Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Sonderkonzert für ein soziales Miteinander


27 Apr. 2023

DRESDEN – Der Philharmonische Kinderchor Dresden musiziert am Mittwoch, den 3. Mai ab 16:00 Uhr für sozial oder gesundheitlich benachteiligte Menschen in der Dresdner Frauenkirche. Die Stiftung Frauenkirche Dresden, der Pädagogische Arbeitskreis der Frauenkirche Dresden e. V. und die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V. laden an diesem Tag explizit Menschen ein, für die ein solcher Besuch unter normalen Umständen nicht oder nur ganz selten möglich ist.

»Ein Konzert zu besuchen, ist für viele von uns eine Selbstverständlichkeit. Darüber dürfen wir aber die Menschen nicht vergessen, denen ihre gesundheitliche Konstitution oder finanzielle Lage genau das verwehrt. Die Sonderkonzerte richten sich daher gezielt an dieses Publikum. Sie schaffen Aufmerksamkeit und leisten praktische Unterstützung«, erklärt Stiftungsgeschäftsführerin Maria Noth.

Die Sonderkonzerte gibt es bereits seit 2002. Umständehalber fanden sie zunächst in der Unterkirche statt, ehe man nach der Weihe des Gotteshauses in den Hauptraum wechseln konnte. 2013 wurde der Philharmonische Kinderchor Dresden für das musikalische Programm gewonnen und ist seither bewährter Partner. In diesem Jahr musizieren die jungen Chormitglieder traditionelle und moderne Chorliteratur. Unter der Leitung von Chordirektor Gunter Berger erklingen u. a. Lieder aus Japan, Norwegen, Schweden, Frankreich, Ungarn, Deutschland und den USA.

Schirmherr des Konzerts ist der Dresdner Oberbürgermeister a. D. Dr. Herbert Wagner. Ihm liegt besonders das Miteinander der Generationen am Herzen – gerade an diesem Ort. »Es macht mich froh, dass die Frauenkirche heute ein weithin sichtbares und vor allem ein spürbares Wahrzeichen unserer Stadt ist. Eine besondere Freude ist es für mich, wenn junge Menschen die Frauenkirche mit Leben füllen – wie eben beim traditionellen Sonderkonzert junger Künstler.«

Gemeinsam für kulturelle Teilhabe

Viele Stunden der Vorbereitung sind jedes Mal nötig, um das Angebot so zu justieren, dass es auf die Bedürfnisse der Zielgruppe passt. Ein früherer Konzertbeginn, Ansprache über soziale Einrichtungen, vergünstigte oder gänzlich per Kartenpartnerschaft finanzierte Tickets, Unterstützung bei der An- und Abreise sowie beim Einlass in die Kirche sind nur einige der Dinge, auf die bei diesem Konzert besonders geachtet wird.

Die gute Resonanz gibt den OrganisatorInnen recht. Immer wieder erreichen sie Rückmeldungen von Menschen, die sich über die Einladung und auf das Konzert freuen. Eine davon stammt von Ursula Tamme. Die 100-jährige Seniorin, die in einer sozialen Einrichtung in Dresden lebt, hat nach eigener Aussage aus Mobilitäts- und Gesundheitsgründen sonst keine Möglichkeit des Konzertbesuches mehr. Das Angebot der Frauenkirche verschaffe ihr eine willkommene Abwechslung zu ihrem Leben im Pflegeheim.

Bitte um weitere Unterstützung

Um das Projekt auch weiterhin zu ermöglichen, bitten die die Initiatoren um Spenden. »Wir danken allen herzlich, die das Sonderkonzert finanziell unterstützen. Somit wird ein seit über 20 Jahren mit Herzblut und höchstem ehrenamtlichem Engagement verwirklichtes soziales Projekt in die Zukunft getragen«, so Maria Noth. Spenden können an das Spendenkonto der Stiftung Frauenkirche Dresden gerichtet werden.

Commerzbank AG
IBAN: DE60 8508 0000 0459 4885 00
BIC: DRES DE FF 850

oder online auf der Webseite der Frauenkirche Dresden getätigt werden.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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