum Prozess »Kirche im Wandel«


03 März 2026

Anerkennungsrichtlinie der EKD ebenfalls Gegenstand der Beratungen

DRESDEN – Am 6. und 7. März 2026 kommt die 28. Landessynode zu einer letzten Sondertagung in ihrer Legislatur zusammen. Den Schwerpunkt der Beratungen bildet der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe »Kirche im Wandel«, welcher am 6. Februar 2026 durch die Kirchenleitung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens veröffentlicht wurde. Der Bericht trägt den Titel »Beziehungsräume stärken – Strukturen vereinfachen – Einheit erhalten«. Die Kirchenleitung hatte sich die darin benannten Empfehlungen und Vorschläge als Orientierungsrahmen für die anstehenden Veränderungsprozesse der Landeskirche ausdrücklich zu eigen gemacht und den Bericht an die 28. Landessynode übergeben, damit diese auf der Sondertagung beraten und erste konkrete Arbeitsaufträge an die Kirchenleitung beschließen kann.

Bettina Westfeld, die Präsidentin der 28. Landessynode, erläutert dazu: »Unser Ziel ist es, dass die Zeit bis zur ersten regulären Tagung der 29. Landessynode im November 2026 bereits genutzt werden kann, um konkrete Schritte und deren Machbarkeit zu prüfen«, so Westfeld. Die Steuerung strategischer Schritte liege bei der Kirchenleitung. »Dennoch ist es von großer Bedeutung, dass die Landessynode als Vertretung der Kirchgemeinden in der Landeskirche sich noch einmal ausführlich mit dem Bericht befassen kann«, so Westfeld.

Ein weiteres Thema, welches auf der Sondertagung beraten werden soll, ist der Umgang mit der Anerkennungsrichtlinie der EKD. Dazu liegt ein Gesetzentwurf als selbständiger Antrag aus den Reihen der Synode vor.

Am Freitag, 6. März, kommen die Mitglieder der Landessynode um 10:00 Uhr zu einer Abendmahlsandacht zusammen, die auch Elemente der Weltgebetstags-Liturgie enthalten wird, welcher am selben Tag weltweit gefeiert wird. Um 11:00 Uhr wird die Tagung im Plenum eröffnet, bevor die Beratungen dann in den Ausschüssen fortgesetzt werden. Nach den Ausschuss-Sitzungen findet um 15:30 Uhr die erste Lesung des Kirchengesetzes zur Anerkennungsrichtlinie statt. Um 17:30 Uhr ist die Vorstellung des Abschlussberichtes der Arbeitsgruppe »Kirche im Wandel« mit der Möglichkeit zu Rückfragen im Plenum geplant. Die allgemeine Aussprache wird nach dem Abendessen ab 19:30 Uhr fortgesetzt. Ab 21:00 Uhr wird es im Foyer des Hauses der Kirche einen Gesprächsraum geben, wo Gemeindemitglieder und Interessierte herzlich eingeladen sind mit Synodalen zum Bericht »Kirche im Wandel« ins Gespräch zu kommen.

Am Sonnabend, 7. März, wird die Tagung nach einer Andacht im Kirchraum ab 9:30 Uhr fortgesetzt. Auf der Tagesordnung steht die zweite Gesetzeslesung. Zwischen 11:00 Uhr und 13:30 Uhr ist nochmals Zeit für die Beratung in den Ausschüssen geplant. Danach kommen die Synodalen im Plenum zur öffentlichen Beratung der Weiterarbeit im Prozess »Kirche im Wandel« und entsprechenden Beschlussfassungen zusammen. Das Ende der Sondertagung und damit auch der endgültig letzten Sitzung der 28. Landessynode ist um 18:00 Uhr geplant.

 

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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